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Fagsi

Dreigeschossige Containeranlage für Bauprojekt gestellt

Von Jennifer Schüller

Insgesamt 40 Container von Fagsi kommen auf der Baustelle in Hannover zum Einsatz.

Hannover. – In Hannover Kronsberg baut die Hochtief Infrastructure GmbH in Niedersachsens derzeit größtem Neubaugebiet eine dreizügige Grundschule. Unterstützt werden die Bauarbeiten durch die Fagsi Vertriebs- und Vermietungs-GmbH, die eine dreigeschossige Containeranlage mit Baubüros und Tagesunterkünften für das Projekt lieferte – ein Besuch vor Ort. Freitag, 9.30 Uhr in Deutschland – genauer gesagt: in Hannover. An der Kattenbrookstrift, unweit der Hannover Messe, herrscht geschäftiges Treiben. Bagger heben Baugruben aus, Lkw fahren Material ab und Krane mit Baumaterialien am Haken drehen sich in Schwindel erregender Höhe hin und her. Auf dem rd. 15 000 m² großen Gelände in Hannover Kronsberg baut die Hochtief Infrastructure GmbH eine dreizügige Grundschule. In knapp zwei Jahren soll sie fertig gestellt sein.

Ein Teil der Anlage sind u. a. die Treppenaufgänge, die einen problemlosen Zugang zu den oberen Etagen ermöglichen.

Um die langwierigen Bauarbeiten für alle Beteiligten so reibungslos und angenehm wie möglich zu gestalten, hat sich Hochtief dazu entschlossen eine dreigeschossige Containeranlage mit Baubüros, Tagesunterkünften, Konferenz- und Sanitärräumen bei der Fagsi Vertriebs- und Vermietungs-GmbH anzumieten. Erst seit Beginn dieses Jahres positioniert sich Fagsi verstärkt mit seinem Produktportfolio auch in der Bauindustrie – zuvor lag der Fokus eher auf den Bereichen "Büro & Verwaltung" sowie "Bildung & Wohnen". Doch trotz des "Neuling"-Status konnte das Morsbacher Unternehmen gleich zum Einstand einen großen und wichtigen Kooperationspartner an Land ziehen. "Seit Anfang 2019 ist Fagsi Rahmenvertragspartner von Hochtief", sagt Manuel Caspers, der an diesem Freitagmorgen die Besichtigung der Baustelle und der Containeranlage leitet und bei Fagsi für den Bereich "Bauindustrie Deutschland" als Leiter zuständig ist. Und obwohl der Bereich Bauindustrie noch recht jung ist, wurden zu den bereits vorhandenen 22 000 Einheiten bis Ende Juni 2019 weitere 500 Container ausschließlich für die Bauindustrie produziert. "Es werden bis zum Ende des Jahres vermutlich noch 500 bis 600 weitere hinzukommen", erklärt Caspers weiter. Insgesamt kommen auf der Großbaustelle im Südosten Hannovers 40 neue Fagsi Miet-Container der Baureihe ProEco – von Fagsi als "wirtschaftlicher Standard-Container" für die Bauindustrie beschrieben – als temporäre Bauleitungsanlage inkl. Mietmöbeln zum Einsatz. Der Vorfertigungsgrad der Container liegt laut Caspers bei etwa 95 %. Bestellt werden können die Container entweder nackt oder komplett ausgestattet. In diesem Fall gab es das Komplettpaket, sprich mit Schreibtischen, Stühlen, kleiner Kochnische und sanitären Anlagen. Verzinkte, geschweißte Stahlrahmen machen den ProEco Container laut Fagsi besonders korrosionsbeständig, robust und langlebig.

Die nicht tragenden Außenwandelemente dieser Variante bestehen aus leichten, gut gedämmten und witterungsresistenten Sandwichelementen mit PU-Kern, der einen Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,380/0,380 W/m²K aufweist. Diese Elemente könnten leicht um- und abgebaut werden, erklärt Caspers. Auch die sehr leichten Fenster und Türelemente der ProEco Container könnten problemlos frei versetzt und ausgetauscht werden. Das Besondere an den ProEco-Wandelementen sei zudem die sehr einfache Montage. "Zum Aufbau wird nur ein Monteur benötigt, denn die einzelnen Elemente sind nicht schwerer als 40 kg", sagt Caspers.

Der große Besprechungsraum im 2. Geschoss bietet viel Platz.

Der Grundriss des rd. 180 m² Grundfläche umfassenden Gebäudes ist in zwei Komplexe aufgeteilt. Dabei misst der eine Komplex etwa 17 x 6 m und beherbergt Baustellenbüros, Sanitärräume sowie einen großen Besprechungsraum. Im zweiten, etwas kleineren Komplex mit einer Größe von 12 x 6 m sind Tagesunterkünfte, Umkleiden und Sanitäreinrichtungen für die Arbeitskräfte untergebracht.

Während die Räume des Baubüro-Trakts durchgängig und die Tagesunterkünfte (TU) im ersten und zweiten Obergeschoss über einen innenliegenden Flur erschlossen werden, sind die TU-Räume im Erdgeschoss sowie die Sanitärzonen für die Arbeitskräfte direkt von außen begehbar. Ein mittig angeordneter Treppenturm aus Fagsi ProBasic Containern verbindet die Etagen. Eine vom Hauptgebäude abgekoppelte Sanitäranlage sowie zwei Material- und Magazincontainer ergänzen den Komplex. Um die Anlage vor Einbruch zu sichern, entschied sich Hochtief außerdem dafür, vor den Fenstern und Türen zusätzliche Gitter anzubringen. Eine Entscheidung, die Caspers gut nachvollziehen kann. "Grundsätzlich können wir uns glücklich schätzen, dass bislang noch keine größeren Schäden bei einem der Projekte, die wir unterstützen, an unseren Container zu beklagen waren. Die häufigsten Schäden entstehen wenn dann jedoch durch Einbruch, wenn etwa ein Fenster eingeschlagen oder eine Tür aufgebrochen wird. Ein weiteres Problem bilden zudem Grafitti", so der Vertriebler.

Mindestens 20 Monate wird der dreistöckige Komplex (Höhe: 8,4 m) den Dreh- und Angelpunkt der Baustelle bilden. Aufgebaut werden kann eine Anlage dieses Ausmaßes bei Idealbedingungen innerhalb von rd. zwei Tagen. "Etwa 20 Container können an einem Tag aufgestellt werden", erklärt Caspers. Neben dem Projekt in Hannover, betreut Fagsi derzeit noch zwei weitere Großprojekte mit temporären Baustellenlösungen. Dazu zählen u. a. zwei Projekte in Düsseldorf, mit Anlagen zwischen 40 und 80 Containern sowie ein Projekt in Berlin, wo derzeit 80 Container im Einsatz sind. "Diese werden vermutlich bis Ende des Jahres aber auf 160 aufgestockt", sagt Caspers. Fagsi blicke mit seinem neuen Kompetenzzentrum für die Bauindustrie positiv in die Zukunft. Der Start sei gut gelungen, nun gehe es daran, diese Erfolge auszubauen. Und welchen Herausforderungen sich das Unternehmen dabei stellen muss, ist Caspers vollkommen klar: "Um neue Kunden zu gewinnen, müssen wir zeigen, dass wir schnell und zuverlässig sind und den entsprechenden Service liefern können. Und natürlich spielt auch der Preis immer eine Rolle. Aber wir werden uns beweisen."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 32/2019.

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