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Erweiterungsneubau des Debeka-Hauptsitzes

Zügiger Baufortschritt mit hoher Arbeitssicherheit erreicht

Zügiger Baufortschritt mit hoher Arbeitssicherheit: Erst vor wenigen Tagen hat die IG Bau erschreckende Zahlen veröffentlicht: Im vergangenen Jahr sind 97 Mitarbeitende auf deutschen Baustellen tödlich verunglückt, die Unfälle summierten sich auf mehr als 104 000. Nur wer sicher ist, kann präzise und effizient arbeiten. Darum setzt der Schalungsentwickler und -lieferant Hünnebeck auf die "eingebaute" Arbeitssicherheit seiner Produkte. Eine aktuelle Referenz ist die zügige Rohbauerstellung der Erweiterung des neuen Hauptsitzes der Debeka-Gruppe in Koblenz unter der Leitung der Lupp-Gruppe.

Koblenz (ABZ). – Es ist eine Großbaustelle mit hohen technischen Anforderungen an die Rohbauer: Die Debeka-Gruppe erweitert ihren Stammsitz in Koblenz um ein 17-stöckiges Büro- und Verwaltungsgebäude. Das Z-förmige Neubauobjekt umfasst 15 oberirdische und zwei unterirdische Geschosse. In letzteren entstehen überwiegend Tiefgaragen.

Über eine geschlossene Brücke werden der Neubau und das Bestandsgebäude verbunden. Das schafft auf dem Campus viel Platz für Grünflächen. Besonders markant ist ein 15 m hohes und 29 m breites rechteckiges "Auge" im Neubau. Es lässt "eine "großartige Blickachse" entstehen, so die Architekten von RKW Architektur.

Den Auftrag für die erweiterten Rohbauleistungen hat der Bauherr, die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft, an die Unternehmensgruppe Lupp aus Nidda bei Frankfurt erteilt. Als Schalungsplaner und -lieferant stehen dem Baustellenteam die Spezialisten von Hünnebeck zur Seite. "Wir legen bei all unseren Projekten höchste Priorität auf Arbeitssicherheit", so der Lupp-Projektleiter, das spiele eine wesentliche Rolle bei der Auswahl der projektbeteiligten Unternehmen. Die von Hünnebeck vorgeschlagenen Schalungslösungen haben überzeugt. Das in Abstimmung mit der Baustelle entwickelte Schalkonzept ist vor allem auf die großen und hohen Räumlichkeiten sowie die Regelgeschossdecken abgestimmt.

Zu den technisch anspruchsvollsten Rohbauaufgaben zählt das bereits erwähnte "Auge". Hierzu mussten drei 30 m lange und etwa 3,4 m hohe Stahlverbundträger per Spezialkran an ihren Platz gehoben werden. Diese Träger tragen im Endzustand die neun oberhalb des "Auges" vorhandenen Geschosse. Aber auch die in 7,6 m Höhe liegende Brückendecke, die einen Übergang zum benachbarten Bestandsgebäude bildet, stellt mit ihrer Dicke von 70 cm eine anspruchsvolle Schalaufgabe dar. Um die hohen auftretenden Lasten bei beiden vorstehenden Bauteilen sicher ableiten zu können, hat Hünnebeck spezielle Tragkonzepte entwickelt. Die Schlüsselrolle spielt dabei das leistungsstarke Unterstützungsystem ST 60. Die Stütztürme überzeugen auf der Koblenzer Baustelle durch wenige leichte Teile, hohe Tragkraft und eine allzeit gesicherte und ergonomische Montage beziehungsweise Demontage aus dem Turminneren heraus (vorlaufender Seitenschutz/patentiertes Belagumsetzverfahren), erläutern die Verantwortlichen.

