Folgen der Unwetterkatastrophe

Abfallflut mit Wochenendschichten bewältigt

Leimbach/Bitburg (ABZ). – Anfang Juli 2021 erlebte Westeuropa eine Hochwasserkatastrophe mit schweren Sturzfluten und Überschwemmungen in mehreren Flussgebieten.
Wo früher etwa zwei Lkw-Ladungen pro Tag abtransportiert wurden, verladen die Mitarbeitenden jetzt durchschnittlich sieben Lkw-Ladungen pro Tag. Das zerkleinerte Material wird anschließend verschiedenen Aufbereitungsanlagen zur thermischen oder stofflichen Verwertung zugeführt. Foto: Arjes

Im Nordosten der Eifel wirkte sich das Hochwasser besonders verheerend aus. Dort wurden zahlreiche Ortschaften und Gemeinden in Mitleidenschaft gezogen wurden. Viele Häuser wurden unterspült, von den Fluten mitgerissen und beschädigt. Straßen, Brücken und andere wichtige Infrastruktureinrichtungen wurden zerstört. Nach den unmittelbaren Hilfs- und Rettungsmaßnahmen stehen noch immer die Aufräumarbeiten und der Wiederaufbau im Vordergrund, welche nach Einschätzung von Expertinnen und Experten noch einige Monate andauern könnten.

Die Firma Remondis – laut eigener Aussage einer der weltweit größten Dienstleister für Recycling, Service und Wasser – wurde beauftragt, die Entsorgung und Abfallbehandlung der Krisenregion um Bitburg und der Vulkaneifel zu übernehmen. Eine enorme Herausforderung, welche der Niederlassung Bitburg übertragen wurde. Tag für Tag trafen tonnenweise Lkw-Ladungen auf dem Gelände der Betriebsstätte ein, die es nun zu verarbeiten gilt. Die Verantwortlichen mussten eine schnelle und unkomplizierte Lösung finden, um diese Flut an Abfällen zu bewältigen.

Nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Thomas Hayn von Arjes konnte kurzfristig eine Mietvereinbarung für eine Maschine des Typs VZ 850 DK getroffen werden. Ausgestattet mit einem 565 kW starken Volvo-Penta-Dieselmotor, einer Paddelwellenkonfiguration mit asynchronem Wellenlauf, zwei Kipptrichtern für eine bessere Materialzuführung, einem verlängerten Austragsband – inklusive Überbandmagnet –, einem Kettenfahrwerk und einer bedienerfreundlichen Funkfernsteuerung wird der Zweiwellenzerkleinerer direkt auf dem Recyclinghof in Bitburg eingesetzt. Seit Ende Juli 2021 lieferten die Mitarbeitenden bereits mehr als 3000 t Material aus der Krisenregion an.

Aufgrund des deutlich höheren Aufkommens als bisher vermutet, musste die Maschine auch Wochenendschichten einlegen, um die Masse an Abfallmaterial bewältigen zu können.

"Mit dem VZ 850 DK zerkleinern wir rund 20 Tonnen pro Stunde an Haus- und Gewerbemüll, Schwemmholz und sonstigen Mischmaterial, das wir aus den Katastrophengebieten erhalten", erläutert Mersiha Jupic vom Vertriebsinnendienst der Remondis-Betriebsstätte in Bitburg. "Dank der effektiven Volumenreduzierung durch den Arjes-Shredder sparen wir zudem erhebliche Transportkosten ein. Wo früher etwa zwei Lkw-Ladungen pro Tag abtransportiert wurden, verladen wir jetzt durchschnittlich sieben Ladungen pro Tag. Das zerkleinerte Material wird anschließend verschiedenen Aufbereitungsanlagen zur thermischen oder stofflichen Verwertung zugeführt."

Auch Maschinenführer Horst Hendle, der seit 23 Jahren im Unternehmen arbeitet, ist mit dem VZ 850 DK mehr als zufrieden. "Neben der kraftvollen Leistung des Zweiwellenzerkleinerers überzeugt mich vor allem die einfache Bedienung bei meiner täglichen Arbeit mit dem Arjes-Shredder", erklärt er und fährt fort: "Dank der asynchron laufenden Werkzeugwellen wird das gemischte Material zuverlässig zerkleinert und sogar Verstopfungen verhindert. Sollten sich doch einmal ein paar Folien oder andere Materialien verfangen, sorgen ein paar Ladungen Altholz dafür, dass sich die Werkzeugwellen wie von selbst reinigen. Wenn es nach mir ginge, könnte der VZ 850 DK gerne über den vereinbarten Mietzeitraum hinaus bei uns im Einsatz bleiben."

Die Remondis-Niederlassung in Bitburg dient in erster Linie als Umschlagplatz für Biomasse, Altholz, Dämm- und Mischmaterial, Papier, Folien, Baumischabfall und Gips. Mit rund 90 Mitarbeitenden und etwa 35 bis 40 kommunal sowie gewerblich genutzten Nutzfahrzeugen ist das Team täglich auf den Straßen der Eifel unterwegs, um für die Sammlung und den Abtransport der Region zu sorgen. Seit Ende Juli 2021 lieferten die Mitarbeitenden bereits mehr als 3000 t Material aus der Krisenregion an.

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