Für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgasemissionen

CSC führt ein neues CO2-Modul ein

Klimaschutz
Der Concrete Sustainability Councils hat laut BTB jetzt ein zusätzliches CO2-Modul eingeführt. Dessen Ziel ist es, weitere Transparenz hinsichtlich der mit der Betonherstellung verbundenen Emissionen an Treibhausgasen zu schaffen. Foto: Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie

Berlin (ABZ). – Fast 300 Werke der Zement-, Rohstoff- und Betonindustrie sind deutschlandweit aktuell nach den Kriterien des international anerkannten Concrete Sustainability Councils (CSC) zertifiziert, informiert der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie (BTB). Das CSC fördert demnach die Transparenz über den Herstellungsprozess von Beton und dessen Wertschöpfungskette sowie die Auswirkungen auf das soziale und ökologische Umfeld. Mit den weltweit wachsenden Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Baustoffen habe das CSC sein Zertifizierungssystem weiterentwickelt. Nach Einführung der neuen höchsten Zertifizierungsstufe "Platin" und der Veröffentlichung eines so genannten "R-Moduls" für den Einsatz von Beton mit rezyklierten Gesteinskörnungen, hat das CSC jetzt ein zusätzliches CO2-Modul eingeführt, informiert der BTB.

Ziel sei es demnach, damit weitere Transparenz hinsichtlich der mit der Betonherstellung verbundenen Emissionen an Treibhausgasen (THG) zu schaffen. CO2-optimierte Betone werden dabei in vier Klassen eingeteilt – mit einer Minderung der THG-Emissionen (Kilogramm CO2-Äquivalente je Kubikmeter Beton) um 30, 40, 50 und 60 Prozent gegenüber einem regionalen Referenzwert. Um die Zertifizierung zu erlangen, müssen das Betonwerk beziehungsweise der Beton – neben dieser CO2-Reduktion gegenüber dem Referenzwert – verschiedene weitere Anforderungen erfüllen. So muss das Betonwerk zusätzlich mindestens ein CSC-Zertifikat der Zertifizierungsstufe Silber vorweisen.

Da der wesentliche Anteil der Treibhausgasemissionen der Zementherstellung zuzuordnen ist, muss der Betonhersteller darüber hinaus eine Abdeckung seiner Zementproduktkette von mindestens 75 Prozent CSC-zertifiziertem Zement nachweisen. Weitere Anforderungen sind der Nachweis, dass das Betonwerk die Treibhausgasemissionen seiner Kernprozesse überwacht sowie das Vorhandensein eines dokumentierten Systems der werkseigenen Produktionskontrolle (Qualitätsmanagement).

"Mit der Einführung des CO2-Moduls geht das CSC aus unserer Sicht einen richtigen und konsequenten Schritt", sagt Dr. Olaf Abrock, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Transportbeton. "Der Produktionsprozess von Transportbeton wird kontinuierlich optimiert, um Rohstoff- und Energieeinsatz, Arbeitsumfeld und die Distribution auf nahegelegene Baustellen ökonomisch und ökologisch zu gestalten. Auch unterstützen wir ausdrücklich die Maßnahmen der Produzenten der Ausgangsstoffe von Beton zur Reduktion von CO2-Emissionen", ergänzt Abrock.

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