Das System sei einfach und schnell zu bedienen und lasse sich dabei flexibel an die Aufgaben und Gegebenheiten vor Ort anpassen. Dazu tragen unter anderem ein flexibles Grundrissmaß, variable Aufbauhöhe in 1-Meter-Abständen und eine Spindelhöhe von bis zu 62 cm an Kopf- und Fußspindel bei. Der ST-60-Baukasten besteht aus sechs Basisteilen mit maximal 15 kg Gewicht. Bis zu 240 kN Belastbarkeit pro Stützturm (60 kN pro Stiel) und die Kombinierbarkeit des Systems mit Alu-, Stahl- und Holzträgern sorgen für eine hohe Tragfähigkeit und sichere Lastableitung, erläutert Hünnebeck. Zudem lassen sich die Türme sehr einfach zu einem leistungsstarken Raumgerüst verbinden: Im 50-Zentimeter-Raster befinden sich an den ST-60-Rahmen Lastaufnahmeknoten, die kraftschlüssige Verbindungen in acht Richtungen ermöglichen. Das macht ihren Einsatz sehr flexibel. Auf der Koblenzer Baustelle befinden sich überall dort ST-60-Türme, wo ein hoher Lastabtrag über größere Höhen gefordert ist.

Sicherer Seitenschutz: Ob am Topmax-Deckentisch oder am fertigen Deckenrand, an allen absturzgefährdeten Stellen findet sich auf der Koblenzer Baustelle das Seitenschutzsystem Protecto.

Zum effizienten Schalen der im Regelfall 32 cm starken Deckenflächen setzt das Baustellenteam den Stahlrahmen-Deckentisch Topmax und das trägerlose Alu-Modulsystem Topec ein. Der Topmax-Tisch eigne sich hervorragend für das schnelle und sichere Schalen großer Deckenflächen mit regelmäßigen Grundrissen, da bis zu 26 m² große Tischflächen, inklusive montierter Absturzsicherung, mit einem Kranhub umgesetzt werden können. Topec ist Hünnebecks effizientes Alu-System, um Deckenflächen ohne Kranunterstützung wirtschaftlich und schnell einschalen zu können. Tafel und Stütze sind die beiden Basisteile des Systems, das sich in drei einfachen Arbeitsschritten vom Boden aus montieren und demontieren lässt funktioniert folgendermaßen: Tafel einhängen, hochschwenken, abstützen. Wo es die Deckengeometrie zulässt, wird die 180 cm x 180 cm messende Topec-Großtafel eingesetzt. Das beschleunigt das Schalen zusätzlich, erläutern die Verantwortlichen vor Ort. In den Untergeschossen konnten mit dem Topec-Modulsystem bis zu 55 cm starke Deckenflächen betoniert werden. Bei der Erstellung der oberirdischen Regelgeschosse des Hochhauses wurde ein Deckenschalungskonzept aus Topmax-Tischen am Deckenrand und Topec in der Bauteilmitte entwickelt, um die Vorteile beider Systeme miteinander zu kombinieren.

"Außerdem nutzen wir die Möglichkeit, die Topmax-Tische mit Tafeln der Rasto-Serie kombinieren zu können", erklärt das Baustellenteam. "So lassen sich die Passbereiche an Stützen minimieren, was die Sicherheit und Schnelligkeit beim Schalen zusätzlich erhöht." Überall dort, wo vor Ort Sonderschalungen benötigt werden, hat Hünnebeck den hauseigenen Sonderschalungsbau hinzugezogen – beispielsweise für den Bau der Haupttreppenhäuser in Sichtbetonqualität SB 2 sowie Betonflächen im Foyer mit Sichtbetonqualität SB 3.

Die SB-3-Wände müssen im Endzustand eine Bretterstruktur mit Holzmaserung aufweisen. Hierfür hat Hünnebeck speziell belegte Trägerschalungen entworfen, hergestellt und in einsatzfertigen Modulen auf die Baustelle geliefert. Das spart viel Zeit, da die Rohbauer die Sonderschalung nur noch aufstellen müssen.

Nachdem neun Geschosse reibungslos und zügig hergestellt werden konnten, zeigt sich das Rohbauteam in vielfacher Hinsicht überzeugt: "Hünnebeck hat für uns Schalungslösungen entwickelt, die auf die Baustellenbedingungen abgestimmt sind", so die Verantwortlichen. "Gleichzeitig sind die Schalungsprodukte an sich sehr durchdacht und hochwertig. Das merken wir in der täglichen Arbeit. Da muss niemand lange überlegen, wie etwas funktioniert, jeder Handgriff sitzt. So lässt sich schnell, sicher und wirtschaftlich arbeiten." – Beste Voraussetzungen für eine termingetreue Rohbauerstellung.

Bezugsfertig soll der neue Debeka-Campus im Juni 2022 sein. Dann werden rund 1350 Debeka-Mitarbeitende den Neubau mit Leben füllen.

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