Flexibilität beweisen

Lösungen im laufenden Betrieb umsetzen

Meva Schalungstechnik
Die Sonderkonstruktion von Meva dient zur Abstützung der U-Bahnröhre. Foto: Meva

München (ABZ). – Der U-Bahnhof am Sendlinger Tor gehört zu einem der zentralen Knoten im Münchner Verkehrsnetz. Seit 1971 ist das Bauwerk in Betrieb. Täglich nutzen 150.000 Fahrgäste die Anschlüsse von U-Bahn, Tram und Bussen. Seit 2017 laufen die Bauarbeiten, um das Drehkreuz fit für die Zukunft zu machen. Meva ist mit einem breiten Spektrum an Systemen und Know-how dabei. Andreas Scherzl von Meva zeigt auf die Risse im Gewölbe der U-Bahn, knapp 20 m unter dem Grundwasserpegel: "Die letzten 48 Jahre haben an der Substanz des Bauwerks genagt. Der Beton ist durch Sickerwasser geschädigt." Nur wenige Meter von der massiven Sonderkonstruktion für eine Ulmenverstärkung (Stützbetonage) entfernt, rauscht die U2 an den Bahnsteig. Alle Arbeiten zur Sanierung erfolgen im laufenden Betrieb. So auch die Tunneldurchbrüche zwischen den zwei Bahnsteigen, für deren Abstützung Meva eigene Sonderlösungen entwickelt hat. An der viel befahrenen Kreuzung am Sendlinger Tor finden sich seit Baubeginn einige Baugruben. Der Straßenverkehr wurde umgeleitet und der ÖNV läuft ebenfalls weiter. "Für das komplexe Projekt bedeutet die Umsetzung im laufenden Betrieb einen großen Spagat zwischen Termintreue, Logistik, Sicherheit und Platzbedarf", so die Aussage der ausführenden Baufirma Züblin. Die Option, auch nur Teile des Verkehrsknotenpunkts im staugeplagten München vorübergehend stillzulegen, kam für den Bauherrn, die Stadtwerke München, nicht infrage.

Vier Durchbrüche wurden zwischen der Bestandstunnelröhre und der Baugrubenwand im Schutze einer aufwendigen Vereisung im Sieben-Tage-Betrieb mit Tag- und Nachtschicht durchgeführt. Für die Herstellung der Durchbrüche kamen Schalungssysteme und Rüstung von Meva zum Einsatz. "Neben den oberirdischen Baumaßnahmen mit den Stützböcken STB 450 war wohl unsere Sonderkonstruktion für die Abstützung der U-Bahnröhre bisher der interessanteste Bauabschnitt", erinnert sich Andreas Scherzl an den Herbst 2017. Um den steigenden Fahrgastzahlen gerecht zu werden, wurde die unterirdische Verbindung zwischen den Bahnsteigröhren der U-Bahn um zwei Verbindungstunnel erweitert. Die Umsetzung erfolgte im laufenden Betrieb und z. T. auch nachts, wenn keine Bahnen fahren. Zur Sicherung der Tunnelwände und -decken lieferte Meva eine Sonderkonstruktion für die Stützbetonage der neuen Tunnelein- und -ausgänge. Schon die Anlieferung und Montage der Konstruktion sei knifflig gewesen, so das Unternehmen. Richtig spannend sei es jedoch bei der Betonage geworden. Dabei wurde der Beton über einen speziellen Transportwagen über die U-Bahn-Gleise angeliefert und in die Schalungen verfüllt.

Entsprechend den jeweiligen Anforderungen kommen neben diversen Sonderkonstruktionen noch drei weitere Meva-Systeme zum Einsatz: Für die Betonagen in den großen Baugruben der Sonnenstraße bewähren sich Meva zufolge die Stützböcke STB 450. Gerade bei Schalungshöhen von bis zu 7,5 m zahle sich die Flexibilität des Systems aus, denn die Aufsätze des STB 450 ließen sich einfach aufstocken. So könne das System unter der Baugrubenaussteifung flexibel an die Höhe angepasst werden. Einen großen Pluspunkt im komplexen, teilweise unterirdischen Baubetrieb böten die Meva-Schalungen AluStar und StarTec, so das Unternehmen. Die Systeme seien zu 100 % kompatibel und verbänden als Produktfamilie kranunabhängige Aluminium- und großformatige Stahlschalungen. Gerade für Bauabschnitte unter der Decke böten sich dank der agilen Handhabung somit große Vorteile.

Die Bauarbeiten rund ums Sendlinger Tor laufen noch bis April 2020. In diesem Jahr beginnen die Hochbauarbeiten für den Eingangsbereich des U-Bahnhofs am Sendlinger-Tor-Platz, bei dem auch wieder zahlreiche Sonder- und Standardlösungen aus dem umfangreichen Meva-Systemsortiment zum Einsatz kommen werden.

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