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Für eine staufreie Zukunft

Neue Talbrücke auf der A 3 schafft Entspannung

HeidelbergCement, Brückenbau, Max Bögl

Insgesamt lieferte die Heidelberger Beton GmbH & Co. KG für die Brücke 7900 m³ Beton: 2900m³ für die Pfeiler, 3800 m³ für die beiden Überbauten sowie 1200 m³ für die Bohrpfähle.

ASCHAFFENBURG (ABZ). - Die A 3 zählt zu den stauanfälligsten Autobahnen in Deutschland. Besonders eng geht es zwischen Aschaffenburg und Würzburg zu. Entspannung soll unter anderem der Bau der Talbrücke Aschaffquelle im Zuge des 6-streifigen A3-Ausbaus bringen. Heidelberger Beton Aschaffenburg hat dafür 7900 der insgesamt 14 300 m³ Beton geliefert. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Auto ohne Stau von Frankfurt nach Würzburg kommt und umgekehrt. Dieses Gefühl beschleicht zumindest Pendler, die sich Tag für Tag die Strecke entlangquälen müssen. Warum es ausgerechnet auf diesem Autobahnabschnitt regelmäßig zu Engpässen kommt, zeigt ein Blick auf die Europakarte. Die A 3 ist Europastraße und eine der Hauptachsen des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Sie verbindet die Beneluxstaaten mit Südeuropa und Bayern mit den Zentren am Rhein.

Seit Fertigstellung der Strecke Mitte der 1960er Jahre hat sich der Verkehr dort etwa verdreifacht. Und es wird noch dichter. Prognosen zufolge werden sich in den nächsten Jahren auf dem Streckenabschnitt rund um Würzburg bis zu 100 000 Fahrzeuge tummeln, jedes fünfte davon ist ein Lkw. "Nur mit einem sechsstreifigen Ausbau sind wir künftig dieser Blechlawine gewachsen", erklärt Bernd Endres Baudirektor der Autobahndirektion Nordbayern. Er hat dabei die 94 km lange Strecke zwischen der Anschlussstelle Aschaffenburg und dem Autobahnkreuz Biebelried im Blick. Mehr als zwei Drittel der Strecke sind bereits fertig oder gerade im Bau. Bis Ende 2019 soll der gesamte Ausbau abgeschlossen sein.

HeidelbergCement, Brückenbau, Max Bögl

Die komplette Talbrücke Aschaffquelle mit beiden Überbauten wurde innerhalb von weniger als zwei Jahren errichtet.

Besonders eifrig gebaut wird derzeit am 8 km langen Teilabschnitt zwischen der Kauppenbrücke und der Rastanlage Rohrbrunn. Das ist ein neuralgischer Bereich, weil den Spessart hinauf die Lkw häufig die rechte Spur blockieren. Daher wird dort die bergauf führende Fahrbahn sogar vierstreifig ausgebaut. "Es geht aber nicht allein darum, den Verkehr am Fließen zu halten. Vielmehr soll die A 3 mit dem Ausbau sicherer werden. Und die Bewohner der angrenzenden Ortschaften Weibersbrunn und Waldaschaff sollen besser vor Lärm geschützt werden", betont Endres. Unter anderem wird ein 9 m hoher Lärmschutzwall gebaut sowie zwei Straßenüberführungen – und drei Unterführungen für Feld- und Waldwege. Herzstück dieses Teilabschnitts ist die neue 200 m lange Talbrücke an der Aschaffquelle. Sie leitet den Verkehr in 28m Höhe über das Aschafftal und gibt Wildtieren die Möglichkeit, die Autobahn zu unterqueren.

Die komplette Brücke mit beiden Überbauten wurde innerhalb von weniger als zwei Jahren errichtet. "Damit liegen wir voll im Soll der Planung", sagt Christian Ganz von Max Bögl, der als Bauleiter für den reibungslosen Ablauf verantwortlich ist. Gleichwohl waren in der Bauphase Hürden zu überwinden. "Der Untergrund hier besteht vorwiegend aus Buntsandstein; er ist deshalb weich und neigt zur Bildung von Klüften. Daher mussten wir bei der Gründung der Pfeiler und Widerlager besonders sorgfältig zu Werke gehen", erläutert Ganz. Vor den eigentlichen Bauarbeiten seien daher besondere geophysikalische Messungen und Belastungstests gemacht worden.

Ein Brückenbau stellt auch immer besondere Ansprüche an Logistik und Materialeigenschaften wie etwa die Konsistenz und der geforderte Elastizitätsmodul (E-Modul) des Betons. Auch deshalb entschied man sich für Baustoffe von Heidelberger Beton. Insgesamt lieferte das Unternehmen für die Brücke 7900 m³ Beton: 2900 m³ für die Pfeiler, 3800 m³ für die beiden Überbauten sowie 1200 m² für die Bohrpfähle. Rund 100 Mischfahrzeuge waren im Einsatz und gewährleisteten das Bereitstellen des Materials im vorgegebenen Zeitfenster. "Auch den geforderten E-Modul von 30 000 N/ mm² haben wir mit 40 000 N/mm² mehr als erfüllt, in dem wir Basalt aus dem an den Spessart angrenzenden Vogelsberg verwendet haben", erläutert Ganz. Bahn frei also für die Talbrücke Aschaffquelle: Voraussichtlich Ende Oktober dieses Jahres soll sie nach Abschluss der Streckenbauarbeiten für den Verkehr freigegeben werden.

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