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Fahrerschulung

"Richtiges Gefühl" für Maschinen bekommen

Das gesamte Sprengmaterial, das in den beiden Kalksteinbrüchen der Firma Johann Bergmann anfällt, muss von den beiden Hitachi ZX690 in Muldendumper verladen werden.

Azendorf (ABZ). – Bergmann Kalk betreibt im oberfränkischen Azendorf zwei Kalksteinbrüche. Für diese hat das Unternehmen zwei 70-Tonnen-Bagger von Hitachi für die gesamten Verladeeinsätze erworben. Doch bevor die PS-Giganten ihre Arbeit aufgenommen haben, wurden die Fahrer im Umgang mit den Maschinen geschult. Denn auch diese Kraftprotze benötigen Pflege und Verständnis, um ihre Leistung und Stärke optimal ausspielen zu können.

Zwei neue 70-Tonnen-Bagger ZX690 von Hitachi verrichten täglich Herkules-Arbeiten. "Die beiden Hitachi verladen das gesamte gesprengte Material zum Abtransport in Muldendumper", berichtet Harald Bayer, Steinbruchleiter bei Bergmann Kalk. "Und das tun sie den ganzen Tag." Das enge Ladespiel verlangt den Maschinen alles ab. 4 m³ fassen die riesigen Löffel, pro Ladespiel verladen die Bagger-Giganten mehrere Tonnen Kalkgestein.

Bevor die Bagger in Dienst gestellt wurden, kam Thomas Kraus nach Azendorf. Kraus arbeitet als Maschinenvorführer in der Kiesel-Niederlassung Himmelkron. Es gehört zu seinen Aufgaben, Bediener in neu erworbene Maschinen einzuweisen. "Diesen Service bieten wir allen Kunden, die bei uns eine Hitachi-Maschine kaufen", so Kraus. Normalerweise besteht eine solche Maschineneinweisung aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. "Bergmann Kalk hatte uns gebeten, die Einführung auf den Praxisteil zu beschränken", berichtet Kraus. "Überhaupt kein Problem. Selbstverständlich passen wir unsere Maschineneinweisung an die Wünsche und die besonderen Bedürfnisse des jeweiligen Kunden an", so Kraus weiter.

Auch ohne "theoretischen Teil" war Kraus einen vollen Tag vor Ort. "Das ist die übliche Dauer", berichtet Maschinenvorführer Kraus. Systempartner Kiesel bietet den Einweisungs-Service zu jedem Neukauf. "So können wir uns selbst versichern, dass die Maschinen sachgemäß und effizient eingesetzt werden. Das ist die Voraussetzung für zufriedene Kunden und es motiviert deren Mitarbeiter", sagt Udo Löffler, Gebietsverkaufsleiter bei Kiesel.

"Geschult wurden die beiden festen Fahrer der ZX690", berichtet Steinbruchleiter Bayer. Zwei Tage nach der Übergabe der 70-Tonnen-Kolosse fand die Schulung in den Steinbrüchen des Unternehmens Bergmann Kalk statt. "Während der Schulung hat man sofort gemerkt, dass Herr Kraus über Experten-Wissen verfügt", so Bayer weiter. "Er kannte sich mit ausnahmslos allen Bedienungs-Details aus." Selbst die kniffligsten Technik-Fragen der Maschinisten habe Kraus beantworten können.

Inhaltlich war die Schulung vielseitig und breit aufgestellt. "Die sachgemäße Wartung und Pflege der jeweiligen Maschine ist ein wichtiger Teil der Einweisung", berichtet Kraus. Abhängig von Typ, Modell und Hersteller können hier große Unterschiede bestehen. Kraus hat den Mitarbeitern und dem Steinbruchleiter gezeigt, wie unter anderem die Kraftstoff-, Kondens- und Ölfilter überprüft, gewartet und ausgetauscht werden. "Außerdem wurde vorgeführt, wie man bei den ZX690-Baggern Ad-Blue richtig einsetzt", so Maschinen-Fachmann Kraus.

Zu jeder Vor-Ort-Fahrerschulung gehören auch Arbeitseinweisungen, die angestimmt sind auf die konkreten Aufgaben, welche die Maschinen beim Kunden erfüllen müssen. "Die optimale Haufwerkshöhe richtet sich nach der Höhe der eingesetzten Baggerlöffel", berichtet Kraus. Den Bergmann-Mitarbeiter riet er, auf eine Höhe des Haufwerks von 3 bis 4 m zu achten.

"Den Fahrern hat die Schulung Spaß gemacht und sie fühlen sich jetzt im Umgang mit den Maschinen sicher", berichtet Steinbruchleiter Bayer. Auch Firmenchef Groppweis zeigt sich begeistert von der Maschineneinweisung. Er will seine Mitarbeiter gerne zu weiteren Fahrertrainings der Firma Kiesel schicken. Diese finden mehrmals pro Jahr statt.

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