Fräsdienstleister besorgt

Dramatische Steigerung der Betriebskosten

NIEDERDÜRENBACH (ABZ). - Die Fräsdienstleister, meistens als Subunternehmer großer Bauunternehmungen im Einsatz, geraten derzeit unter enormen wirtschaftlichen Druck. Darauf macht der Verband Europäischer Straßenfräsunternehmungen (VESF), Niederdürenbach, aufmerksam. Grund seien merklich gestiegene Rohstoffpreise. Seit Monaten verteuerten sich die Werkzeuge, sogenannte Fräsmeißel, kontinuierlich und erreichten bisher ungekannte Höhen, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Dahinter stecke ein Preisanstieg des Hartmetalls Wolfram. Dieses Material verleihe den Spitzen der Fräsmeißel die erforderliche Härte. Auf einer Fräse seien zwischen 50 und 1000 dieser Werkzeuge im Einsatz. Je nach Typ und Anwendungsfall müssten sie nahezu täglich getauscht werden. Eine vermehrte Nachfrage nach diesem Hartmetall, das zum Beispiel auch für Katalysatoren oder Batterien benötigt wird, hat nach Angaben des VESF alleine in den vergangenen neun Monaten zu einem Anstieg der Rohstoffpreise um über 120 Prozent geführt. Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht in Sicht; stattdessen würden für die zweite Jahreshälfte 2011 neue Erhöhungen prognostiziert.

Weitere Betriebskostensteigerungen ergeben sich nach Darstellung des Verbandes durch den anhaltenden Höhenflug der Dieselpreise. Zusätzlich müssten die Fräsbetreiber in einen verbesserten Schutz der Maschinenbediener investieren. Insbesondere würden Maßnahmen zur Staubreduzierung an den Großfräsen von der Berufsgenossenschaft gefordert. Dies bedeute letztendlich eine kostenintensive Nachrüstung oder die Anschaffung neuer Kaltfräsen. Nicht zuletzt schlügen auch tarifliche Lohnerhöhungen zu Buche.

Insgesamt verzeichnet der VESF bis zur Jahresmitte 2011 eine Erhöhung der Betriebskosten von rund 22 Prozent gegenüber mittleren Preisen aus 2010. "Wir sehen uns aufgrund dieser Entwicklung gezwungen, die Kostensteigerung an unsere Auftraggeber weiterzugeben", bedauert man beim VESF die Situation. "Aber unsere Mitglieder müssen diesen Schritt gehen, um ihre Dienstleistungen in der geforderten Qualität und dem gewohnt hohen Tempo auch künftig liefern zu können."

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