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Farbwechsel

HCEE präsentiert neue Markenidentität

Von Jennifer Schüller

Radlader und Bagger aller Tonnenklassen befinden sich als Bestand vor Ort. Um kurzfristig reagieren zu können, hält Hyundai stets ein gewisses Kontingent an Maschinen in Verrebroek vor.

Tessenderlo/Belgien. – Anlässlich der jährlichen Händlerkonferenz von Hyundai Construction Equipment Europe (HCEE) Mitte November am Sitz der Europazentrale im belgischen Tessenderlo präsentierte das süd-koreanische Unternehmen die Maschinen der Stufe-5-konformen A-Serie in einer neuen Optik. Erst kurz zuvor waren die Radlader und Bagger mit neuer Lackierung in Belgien angekommen und vom neuen Logistikzentrum in Verrebroek nahe Antwerpen zum Headquarter gebracht worden – ein Besuch vor Ort.

Gelb sind sie noch, die neuen Hyundai-Maschinen der A-Serie. Allerdings ist der Ton ein anderer als bislang. Er wirkt ein wenig kräftiger, dunkler, ausdrucksstärker – ideal, um das Markenimage zu stärken, so das Unternehmen. Die größte Veränderung bildet jedoch der Farbwechsel von Ausleger und Löffelstiel. Das traditionelle Gelb weicht einem modernen Grau-Grün, welches identisch mit der aktuellen Farbe des Unterwagens ist. "Als wir die Maschinen in der neuen Lackierung unseren Händlern gezeigt haben, waren sie begeistert", sagt Peter Sebold, Produkt-Manager bei Hyundai Construction Equipment Europe. Das Unternehmen verspricht sich von der neuen Farbgebung nicht nur einen höheren Wiedererkennungswert, sondern verfolgt mit der Veränderung des Looks auch einen praktischen Zweck: Auf dem dunkleren Farbton von Löffelstiel und Ausleger seien Verfärbungen durch Öl, Schmutz und Fett weniger sichtbar, erklärt Sebold. Neben der Farbe der Maschine, ändert sich auch die Farbe des Hyundai-Logos auf dem Ausleger. Der Schriftzug ist künftig Weiß. Dies soll der Verbesserung der Sichtbarkeit der Marke und besseren Erkennung der Maschine dienen.

In neuer Lackierung ausgestellt wurde für die Händler Mitte November neben dem 30-Tonnen-Bagger HX300AL der 20-Tonnen-Radlader HL960A. Zusammen mit dem HL940A und HL955A bildet er das "Kickoff"-Trio der Radlader-A-Serie. Sie alle erfüllen nicht nur die europäischen Emissionswerte der Stufe 5, sondern weisen auch eine Vielzahl an technologischen Verbesserunen auf, die laut Hyundai zu einer verbesserten Kraft-stoffeffizienz, größerer Sicherheit, längeren Betriebszeiten und einem besseren Flottenmanagement beitragen.

Für die A-Serie setzt Hyundai auf einen Cummins-B6.-7-Motor mit All-in-One-Abgasnachbehandlungssystem. Aufgrund seiner Diagnoseverbindung mit Hi-Mate und einer DPF-Rußrückstellfunktion zur Reinigung sei er auch einfach zu warten, so Sebold. Das integrierte "Intelligent Work Mode"-Menü ermöglicht dem Bediener drei Motorbetriebsarten: Power, Power Smart und Economy. "So kann der Bediener je nach Anwendung wählen, ob ihm die volle Motorleistung bereitgestellt oder beispielsweise der Kraftstoffverbrauch verringert werden soll", sagt Sebold. Der Power-Smart-Modus ermögliche zum Beispiel geringere Energieverluste und zwischen 3 bis 5 Prozent Kraftstoffeinsparung. Darüber hinaus werde die Motorleistung optimiert, um ein höheres Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen zu erreichen.

Der HL906A wurde bei den Händlertagen erstmals im neuen Look gezeigt. Die Händler seien begeistert gewesen, so Hyundai.

Aufgrund der Form des Cummins-Motors gestaltete Hyundai auch die Motorhaube der Radlader neu. So wurde die Vorderseite der Haube verkürzt und das Endrohr von der rechten Seite zur Mittellinie des Haubenoberteils versetzt. Das Ergebnis: Der Fahrer hat nun eine direkte Sicht auf die Rückseite der Maschine und erhält somit eine bessere Sicht bei Rückwärtsfahrten.

Für ein Plus an Sicherheit sorgt in den Radladern der A-Serie außerdem eine serienmäßig verbaute Rückfahrkamera. Optional ist aber auch ein Rückfahr-Radarsystem erhältlich. Dieses erkennt Unternehmensangaben zufolge Hindernisse innerhalb von 10 Metern egal ob bei Tag oder Nacht. Zusätzlich kann ein AAVM-Vier-Kamera-System verbaut werden. Das Kamerasystem umfasst zwei Hauptfunktionen: AVM (Around View Monitoring) und IMOD (Intelligent Moving Object Detection). Vier Kameras filmen auf jeder Seite der Maschine, sodass das AVM-System einen 360°-Überblick über die Umgebung der Maschine bietet. IMOD zeigt alle Bewegungen rund um die Maschine an. Die Bewegung wird auf dem Monitor angezeigt, indem ein Rechteck um das sich bewegende Objekt gelegt wird oder indem durch Pfeile gezeigt wird, auf welcher Seite die Bewegung erfolgt.

