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Fliegl Fahrzeugbau

Nachhaltige Konstruktion für mehr Ökonomie

Geringes Leergewicht bedeutet mehr Nutzlast. Mehr beförderte Ladung pro Fahrt sorgt für effizienten Kraftstoffverbrauch. Mit den "Greenline"-Kippern werden Kosten minimiert und der Umweltschutz maximiert.

Triptis (ABZ). – Fahrzeuge für das Baugewerbe müssen viele Anforderungen erfüllen. Auf dem Stand FN 826/1 im Freigelände Nord zeigt Fliegl, wie diese Anforderungen nachhaltig in einem Kippauflieger realisiert werden können.

Die konisch geformte Mulde aus Original Hardox HB 450 ist mit der schrägen Stirnwand optimal auf das "Curved"-Chassis abgestimmt. Diese Kombination ermöglicht nach Unternehmensangaben eine hohe Stabilität und bedeutet gleichzeitig eine gute Gewichtsbilanz. Darüber hinaus ist durch die konische Bauform ein geringerer Kippwinkel erforderlich, um eine optimale Entleerung des Ladeguts zu gewährleisten.

Die wannenförmige Mulde ist nur 1450 mm hoch. Somit wird ein niedriger Schwerpunkt gewährleistet, die geringe Ladehöhe erleichtert die seitliche Beladung und die Oberkante der Mulde überragt nicht die Zugmaschine, was den Verbrauch deutlich minimiert.

Das auf der Messe vorgestellte Fahrzeug wiegt trotz der umfangreichen Ausstattung und einem Volumen von rd. 25 m³ nur ca. 5500 kg und zählt damit zu den Leichtgewichten in diesem Segment.

Sattelkipper mit einer Stahl-Halbschalenmulde kommen immer dann zum Einsatz, wenn optimale Nutzlast in Verbindung mit schwerem Gelände und anspruchsvollen Ladungen wie Geröll oder harter Abbruch gefordert wird. Bei dem gezeigten Fahrzeug wurden zur bauma viele Details verändert, die in der Summe für echten Kundennutzen stehen.

Der Stone Master überzeugt demnach durch innovative Details. So hat Fliegl als erster Hersteller das patentierte "Curved"-Chassis in die Serienfertigung übernommen. Mit allen bekannten Vorteilen, die der Stahlbau im Chassis bietet, ist das "Curved"-Chassis fast gewichtsgleich im Vergleich zu einem teuren und anfälligen Alu-Chassis. Durch die geringe Halshöhe von nur 180 mm verringert sich die Gesamthöhe des Aufbaus – der Ladungsschwerpunkt ist damit tiefer und sorgt so für mehr Fahrsicherheit und Kippstabilität, so der Hersteller.

Dieser Sattelkipper ist in erster Linie für den Baustellenbetrieb, im Abbruch und für die Beförderung von Geröll, Schotter und z. B. schweren Fluss-Steinen ausgelegt. Kurze Strecken, hochfrequente Kippzyklen bei extremen Beanspruchen werden vom "Curved"-Chassis gleichermaßen locker weggesteckt wie von der robusten Mulde aus Original Hardox HB 450.

Doch auch auf der Langstecke bringt der DHKS 390 seinem Nutzer Vorteile. Die Verbindung der "Curved"-Chassis-Form und der konisch geformten Mulde sowie der nach außen gewölbten Membran-Rückwand sorgen für einen hervorragenden CW-Wert und verringern so die Kraftstoffkosten. Hinzu kommt, dass die geringe Muldenhöhe von nur 1450 mm nicht über die Kabine der Zugmaschine herausragt und so zusätzlicher Luftwiderstand verringert wird. Eigene Messungen haben alleine dadurch eine Verringerung des Verbrauchs von 8 % ergeben.

Ein weiteres Highlight ist der automatisch klappbare Unterfahrschutz, der durch eine robuste Pneumatik automatisch beim Kippvorgang angehoben wird. Zusätzlich kann der Fertiger-taugliche Unterfahrschutz auch noch manuell angehoben werden – keine Selbstverständlichkeit.

Die um 21° geneigte Stirnwand erleichtert die Entladung auch von bindigen Gütern und sorgt für eine bessere Gewichtsverteilung. Die automatisch geschaltete Liftachse, zusätzlich aus der Zugmaschine schaltbar, kann auch als Anfahrhilfe eingesetzt werden. Durch das Liften erhöht sich der Satteldruck und die Zugmaschine findet auch bei schlüpfrigen Boden genug Grip.

Neben der robusten Technik ist auch der Faktor Umwelt und Nachhaltigkeit wichtig: die "Curved"-Chassis werden komplett in Triptis gefertigt – somit entfallen Transportwege. Hier zeigt sich erneut, das Fliegl bereits in der Konstruktion Wert auf Nachhaltigkeit legt und diesen Gedanken auch stringent lebt: Ökonomie und Ökologie gehen Hand in Hand und führen so zu Effizienz.

Viele weitere Punkte sprechen laut Hersteller für das "Curved"-Chassis. Neben der hohen Stabilität ist das Aufsatteln deutlich einfacher, da der kritische Bereich besser einsehbar ist. Eine Achslasterkennung im Auflieger, gesteuert über das EBS, informiert den Fahrer im Fahrerhaus zuverlässig über das Ladungsgewicht.

Bei dem im Aufbau verwendeten Stahl wird ausschließlich Original Hardox HB 450 eingesetzt. Dies bedeutet eine gute Abriebfestigkeit auch bei abrasiven Ladungen und steht gleichzeitig für ein geringes Gewicht. Bei dem ausgestellten Sattelkipper sind die Wände und der Boden durchgehend 4 mm stark, im besonders beanspruchten letzten Drittel ist der Boden 5 mm dick. Außerdem wird im Bereich des Obergurtes das Hardox mit 4 mm Stahl unterfüttert. Dies ergibt einen wirksamen Schutz vor Beschädigungen beim Ladevorgang.

Die für Fliegl Trailer typische Membran-Rückwand ist als Pendelklappe ausgeführt und wird mit zwei außen liegenden Haken verriegelt. Falls erforderlich, sorgen zwei zusätzliche Klemmschrauben mit Knebelverschlüssen für eine perfekte Abdichtung der Heckklappe. Auch bei den Sattelkippern werden die Achsen per Laser eingemessen. Dies vermindert den Verschleiß und minimiert die Kraftstoffkosten, heißt es von Unternehmensseite. Der auf der Messe gezeigte Sattelkipper ist mit vielen Optionen ausgerüstet, die im täglichen Einsatz einen hohen Nutzwert haben und dem Fahrer das Arbeiten erleichtern. Dazu zählen eine Voll-LED-Beleuchtung und zusätzliche Rückfahrscheinwerfer in LED. Der automatische Achslift mit Anfahrhilfe ist gleichermaßen hilfreich wie die automatische Absenkung beim Kippvorgang.

Das elektrische Schiebeverdeck kann am Auflieger und mit einer Fernbedienung betätigt werden. Schaufel- und Besenhalter sind griffgünstig montiert, gleichermaßen wie seitlich montierte Aufstiegsleiter. Viele weitere Optionen runden die Ausstattung ab, ohne das Gewicht nach oben zu treiben.

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