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Forschungsprojekt

Knauf erprobt klimafreundlichen Hybrid-Lkw

Knauf-Gruppengeschäftsführer Christoph Dorn übernahm kürzlich einen symbolischen Schlüssel für den Plug-in-Hybrid Lkw aus den Händen von Stefan N. Ziegert, Product Manager Alternative Transportlösungen bei der Scania Deutschland GmbH.

Griesheim (ABZ). – Im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesumweltministeriums auf der A 5 bei Darmstadt erprobt Knauf drei Jahre lang einen Lkw mit zuschaltbarem Elektroantrieb. Das Bundesumweltministerium will mit verschiedenen Partnern im Rahmen des Projekts "Elektrifizierter, Innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen" (ELISA) herausfinden, wie klimafreundlich Straßengüterverkehr sein kann. Die A 5 zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Darmstadt/Weiterstadt ist eine von drei Pilotstrecken in Deutschland. Knauf ist einer von fünf Logistikpartnern, die hier drei Jahre lang ein Fahrzeug im Realbetrieb erproben.

Die spezielle 2-Achs-Sattelzugmaschine nahm das Unternehmen kürzlich in Griesheim von Hersteller Scania in Empfang. Als Plug-in-Hybrid Lkw ist sie mit einer speziellen Antriebstechnologie ausgestattet. Sensoren im Dach des Führerhauses erkennen, wenn sich der Schwerlast-Lkw mit 3-Achs-Sattelauflieger auf der Teststrecke bewegt. Der Stromabnehmer wird daraufhin ausgefahren und versorgt den Elektromotor der Zugmaschine über die Oberleitung mit Strom. Die zwei mitgeführten Batterien laden währenddessen auf. Parallel werden alle relevanten verkehrstechnischen, ökologischen und ökonomischen Daten aufgezeichnet.

Im Auftrag des zur Knauf Gruppe gehörenden Unternehmens Richter System wird der Truck von Griesheim aus Baustoffhändler in der Region Rhein-Main mit Profiltechnologie für den Trockenbau versorgen. Das vielfrequentierte Teilstück der A 5 mit einem hohen Anteil an Gütertransport im Nah- und Regionalverkehr sei für das Projekt prädestiniert, erläutert Dörte Maltzahn, die bei Knauf das Projekt verantwortet. "Auch wenn die Teststrecke vergleichsweise kurz ist, erwarten alle Beteiligten grundlegende Erkenntnisse zur Perspektive von alternativen Antrieben im Schwerlastverkehr", sagt sie. Bis zu vier Fahrten täglich soll der Lkw entlang der Teststrecke absolvieren. Der Strom für die Pilotanlage stammt aus erneuerbarer Energie. Die Fahrzeuge fahren im Bereich der Oberleitungsanlage und im Batteriebetrieb klimaneutral. "Das Pilotprojekt passt sehr gut zu unserem Anspruch, verantwortungsvoll mit allen Ressourcen umzugehen", sagt Knauf-Gruppengeschäftsführer Christoph Dorn.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 28/2020.

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