Forschungsprojekt im Fertigteilbau-Bereich nutzen

"Augmented Reality"

Menden (ABZ). – "Insiter" ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des EU-Förderprogramms "Horizon 2020". Das Architekturbüro 3L aus Menden ist einer von drei deutschen Partnern in diesem Projekt, bei dem insgesamt 14 europäische Organisationen beteiligt sind.

Ziel des vierjährigen Projektes ist es, die Bauqualität besonders im Hinblick auf Energieeffizienz und die Kosteneffizienz im Fertigteilbau zu steigern. Um dies zu erreichen, wird die Baustellenlogistik mit innovativen Mitteln optimiert. Die Schlüsselinnovation des Projektes ist die Integration von computergestützter Erweiterung der Realitätswahrnehmung (Augmented Reality) in den Bauprozess: Vor und während der Montage von Bauteilen wird unter Zuhilfenahme von im Projekt entwickelter neuer Soft- und Hardware die Qualität der Bauteile durch (Selbst-)Prüfung sichergestellt. Augmented Reality wird so eingesetzt, heißt es vonseiten des Architekturbüros, dass vor Ort ein virtuelles Gebäudemodell (BIM) mit dem realen Gebäude inklusive der Einbettung in die Umgebung in Echtzeit überlagert wird und die Qualitätslücke zwischen Planung und Ausführung beseitigt wird. Die Funktionsweise der Instrumente ist ähnlich wie bei Computertablets leicht und intuitiv zu erfassen, so dass sie auch von Laien gut zu bedienen sind und die korrekte Montage derart vereinfacht wird, dass Fehler ausgeschlossen werden.

Durch "Insiter" wird insbesondere ausgeschlossen, dass fehlerhafte Bauteile zur Baustelle transportiert oder eingesetzt werden, oder Bauteile an falschen Stellen oder in der falschen Weise verbaut werden. Die im Projekt "Insiter" angestrebte Kosteneffizienz und Qualität im Fertigteilbau liegt in der Vermeidung von teuren und zeitraubenden Rücktransporten oder Nachbesserungen bereits verbauter oder sogar schon überbauter oder vor Ort weiterbehandelter fehlerhafter Teile. Hier gilt die Regel, dass je später ein Schaden am Bau entdeckt wird, desto aufwändiger und teurer ist dessen Beseitigung. Natürlich ist in diesem Zusammenhang die Vermeidung von juristischen Auseinandersetzungen, die mit diesen Fehlern zusammenhängen ein zusätzlicher erheblicher Gewinn. Durch "Insiter" werden die zunächst nur theoretischen planerischen Potenziale von mit Fertigteilen hergestellten Gebäuden gerade auch in Bezug auf Energieeffizienz durch voll ausgeschöpft und verwirklicht, da die Innovationen in der gesamten Prozesskette (Planung-Vorfertigung-Zusammenbau-Instandhaltung) angewendet werden und alle Akteure eingebunden sind.

Die drei wissenschaftlichen und technologischen Hauptziele von Insiter sind

  • Schließen der Lücke zwischen Planung und Realisation in Bezug auf Bauqualität und Energieperformance durch Verbindung des virtuellen Gebäudemodells mit dem tatsächlichen Bauwerk durch AR.
  • Entwicklung eines robusten und gleichzeitig intuitiv zu bedienenden Werkzeugsatzes -Software und Hardware- zur Bauteil- und Montageüberprüfung bei allen Arbeitsprozessen.
  • Entwicklung von innovativen Protokollen und Leitfäden zur Bauteilprüfung und –Montage für alle Akteure im Bauprozess.

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