Flexible Kraftpakete für vielfältige Anwendungen

Volvo CE stellt neue E-Serie Bagger vor

Dank des besonders robusten, zweiteiligen Auslegers mit hoher Hubleistung und über 10 m Reichweite bewältigt der neue EW220E auch anspruchsvolle Aufgaben problemlos.

Im Rahmen eines internationalen Presse-Events am Produktionsstandort Konz präsentierte Volvo Construction Equipment (Volvo CE) kürzlich drei neue Bagger der E-Serie. Auf der Veranstaltung äußerten sich EMEA-Präsident Carl Slotte und Deutschland-Geschäftsführer Matthias Keller zudem über aktuelle und künftige Herausforderungen.

Konz (rb). – Seit knapp einem Jahr leitet Carl Slotte als Präsident von Volvo CE die Geschäfte im Vertriebsgebiet Europa, Mittlerer Osten und Asien (EMEA). In seiner relativ neuen Funktion könne er auf 22 Jahre Erfahrungen in der Baumaschinenbranche zurückgreifen, wie er in seiner Begrüßungsrede erklärte. Dabei hob er auch die aktuell besonders hohe Bedeutung des europäischen Marktes für Volvo CE hervor. Europa mache derzeit etwa 25 % des weltweiten Baggerverkaufs aus. Zudem habe das Unternehmen seine Marktanteile bei Mobil- und Raupenbaggern in diesen Märkten zuletzt stark steigern können – um 10 % bei den schweren Mobilbaggern sowie um 6 % bei den schweren Raupenbaggern.

Neue Herausforderungen

Die gestiegene Nachfrage in Europa und speziell auch in Deutschland stellt auch die Produktion am Standort Konz vor neue Herausforderungen, ergänzte Matthias Keller, Geschäftsführer von Volvo CE Germany. In Konz, einem von insgesamt acht Baggerwerken des schwedischen Baumaschinenherstellers, wurden 2016 rd. 4000 Maschinen produziert. Dieses Jahr sollen es noch einmal deutlich mehr werden. Aktuell verlassen sieben bis acht Bagger am Tag das Fließband. Zu Beginn seien es einmal zwei Maschinen am Tag gewesen. Entsprechend viel sei zuletzt in die Erweiterung der Produktion vor Ort investiert worden, so Keller.

Doch nicht nur die Nachfrage entwickle sich rasant, so Slotte, auch die Anforderungen an Baumaschinen verändern sich derzeit stark. Mit dem zunehmenden Wachstum der Städte verlagere sich der Bau mehr und mehr in den urbanen Raum. Derweil sehe sich die Industrie immer kürzeren technologischen Entwicklungszyklen gegenüber. Aktuell versprechen v. a. drei zeitgleich stattfindende Trends die Branche maßgeblich zu verändern: Automatisierung, Vernetzung und Elektromobilität. All diese Entwicklungen seien für Volvo CE Schlüsseltechnologien bei der Umsetzung dessen, was sich das Unternehmen als Kernwerte gesetzt hat: Mit nachhaltigen Produkten den Herausforderungen des demografischen und klimatischen Wandels zu begegnen – "Building the Future", wie es bei Volvo heißt. Der Hersteller fasst das in der sog. "Triple Zero"-Vision (dt.: dreifach Null) zusammen, die der Entwicklung neuer Maschinen zugrunde liegt: null ungeplante Stops, null Unfälle und null Emissionen.

Speziell im Bereich der Elektromobilität könne Volvo CE auf den Innovationsvorsprung der Konzerngruppe mit elektrisch betriebenen Bussen zurückgreifen. Erst kürzlich präsentierte der Hersteller den Prototypen eines vollelektrischen Kompaktbaggers. Bevor derartige Technologien jedoch zur Marktreife gelangen, gelte es, bestehende Produktreihen für die Zukunft fit zu machen. Entsprechend präsentierte Volvo CE in Konz nun drei konventionelle Bagger-Modelle, die sich jedoch durch neue Features und Leistungsoptimierungen für künftige Herausforderungen empfehlen.

Mit dem EW170E hat Volvo CE auf die steigende Nachfrage nach Kurzheck-Mobilbaggern reagiert.

Frisch aus der hochmodernen Produktschmiede des südkoreanischen Werks Changwon kommt der ECR355E. Der neue 35 t-Kurzheck-Raupenbagger von Volvo CE zeichnet sich dem Hersteller zufolge vor allem durch eine 10 % höhere Kraftstoffeffizienz bei gesteigerte Grab- und Hubkraft aus.

