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Fachhändler für Handwerks- und Industriebedarf übernommen

Beutlhauser-Gruppe investiert in die digitale Zukunft

Die Beutlhauser-Gruppe aus Passau hat die Reidl GmbH & Co. KG mit Firmensitz in Hutthurm bei Passau rückwirkend zum 01.01.2018 übernommen (v. l.): Dr. Thomas Burgstaller, Richard Reidl, Matthias Burgstaller und Oliver Sowa.

Passau/Hutthurm (ABZ). – Die Reidl GmbH & Co. KG, ein digitaler Fachhändler für den professionellen Handwerks- und Industriebedarf mit Firmensitz in Hutthurm bei Passau wird rückwirkend zum 01.01.2018 von der Beutlhauser-Gruppe aus Passau übernommen. Beutlhauser gehört zu den marktführenden deutschen Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit den Schwerpunkten Verkauf, Vermietung und Service von hochwertigen Investitionsgütern. "Mit der Übernahme holen wir uns großes Know-how und viel Erfahrung beim Thema Digitalisierung in die Gruppe. Reidl ist für uns die ideale Ergänzung. Wir werden damit unsere Innovationskraft und Geschwindigkeit beim Ausbau digitaler Geschäftsmodelle weiter steigern", erklärt Matthias Burgstaller, Geschäftsführer der Beutlhauser-Gruppe. "Reidl wird das Digital Lab, der Motor für die Digitalisierung in der Gruppe, und seinen erfolgreichen Weg wie bisher als eigenständiges Unternehmen fortsetzen. Richard Reidl bleibt Geschäftsführer und wird zugleich in der Beutlhauser-Gruppe für den Bereich Digitalisierung und E-Commerce die Verantwortung übernehmen", skizziert Burgstaller die ersten kurzfristigen Pläne.

Die Stärken der Beutlhauser-Gruppe liegen im stationären B2B-Geschäft mit jetzt 21 Standorten und drei Geschäftsbereichen: Baumaschinen sowie Baugeräte und Werkzeuge, Flurförderzeuge und Kommunaltechnik. Mit nun rd. 1000 Mitarbeitern zählt das Familienunternehmen zu den größten Handelsunternehmen für Investitionsgüter in Deutschland und ist außerdem der größte Liebherr Erdbewegungshändler Deutschlands. Im Jahr 2017 erwirtschaftete die Beutlhauser-Gruppe einen Konzernumsatz von rd. 320 Mio. Euro.

Reidl hat schon früh die Zeichen der Zeit richtig erkannt. 1992 als Anbieter für Befestigungstechnik gegründet, wurde 2005 der erste Webshop eingerichtet und kontinuierlich ausgebaut. Heute umfasst das Sortiment über 400 000 Artikel aus den Bereichen Handwerkzeuge, Geräte, C-Teile-Management und Arbeitsschutz.

Über die Jahre wurden die heutigen Stärken in den Bereichen IT, E-Business und E-Commerce entwickelt und Lösungen selbst programmiert. Mit einer durchdachten Multi-Channel-Strategie überzeugt das Unternehmen und gewann Anerkennung und Auszeichnungen wie die Nominierung für den Prozeus Award im Jahr 2011, den RID Innovationsaward 2013 oder die lobende Erwähnung bei neocom 2017.

Die Kundenfokussierung bei Reidl ist in dem Familienunternehmen tief verankert. Das Hauptgeschäftsfeld Reidls ist der Handel mit hochwertigen Werkzeugen, Normteilen und Arbeitsschutzartikeln.

C-Teile-Management für Handel und Industrie sowie zunehmend auch vermehrt individuelle E-Business-Lösungen für Gewerbekunden sind weitere Geschäftsfelder des Unternehmens. Mit über 50 Mitarbeitern und zuletzt 11 Mio. Euro Umsatz gewinnt Beutlhauser mit Reidl ein Expertenteam, einen Datenpool und ausgereifte Technik hinzu. PIM, CRM und eine selbstlernende B2B2C E-Commerce Lösung wurden im Haus selbst entwickelt. Lösungen wie eine Außendienst-App, die 24 h Abhol-Zone, der Echtzeit-Preisvergleich (Google, Amazon, Portale) am Point of Sale, Drop Shipment sowie ein Arbeitsschutz-Management-Modul deuten bereits an, welche kundenorientierte Innovationskraft bei Reidl angesiedelt ist. "Wir wissen, dass die Digitalisierung in einem erheblichen Maß unser Geschäft verändern wird. Das Tempo ist hoch und der Wettbewerbsdruck nimmt zu. Beutlhauser hat daher vor zwei Jahren mit Smart Systems ein Kompetenzzentrum für intelligente Technologien eingerichtet. Wir investieren in neue digitale Geschäftsmodelle, arbeiten an einer Digitalisierungsstrategie und setzen auf die eigene Akademie, um die Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Die Markteinführung einer ersten eigenen cloudbasierten IoT-Plattform für modernes Flottenmanagement steht bevor. Durch den Zukauf von Reidl schalten wir einen Gang hoch und können den eingeschlagenen Weg zu mehr Digitalisierung intern wie extern noch schneller und umfassender fortsetzen – mit dem Ziel, den profitablen Kundennutzen zu erhöhen", betont Dr. Thomas Burgstaller, Geschäftsführer der Beutlhauser-Gruppe.

Ähnlich sieht es Richard Reidl: "Der Wettbewerb wird immer herausfordernder. Wir sind ein digitaler Fachhändler und bieten sowohl Kunden als auch unseren Mitarbeitern praxisorientierte Lösungen. Der Verkauf an die Beutlhauser-Gruppe war eine strategische Entscheidung, ohne Not. 2017 konnten wir als bestes Geschäftsjahr unserer Unternehmensgeschichte abschließen. Wir haben eine Top-Mannschaft, ausgefeilte, kundenfreundliche Prozesse und ein unschlagbares Angebot. Aber gemeinsam mit der Beutlhauser-Gruppe sind wir noch besser. Wir haben genügend Ansatzpunkte, um beiderseits Synergieeffekte nutzen zu können. Nicht nur unser Produktsortiment wächst dadurch enorm, vielmehr sind es die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, die Wachstumschancen und neue Betätigungsfelder, die diesen Zusammenschluss so lukrativ für beide Seiten machen. Ich möchte nachhaltig etwas Großes aufbauen", ist Richard Reidl überzeugt von der erfolgreichen gemeinsamen Zukunft.

Erste Projekte nach der Übernahme sind die Aufbereitung des Datenpools bei Beutlhauser sowie die parallele Bereitstellung der etablierten Reidl UnifiedCommerce Plattform.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 24/2018.

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