Anzeige

Für ein gesundes Raumklima

Europaweit erste Lehmbauplatte zertifiziert

Dem aus natürlichen Baustoffen bestehenden Produkt Lemix wurde nach ausführlichen bau-biologischen Prüfungen das renommierte Umwelt-Gütesiegel "natureplus" ohne weitere Auflagen zuerkannt.

Waldsassen/Schirnding (ABZ). – Die Etablierung der Lehmbauplatte im Innenausbau macht weitere Fortschritte. Die mittlerweile zweite Generation der Marke Lemix, die erstmalig 2013 von der Hart Keramik AG in den Markt eingeführt wurde, erfuhr nun eine besondere Auszeichnung: Dem aus natürlichen Baustoffen bestehenden Produkt wurde nach ausführlichen bau-biologischen Prüfungen das renommierte Umwelt-Gütesiegel "natureplus" ohne weitere Auflagen zuerkannt. "Damit ist Lemix die erste zertifizierte Lehmbauplatte europaweit", so der Vorstandsvorsitzende Anton W. Hart. Die 2001 gegründete natureplus e. V. ist eine Vereinigung von Bauexperten mit Umwelt- und Verbraucherschützern sowie kritischen Wissenschaftlern aus ganz Europa. Ihr Ziel ist die Förderung nachhaltigen Bauens und Wohnens.

Doch damit nicht genug. Lemix entspricht zu 100 % dem vom Dachverband Lehm erarbeiteten Regelwerk für Produktmerkmale und Anforderungen bei Lehmbauplatten. Festgehalten sind diese im Technischen Merkblatt Nr. 7 (TM 07). "Dieses gibt Bauherren, Architekten und Verarbeitern zusätzliche Sicherheit", so Produktmanager Sven Eulenstein. Unter dem Begriff "Lehmplatte" seien z.T. sehr unterschiedliche Angebote auf dem Markt, die häufig nicht die erforderlichen Kriterien erfüllen. Das TM 07 ist eine Vorstufe zu einer in Ausarbeitung befindlichen eigenen DIN Norm für Lehmbauplatten. Gute Nachrichten auch für die Vertriebspartner: Man habe die Produktionsmengen signifikant erhöhen und auf diese Weise die Lieferzeiten spürbar verkürzen können, so Hart. Für 2018 strebt das Unternehmen eine deutliche Ausdehnung des Geschäfts an. Mittlerweile komme Lemix als Alternative zu Gipsplatten in allen Innenbereichen am Bau zur Anwendung, bspw. im Holzrahmenbau, wo die Lehmbauplatten auf Zwischenwänden, Decken und Dachschrägen aufgebracht werden. Ein weiterer Einsatzbereich sind Massivhäuser, bei denen die Platten direkt auf Stein- oder Holzwände montiert werden. Schließlich bewährt sich der Baustoff auch bei der Altbausanierung.

Weiter verbessert werden konnte in der neuen Generation auch die Produktqualität von Lemix. Um die Lehmbauplatte bei Transport und Verarbeitung stabiler zu machen, erhielt sie auf der Rückseite ein Jutegewebe. Eulenstein: "Auf diese Weise ist das Produkt für den Verarbeiter leichter und sicherer auf der Baustelle zu handhaben. Die neue Lehmbauplatte verfügt zudem über eine hohe Maßgenauigkeit, ermöglicht verkürzte Aufbauzeiten und besitzt eine hervorragende Ökobilanz." Für den Holzbau besitzt Lemix eine wichtige Eigenschaft, denn Lehm hat eine sehr geringe Ausgleichsfeuchte, gerade einmal 0,4 bis 6 Gewichts-%. Die Folge: Wenn Holz oder andere organische Stoffe von Lehm umgeben sind, werden diese dadurch entfeuchtet und trockengehalten. Pilze oder Ungeziefer haben dort keine Chance.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=187&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 09/2018.

Anzeige

Weitere Artikel