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Für große Tiefen

Neues Verbausystem ist besonders wirtschaftlich

Weltneuheit in der Verbautechnik: Die patentierte SBH-Träger Verbauplattenwand ist Herstellerangaben zufolge die wirtschaftliche Alternative zur funktionsidentischen Trägerbohlwand. Bei der SBH-Träger Verbauplattenwand werden die senkrechten SBH-Träger in Bohrungen mit und ohne Schutzrohr eingesetzt. Sie können durch eine besondere Konstruktionsauslegung auch gerammt werden. Anstelle von waagerechten händisch eingebauten Holzbohlen kommen großflächige Verbauplatten zum Einsatz. Die Verbauplatten werden schräg gefändert, das heißt versetzt und leicht überlappend in die Felder maschinell eingebaut. Die Vorteile der SBH-Träger Verbauplattenwand sind im technischen Bereich die bemerkenswerte Setzungsarmheit und im wirtschaftlichen Bereich die verdoppelte Feldlänge und dadurch eine wesentlich höhere Ein- und Ausbauleistung mit leichtem Gerät. Mit dem Träger-Verbau-System können Kanalgräben und Schächte von weit mehr als 10 m Tiefe verbaut werden.

Heinsberg (ABZ). – Eine wirtschaftliche Alternative zur funktionsidentischen Trägerbohlwand oder zum sogenannten Berliner Verbau ist die SBH-Träger Verbauplattenwand. "Wir wollten ein System entwickeln, das funktioniert wie die altbewährte Technik, jedoch nicht mit Holzbohlen verbaut, sondern mit SBH Verbauplatten aus Stahl", erläutert der Produktmanager des neuen Verbausystems bei SBH Wilhelm Hess das Produkt. "Jedes Unternehmen, dass in Tiefbauaufgaben schon einmal eine Trägerbohlwand verbaut hat, weiß, dass der Einbau mit Holzbohlen viel Zeit in Anspruch nimmt", so Hess weiter. Zwischen den Trägern müssten Holzbohlen händisch eingebaut, rückverankert und abgestützt werden. Die Besonderheit des neuen Systems liege in den Trägern. Bei der klassischen Trägerbohlwand würden HEB 300 Standardträger genutzt, die die Holzbohlen waagerecht aufnehmen. Um die HEB 300 Träger einzustellen, werde zunächst ein Schutzrohr eingebracht. In dieses werde der Träger eingestellt, anschließend werde das Rohr mit Sand ausgefüllt. Dann werde das Rohr wieder herausgezogen und der Träger stehe. Auftretende Toleranzen müssten möglichst klein gehalten werden, um die zeitlich aufwändige Anpassung der Holzbohlen möglichst gering zu halten.

Bei der SBH-Träger Verbauplattenwand werden die senkrechten SBH Träger in Bohrungen mit und ohne Schutzrohr eingesetzt. Sie können auch durch eine besondere Konstruktionsauslegung gerammt werden.

"Weil es eine logische Überlegung war, für diesen Verbau große Stahlplatten einzusetzen, wurde dies in der Vergangenheit häufig probiert", so Hess. Allerdings erfolglos – Der Einsatz von nicht anpassbaren Stahlplatten mit fixen Längen war wegen der Toleranzen nicht möglich. Mit dem neuen SBH System könnten nun auch Stahlplatten verwendet werden. Zunächst werde der SBH Träger entweder auch mit einem Schutzrohr eingestellt oder er werde gerammt. Das Besondere seien die in den Träger alle 30 cm einzubringenden Wellen, die die Auflage der Verbauplatten bilden und die Toleranz im Vergleich zu der normalen Flansch eines HEB Trägers um das 2,5-fache erhöhen würden. Ob der Träger gerammt werden könne, sei abhängig von den Bodenverhältnissen und den technischen Voraussetzungen auf der Baustelle. Die Rammträger hätten eine spezielle Konstruktionsauslegung, mit der in bisherigen Tests und auf Baustellen Tiefen von mehr als 10 m hätten erreicht werden können. "Außerdem erzielen wir einen wesentlich höheren Kraftschluss, weil Versetzen des Erdreichs durch das Ziehen der Schutzrohre entfällt", erklärt Hess.

Denn im Vergleich zur konventionellen Trägerbohlenwand sei nur gut die Hälfte an Trägern, Rückverankerungen oder Abstützungen notwendig. Der Grund: Während die Bohlen im konventionellen Verbau mit Trägerbohlwand max. 2,5 m lang sind, sind die SBH-Träger Verbauplatten mindestens 4 m lang. Zudem werden die Verbauplatten schräg gefändert, also versetzt und leicht überlappend in die Felder maschinell eingebaut. Der Ein- und Rückbau ist im Absenkverfahren mit leichten Baggern möglich, so Hess. Die Einbauzeit sei wesentlich kürzer, es gebe deutlich weniger Stillstand auf der Baustelle. Dieses System ermögliche also eine höhere Ein- und Ausbauleistung mit leichtem Gerät. Damit sei es bei den üblichen Laufzeiten einer Tiefbaustelle sehr viel wirtschaftlicher als das Arbeiten mit der konventionellen Trägerbohlwand. Mit dem Träger-Verbausystem könnten Kanalgräben und Schächte von weit mehr als 10 m Tiefe verbaut werden. "Interessanter Effekt ist auch, dass beim Ziehen der Verbauplatten aus großen Tiefen sehr geringe Rückstellkräfte auftreten", so Hess.

Im Gegensatz zu den Holzbohlen einer Trägerbohlwand, die nach Abschluss der Baustelle nicht mehr verwendbar seien und entsorgt würden, könnten Verbauplatten außerdem unzählige Male wiederverwendet werden. Sie hätten je nach Einsatz eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren. "Ein wichtiger Aspekt, gerade auch unter ökologischen Gesichtspunkten", so Hess.

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