Fischaufstiegsanlagen

Baustoff im Einklang mit der Natur

Betonbau und Stahlbetonbau
Am Standort Echthausen bewältigen die Fische auf einer ca. 180 m langen Strecke über 47 Becken mit einer Höhendifferenz von 5,76 m. Die Fischtreppenaufstiegsanlage in Schwerte-Geisecke besteht aus 58 Becken bei der die Fische auf einer Strecke von ca. 180 m eine Höhendifferenz von 6,18 m überwinden müssen. Foto: Stewering

SCHWERTE (ABZ). - Die europäischen Wasserrichtlinien fordern eine Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit von Gewässerabschnitten, um so die natürliche Wanderung von Fischen und Makrozoobenthosorganismen zu unterstützen. Die Wasserwerke Westfalen investieren aus diesem Grund ca. 4 Mio. Euro in drei Fischaufstiegsanlagen. Die Durchgängigkeit eines Gewässers ist häufig durch Querbauwerke bzw. Stauwehren beeinflusst. So ist die natürliche flussaufwärts gerichtete Wanderung der Fische nicht mehr gewährleistet. Fischaufstiegsanlagen dienen als Wanderkorridor und stellen so die ganzjährige Fischwanderung sicher.

Betonwerk Werste GmbH aus Bad Oeynhausen baut für das von den Wasserwerken Westfalen betriebene Stauwehr Wickede-Echthausen, "Hengsen" in Schwerte-Geisecke und Schwerte-Villigst drei Fischaufstiegsanlagen. Diese werden den behördlichen Vorgaben nach als Schlitzpass gebaut. Ein Schlitzpass ist für die gesamte Gewässerfauna passierbar, d. h. die Wanderung von bodenlebenden Kleinstlebewesen wird sichergestellt. Am Standort Echthausen bewältigen die Fische auf einer ca. 180 m langen Strecke über 47 Becken mit einer Höhendifferenz von 5,76 m. Die Fischtreppenaufstiegsanlage in Schwerte-Geisecke besteht aus 58 Becken bei der die Fische auf einer Strecke von ca. 180 m eine Höhendifferenz von 6,18 m überwinden müssen.

Das Betonwerk Werste liefert hierzu: 113 Stück Stahlbetonfertigteil- Wandelemente mit einer Gesamttonnage von 1295 t. Die bis zu 5,20 m hohen Wandelemente werden einerseits durch bis zu 5 m hohe Erdanschüttungen, andererseits durch die Fluten der Fischaufstiegsanlage belastet. Eine Stabilisierung der bis zu 40 cm dicken Wandelemente findet durch "Einspannung" in die örtlich hergestellte Ortbetonsohlplatte statt.

Für Echthausen werden 29 Stahlbetonfertigteile mit einem Gesamtgewicht von 259 t geliefert. Für Hengsen fertigt Betonwerk Werste 28 Stahlbetonfertigteile mit einem Gesamtgewicht von 296 t und für Schwerte werden 59 Teile mit einem Gesamtgewicht von 740 t geliefert. Das maximale Einzelgewicht eines Wandelementes beträgt 17,5 t.

"Wasserkraftanlagen an Wehren in Fließgewässern, wie hier in Echthausen leisten einen Beitrag zur umweltfreundlichen, regenerativen Energiegewinnung. Für Fische bedeuten Querbauwerke in einem Fluss allerdings häufig das Ende ihrer Reise. Neben bekannten Wanderfischen wie Aal und Lachs unternehmen auch zahlreiche andere Fischarten Wanderungen im Gewässersystem. Fischaufstiegsanlagen, wie sie an den Stauwehren der Wasserwerke Westfalen nun errichtet werden, ermöglichen den Fischen trotz Hindernisse Wanderungsbewegungen zu ihren Laich-, Aufzucht- und Naturgebieten", so Ulrike Hütter Wasserwerke Westfalen.

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