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Fahrbericht

Verkaufsleiter testet neuen kompakten Multifarmer

Beim Mähen arbeitete der Merlo-Multifarmer 34.9 CS mit einem 3,2 m breiten Scheiben-Mähwerk von Lely.

Wahrenholz (ABZ). – Wie viel Traktor steckt im Multifarmer, dem Teleskoplader mit Heckzapfwelle und Dreipunkt-Aufhängung? Ein Fahrbericht vom neuen kompakten Merlo-Multifarmer 34.9 CS mit 136 PS zeigt, wie der Teleskop-Traktor sich im niedersächsischen Wahrenholz bei Gifhorn beim Mähen, Wenden, Schwaden und Ballenpressen schlug. Seine Aufgabe war die Grasernte im 4. Schnitt. Beim Mähen arbeitete er mit einem 3,2 m breiten Scheiben-Mähwerk von Lely. Gezettet wurde mit einem 7 m breiten Wender von Stoll. Am Heck kam ein 7 m breiter Mittelablage-Schwader von Kuhn zum Einsatz. Außerdem presste der Multifarmer-Ballen mit einer Welger-Festkammer-Presse (25 Messer, 1,3 m Ballen-Durchmesser). "Für mich war es spannend zu schauen, wo die Ingenieure hinsichtlich Komfort, Übersichtlichkeit, Kraft und Leistung Veränderungen vorgenommen haben", sagt Henning Thaden, Regional-Verkaufsleiter von Merlo Deutschland. "Wir wollen ja nicht besser sein als der Trecker. Wir wollen aber mindestens den Standard eines Treckers haben. Und den haben wir. Definitiv! Dazu können wir bis 9 m hoch reichen. Außerdem bieten wir eine Arbeitsbühne mit Steuerung und Abnahme."

Der getestete Multifarmer 34.9 CS hebt 3,4 t und hat einen 9-Meter-Ausleger. Der Dreipunkt-Kraftheber ist für bis zu 4000 kg ausgelegt. Die Heckzapfwelle mit 540 und 1000 U/min wird mechanisch angetrieben. Die CS-Kabinenfederung ist in einigen Modellen wie im Testgerät serienmäßig verbaut. Die Abmessungen des neuen Multifarmers sind ähnlich wie bei den verkaufsstarken Merlo-Turbofarmern: 2,24 m breit x 5,44 m lang x 2,49 m hoch (2,55 m bei aktivierter Kabinenfederung).

Die Testmaschine wiegt 8500 kg und hat eine Zugkraft von bis zu 32 t. Der 4-Zylinder-Deutz-Motor (Stufe IV Final) liefert im Multifarmer 34.9 CS 100 kW/136 PS. Er ist diagonal eingebaut, um den mechanischen Antrieb der Zapfwelle von der Kurbelwelle zu ermöglichen. Durch die Position ergibt sich eine leichte Zugänglichkeit für die Wartung. Das abgeschrägte Heck ermöglicht eine gute Sicht nach hinten. Serienmäßig sind Ober- und Unterlenker der Kategorie 2 sowie ein höhenverstellbarer Schlitten. Das Heck ist mit einem Hubzylinder für die Anbaugeräte ausgelegt. Im Test erbrachte die Heckzapfwelle eine Leistung von bis zu 113 PS.

Positiv fiel Thaden im Feldeinsatz auf, dass der Teleskop durch die Allradlenkung wendig ist. Und die elektro-hydraulische Bedienung am Kotflügel habe es einfacher gemacht, die Geräte zur Grasernte anzubauen. "Bei den Arbeiten insgesamt im Vergleich zum Trecker erlebte ich mit dem Multifarmer keinen Nachteil", so Thaden. "Ich habe den Komfort, die Übersicht, die Kraft. Bei der Bedienung - dem Ein- und Ausheben – ist alles bewusst einfach gehalten. Es gibt zwei doppelt-wirkende Steuergeräte. Und das Gleiche gilt auch für die Unterlenker, die direkt doppelt-wirkend mit einer Schwimmstellungsposition arbeiten. Für das, was wir gemacht haben, ist der kleine Multifarmer vollkommen ausreichend. Wir brauchen nur zwei Steuergeräte und eine einfache Bedienung der Unterlenker, um ein Anbaugerät hoch- oder herunterzuheben. Simpel! Kein Schnickschnack. Das ist, was wir mit der Maschine bezwecken wollen."

Der Multifarmer sei für Unternehmen gedacht, die in erster Linie einen Teleskoplader brauchen. Für diejenigen, die zusätzlich einen 120/140-PS-Trecker ersetzen möchten, biete er sich besonders an. Im Baugewerbe nutzen Anwender diese Maschinen laut Thaden mit Druckluft-Bremsanlage, um Tieflader zu ziehen. Kommunen setzen die Geräte ein, um Grünanlagen zu pflegen oder mit Hubarbeitsbühnen, um die Straßenbeleuchtung zu warten.

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