Kurzheckbagger ECR355E

Frisch aus der hochmodernen Produktschmiede des südkoreanischen Werks Changwon kommt der ECR355E. Der neue 35 t-Kurzheck-Raupenbagger von Volvo CE zeichnet sich dem Hersteller zufolge vor allem durch eine 10 % höhere Kraftstoffeffizienz bei gesteigerter Grab- und Hubkraft aus. Maßgeblich hierfür seien der Stufe 4-D8-Motor von Volvo (180 kW), der bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment liefere, sowie die hochentwickelte Elektrohydraulikanlage, die bei allen Einsparungen und Leistungssteigerungen zugleich ein schnelles und feinfühliges Arbeiten ermögliche. Nützliche Features wie die Auslegerschwimmfunktionen sorgen dabei zusätzlich für kürzere Taktzeiten. Für eine hohe Leistung bei geringen Betriebskosten wurde der ECR355E mit dem integrierten Volvo-Betriebsartensystem ausgestattet. Der Fahrer kann dabei die beste Betriebsart für die anstehende Arbeit auswählen. Der neue Eco-Modus verbessere dank neuer elektronischer Pumpensteuerung die Kraftstoffeffizienz zusätzlich.

Mit seiner gesteigerten Hub- und Grabkraft empfiehlt sich der ECR355E insbesondere für Arbeiten im Tiefbau. Zahlreiche Ausstattungsvarianten und Zusatzausrüstungen sorgen für die nötige Flexibilität unter wechselnden Bedingungen. Der ECR355E ist für eine besonders hohe Verfügbarkeit und lange Lebensdauer ausgelegt mit einem Unterwagen mit Kreuzrahmen, Stützrollen aus geschmiedetem Stahl sowie einem robusten Ausleger und Stiel. Weit öffnende Klappen gewähren vom Boden aus ungehinderten Zugang zu wichtigen Wartungspunkten wie Druckmesser, Filter oder Kühlerpaket. Für Abbruch- und sonstige Arbeiten mit hoher Beanspruchung hat Volvo Verstärkungs- und Schutzpakete im Angebot.

Dank seiner kompakten Größe lasse sich die Maschine problemlos an einen neuen Arbeitsort transportieren. Optional gibt es das Modell auch mit einem schmalen und langen Kettenlaufwerk für zusätzliche Mobilität. Ein nützliches Feature ist auch die sog. Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMS), ein elektronisches System, mit dem die Bediener über einen Monitor und ein Tastenfeld Funktionen und Einstellungen ganz an ihre Bedürfnisse anpassen können. Für die nötige Übersicht außerhalb der Maschine sorgen die großen Fenster und schmalen Säulen der Rops-zertifizierten Kabine sowie die optionale "Volvo Smart View"-Funktion, die über vier Außenkameras eine Gesamtansicht der Maschine aus der Vogelperspektive auf das Display des Bedieners bringt.

Auch die neuen Mobilbagger EW220E und EW170E (Kurzheck) zeichnen sich laut Hersteller durch gesteigerte Robustheit, max. Flexibilität, einen hohen Bedienerkomfort und eine präzise Bewegungssteuerung aus. Neu ist hier die sog. "Comfort Drive Control"-Funktion (CDC), die künftig in allen neuen Mobilbaggern bei Volvo angeboten werden soll. CDC ermöglicht es dem Fahrer, die Maschine bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h nur mit dem Proportionalschieber für den Zeigefinger am Joystick zu lenken. Beim EW220E ist es zusätzlich möglich, die Option CDC auch ohne Lenkrad zu bestellen. Dies ist allerdings nicht in Kombination mit Straßenzulassung möglich. Weiterhin lassen sich das Schild und die Abstützung optional mit dem Joystick steuern.

Durch seine zahlreichen flexiblen Konfigurationen und Anbaugeräte ist der EW220E äußerst vielseitig einsetzbar. Der werksseitig montierte Steelwrist-Tiltrotator ermöglicht dabei max. Kontrolle. Die optionalen zusätzlichen Leitungen sorgen für einen optimalen Durchfluss und Druck bei der Bedienung von Anbaugeräten, die einen Durchfluss in eine oder zwei Kreise benötigen. Die Kunden haben zudem die Wahl zwischen verschiedenen hochwertigen Einzel- und Zwillingsreifen für unterschiedliche Bodenverhältnisse.

Mit dem EWR170E hat Volvo CE nach eigener Aussage auf die wachsende Nachfrage nach Kurzheck-Mobilbaggern reagiert. Neben den bereits genannten Features CDC und Volvo Smart View kann die Maschine ebenso wie der EW220E mit der bewährten automatischen Grabbremse von Volvo ausgerüstet werden. Dabei wird automatisch die Betriebsbremse betätigt und die Pendelzylinder der Lenkachse verriegelt, wenn die Maschine stillsteht. Für max. Stabilität beim Fahren mit hoher Geschwindigkeit auf rauem Untergrund sind beide Bagger optional mit einer Auslegerdämpfung (BSS) lieferbar. Einmal angeschaltet, wird diese automatisch bei 5 km/h aktiviert, und sie deaktiviert sich unter 5 km/h selbsttätig wieder. Die Auslegerfederung bietet dem Fahrer max. Komfort und gewährleistet darüber hinaus ein sicheres Fahrverhalten bei unebenen Geländefahrten.

Der EWR170E kann individuell mit den 2,5 m breiten Standardachsen oder für eine noch bessere Standfestigkeit mit einer 2,75 m breiten Achse und Schar ausgerüstet werden. Ebenso wie beim EW220E besteht zudem die Option einer Anhängerkupplung.

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