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Fachkräftemangel in Thüringen

Höhere Anzahl an Azubis reicht nicht aus

Erfurt (ABZ). – Trotz steigender Azubi-Zahlen in Bauberufen hat die Branche nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) mit einem Fachkräfte-Schwund zu kämpfen. "Wir verlieren mehr in die Rente, als wir momentan ausbilden können", sagte eine Sprecherin jetzt in Erfurt.

Derzeit seien bundesweit rund 38 000 junge Leute in einer Ausbildung in einem der Bauberufe – 2,4 Prozent als im Vorjahr.

Davon seien 5000 im ersten Lehrjahr, was einem Anstieg von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Die Verbandssprecherin geht nicht davon aus, dass ein solcher Anstieg von Dauer ist. Dabei lägen die Ausbildungsgehälter in der Baubranche vergleichsweise hoch bei rund 1000 Euro monatlich in Westdeutschland im ersten Lehrjahr. Im Osten seien die Gehälter um 50 bis 100 Euro niedriger. Bei den letzten Tarifverhandlungen seien aber bereits Schritte unternommen worden, um diesen Unterschied auszugleichen.

Bei der 70. Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen, die jüngst in Erfurt ausgetragen wurde, bewarben sich 60 Nachwuchshandwerker aus acht Berufsgruppen um nationale Meistertitel. Bei einem erfolgreichen Abschneiden konnten die Teilnehmenden Tickets für die Europa- oder auch Weltmeisterschaften in ihren Disziplinen lösen.

Der Präsident des Zentralverbands, Reinhard Quast, macht auf die Signalwirkung der Deutschen Meisterschaft aufmerksam: "Mit dem System der Berufswettbewerbe, auf nationaler Ebene mit der Deutschen Meisterschaft sowie auf internationaler Ebene im Rahmen der Europameisterschaft EuroSkills und der Weltmeisterschaft WorldSkills, leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Imageförderung der bauhandwerklichen Berufe." Die Gewinner seien auch ausgezeichnete Boltschafter, so Quast.

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