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Fahrbahnarbeiten in Baden-Württemberg

Straße nach neuer Richtlinie für 1,2 Millionen Euro saniert

Für die Fahrbahnsanierung auf der Landesstraße L 1022 zwischen Hermuthausen und Jagstberg arbeitete die Wolff & Müller GmbH & Co. KG mit dem Baumaschinenvermieter Rüko zusammen. Das ausführende Unternehmen setzte den Dynapac-Beschicker MF 2500 CS ein.

Hermuthausen (ABZ). – Auf der Landesstraße L 1022 zwischen Hermuthausen und Jagstberg führte die Wolff & Müller Tief- & Straßenbau GmbH & Co. KG Niederlassung Künselsau eine Fahrbahndeckensanierung durch. Die Umsetzung erfolgte im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart. Die Erneuerung der Asphalttrag- und Asphaltdeckschicht beläuft sich auf ein Gesamtkostenvolumen von etwa 1,2 Millionen Euro. Das verantwortliche Bauunternehmen setzte die Maßnahme anhand der neuen Richtlinie "Qualitätstraßenbau Baden-Württemberg 4.0" (QSBW 4.0) des Verkehrsministeriums um. In dieser Richtlinie fordert das Regierungspräsidium Stuttgart, dass Bauarbeiten mit hocheffizientem Projektmanagement umgesetzt werden. Dadurch sollen unnötige Kosten und hohe Umweltbelastungen durch Baustellen vermieden werden. Die Wolff & Müller GmbH & Co. KG habe diese Vorgaben eigenen Angaben zufolge gut umsetzen können.

Für die Fahrbahnsanierung arbeitete die GmbH mit dem Baumaschinenvermieter Rüko zusammen und setzte das digitale Temperaturmesssystem "MOBA Pave IR" ein. Es misst die Mischguttemperatur während des Einbauprozesses mithilfe von Temperaturspots in Beschicker und Fertigerkübel sowie an der Förderschnecke. Ein Temperaturfühler scannt die Oberflächentemperatur des Materials direkt hinter der Bohle. Auf dem Bedienpanel wird dann ein GPS-referenziertes Temperaturbild in Echtzeit angezeigt.

Das "MOBA Pave IR"-System dokumentiert die Temperaturentwicklungen des Einbaumaterials während des Arbeitsprozesses. Nutzer würden mögliche Toleranzabweichungen schnell erkennen und könnten Sofortmaßnahmen ergreifen, so Rüko. Um dem Anwender ein möglichst detailliertes Gesamtbild zu liefern, zeichnet das System außerdem Wetterdaten und Untergrund-Temperaturen auf. Ein weiteres Display in der Führungswalze zeigt dem Fahrer ebenfalls das Temperaturbild an. So soll die Walzenflotte auf Veränderungen reagieren und den Abstand zum Fertiger entsprechend anpassen können.

Die Fräsarbeiten wurden nachts und mithilfe einer 3D-Steuerung ausgeführt. Zusätzlich unterstützte das "BPO-Asphalt"-System. So habe der Bauzeitplan eingehalten werden können. Besonderen Wert habe die Wolff & Müller GmbH darauf gelegt, den Dynapac-Beschicker MF 2500 CS von Rüko einzusetzen. "Der Aufbau des Schwenkbandes inklusive Abstreifer ist anders konstruiert als bei Maschinen der Mitbewerber und wird unseren Anforderungen vollumfänglich gerecht", sagt Bauleiter David Trosdorff. Seinen Angaben zufolge sei das ein großer Qualitätsvorteil der Maschine und ein zusätzlicher Grund, sie auch auf anderen QSBW-Baustellen einzusetzen.

Das Regierungspräsidium Stuttgart zeigte sich bei der Baumaßnahme zuversichtlich, dass " (. . . ) durch das gezielte Profilfräsen des bestehenden Asphalts und die digitale Vernetzung aller beim Asphalteinbauprozess beteiligten Maschinen und Geräte – wie beispielsweise Asphaltmischwerke, Lastkraftwagen, Asphaltfertiger und Walzen – eine effiziente und qualitativ hochwertige Sanierung von Asphaltfahrbahnen erzielt werden kann." Die QSBW-Richtlinie soll bis spätestens 2021 Standard bei allen öffentlichen Ausschreibungen sein. Digitale Prozesssteuerung sei dann wirtschaftlicher, ressourceneffizienter und nachhaltiger. Die Richtlinie soll bis spätestens 2021 Standard bei allen öffentlichen Ausschreibungen sein.

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