Der HL955A und der HL960A verfügen laut Hyundai zudem über eine erhöhte Hinterachskapazität für eine verlängerte Lebensdauer. Beide Maschinen können optional mit einer Schwerlastvorderachse für Entsorgungsbetriebe und spezielle Branchen bestellt werden. Das All-in-One-Hauptregelventil – eine Kombination aus Fahrtregelventil und EPPR-Ventil – verbessere die Verfügbarkeit, da es weniger Hydraulikschläuche und damit ein geringeres Risiko von Schäden durch Leckagen gebe, so HCEE. Der HL940A und der HL955A sind mit einem neuen parallelen Z-Bar-Gestänge ausgestattet, das einen parallelen Hub und große Rückkippkräfte ermöglicht. Für noch mehr Vielseitigkeit bietet HCEE seine Radladermodelle auch mit verlängertem Laderahmen, ISO-Schnellkupplung sowie zwei spezielle "Toolmaster"-Versionen für Kunden aus den Bereichen Landwirtschaft, Recycling, Abfallbehandlung, Forstwirtschaft oder Industrie zusätzlich zu den Standard-Radladeranwendungen an.

Doch Hyundai Construction Equipment Europe hat bei den Verbesserungen und Erneuerungen auch den Bediener nicht vergessen und sorgt mit einer großzügigen Fahrerkabine mit Premium-Sitz mit Vierwege-Luftfederung und einem elektrohydraulischen, ergonomischen Joystick für einen größeren Bedienkomfort. Optional können die Radlader auch mit einem zweiten Lenkhebel ausgestattet werden. "Diese Funktion wird mittlerweile von vielen Bedienern gewünscht", sagt Sebold. Für einen bequemeren und sicheren Zugang zur Maschine bietet Hyundai nun auch eine Fernbedienung an. "Die Fahrer können per Knopfdruck die Maschinentür öffnen", erklärt Sebold. So sei noch mehr Sicherheit gewährleistet, so der Produkt-Manager.

Blick ins überdachte Lager: Neben den Geräten der "Material Handling"-Sparte, sind dort auch die Minibagger untergebracht.

Neben der Präsentation der großen Maschinen nutzte Hyundai auch die Gelegenheit, die kleinste Maschine im Portfolio – den 1-Tonnen-Minibagger HX10A in einer ganz besonderen Ausführung zu zeigen. Vorgestellt wurde die ultrakompakte Maschine Anfang des Jahres auf der bauma. Mit einem Maschinengewicht von gerade einmal 1000 Kilogramm lässt sich der Kompaktbagger auf einem Standard-Anhänger transportieren und eignet sich für Arbeiten auf geringem Raum wie beispielsweise im GaLaBau oder bei Abbrucharbeiten innerhalb von Gebäuden. Selbst durch eine übliche, 90 Zentimeter breite Tür lasse sich die Maschine bewegen, so Sebold.

Für die Händlerkonferenz hatte sich das HCEE-Team jedoch für die Präsentation des Minibaggers etwas Besonderes einfallen lassen: der HX10A als Elektro-Maschine – allerdings ohne Batterie. Bei dem vorgeführten Minibagger handelte es sich um eine klassische Diesel-Maschine – doch sie kann mittels eines speziellen Anschlusses auch über einen Kompressor betrieben werden. "So kann der Bagger auch auf Baustellen eingesetzt werden, wo eine Zero-Emission-Policy herrscht", sagt Sebold. Von den Händlern seien einige von dieser Option sofort so überzeugt gewesen, dass sie direkt nach Ende der Demonstration eine Maschine bestellt hätten. Abschießend gewährte Sebold noch einen Einblick in die Zukunftspläne von Hyundai und verriet dabei, das Hyundai Anfang 2020 den ersten Umschlagbagger mit hochfahrbarer Kabine in den Markt einführen will. Gedacht ist die Maschine für leichte bis mittelschwere Aufgaben.

Abgerundet wurde die Präsentation für die Fachpresse mit einem Besuch des neuen Logistikzentrums in Verrebroek nahe Antwerpen. Seit einem Jahr befindet sich dieses in Betrieb. Nun wurde es erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Insgesamt erstreckt sich das nahe an der Autobahn liegende Gelände über 32 000 Quadratmetern. Alle Maschinen, die aus Südkorea in Europa eintreffen, machen dort einen Zwischenstopp und werden überprüft und gesichtet. Sind keine besonderen weiteren Arbeiten an der Maschine zu erledigen, werden die Maschinen an ihre neuen Besitzer weitervermittelt. Sollten bei der Bestellung jedoch Sonderwünsche vorliegen, werden diese Arbeiten im Logistikzentrum realisiert. Im sogenannten Workshop-Bereich – der Werkstatt – arbeiten fünf Personen. Drei kümmern sich um die Arbeiten an den Maschinen der "Construction Equipment"-Sparte, zwei sind für die Arbeiten an Gabelstaplern und andern Maschinen der "Material Handling"-Division zuständig. Weitere sechs Personen arbeiten in der Verwaltung und dem Büro im Logistikzentrum.

Insgesamt verfügt HCEE über 20 000 Quadratmeter Lagerflächen für Bagger und Radlader auf dem Außengelände und rund 12 000 Quadratmeter für Flurförderzeuge in einer überdachten Halle an diesem Standort. Wöchentlich erreichen das Logistikzentrum neue Lieferungen aus Übersee, rund 100 Maschinen der Bau-Sparte und 100 Maschinen der "Material Handling"-Sparte werden pro Monat geliefert. Der Bestand vor Ort betrage stets um die 300 bis 400 Maschinen beider Divisionen, um auch kurzfristig auf besonders dringliche Order reagieren zu können, so HCEE.

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