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Forschungsprojekt zu neuen Werk- und Hybridbaustoffen

Studie untersucht günstigen Bau mehrstöckiger Häuser

Diskutierten über Forschung im Massivbau für den schnellen und wirtschaftlichen Bau von Häusern und Wohnungen (v. l.): Karl Wiebel vom bayerischen Bauministerium, Peter Hülsen vom Bayerischen Ziegelindustrie-Verband (BZV), Staatsekretär Josef Zellmeier, LB-Inhaber Thomas Bader, Bundestagsabgeordneter Florian Oßner und Yves Knoll von der BZV-Geschäftsführung.

Vatersdorf (ABZ). – Bayerns Baustaatssekretär Josef Zellmeier, Bundestagsabgeordneter Florian Oßner und Vertreter des bayerischen Bauministeriums haben sich kürzlich bei einem baupolitischen Gespräch am Hauptsitz der Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke in Vatersdorf mit LB-Inhaber Thomas Bader und dem Bayerischen Ziegelindustrie-Verband über Forschung und Innovation in der Bauwirtschaft ausgetauscht. Zentrales Thema war ein neues Forschungsprojekt zum sicheren, schnellen und wirtschaftlichen Bau mehrstöckiger Häuser in massiver Ziegelbauweise. Das Projekt soll dabei helfen, die staatliche Wohnungsbauoffensive zur Schaffung von mehr Wohnraum in den kommenden Jahren zügig umzusetzen.

"Wir planen in Kooperation mit dem Bayerischen Ziegelindustrie-Verband eine wissenschaftliche Studie zu günstigem und fortschrittlichem Bauen in die Höhe mit modernen Ansätzen für das Mauerwerk", sagte Bader, der auch Sprecher des Netzwerks innovativer Massivbau Bayern ist. Dabei solle u. a. die Funktion von neuen Werk- und Hybridbaustoffen untersucht werden. Die Ergebnisse sollen in die Normung und Zulassung von Produkten der Baustoffindustrie einfließen. "Wegen des großen Wohnraummangels in den Ballungsräumen müssen künftig flächendeckend höhere Gebäude auf kleineren Flächen gebaut werden", erklärte Bader. "Mit diesem Forschungsprojekt soll deutlich werden, welche tragende Rolle der moderne Massivbau dafür spielen kann."

Staatssekretär Zellmeier schloss sich diesem Ansatz an: "Der Massivbau mit Ziegel hat in Bayern einen Marktanteil von knapp 70 %. Bei der Studie geht es darum, die Realität auf dem Bausektor wissenschaftlich zu untermauern." Bau- und Infrastrukturpolitiker Oßner ergänzte: "Wenn wir das von der Bundesregierung gesetzte Ziel von 1,5 Mio. zusätzlichen Wohnungen in Deutschland bis 2021 erreichen wollen, brauchen wir Initiativen wie diese – gerade auch für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Region Landshut."

Das Bauen wird laut Bader grundsätzlich immer teuer. U. a. wegen steigender Herstellungskosten, längeren Genehmigungsverfahren und höheren Energieeinsparvorgaben. Die Branche investiere aber regelmäßig, um Produkte zu entwickeln, damit auch künftig wirtschaftlicher und schneller gebaut werden könne. "Darum ist der Ziegel heute mehr als nur ein Baustoff. Er ist ein High-Tech-Produkt, das wir noch besser machen wollen."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 49/2018.

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