Für Holzbaubetrieb

Halle mit außergewöhnlicher Fassade realisiert

Die außergewöhnliche Anordnung und Form der Fenster ist ein charakteristisches Merkmal des Gebäudes.

Blumberg (ABZ). – Im baden-württembergischen Blumberg baute Brüninghoff eine neue Produktions- und Lagerhalle mit Verwaltungstrakt für den Holzbaubetrieb von Florian Fluck. Der besondere Charakter des kompakten Baukörpers wird vor allem durch die Fassade bestimmt. Markant ist – neben einer Holzverschalung im Bereich der Verwaltung – die außergewöhnliche Anordnung und Form der Fenster. Innerhalb von vier Monaten errichtete Brüninghoff das Gebäude als veredelten Rohbau.

Im Unternehmen von Florian Fluck steht das Material Holz im Fokus: Der Betrieb ist auf den Neubau, die Sanierung und das Energiemanagement von Wohn-, Gewerbe- und Industriebauten in Holzbauweise spezialisiert. Die neue Manufaktur – am Standort in Blumberg – am Rande des Schwarzwaldes spiegelt die Freude an dem nachwachsenden Baustoff wider: Weite Teile der 3500 m² großen Produktionshalle sowie des 720 m² großen Verwaltungstrakts sind in Holz ausgeführt. Ein kompakter rechteckiger Baukörper mit ausgeprägtem Dachüberstand nimmt beide Bereiche auf.

Mit der Planung wurde die auf den Gewerbe- und Industriebau spezialisierte Schweiger Architektur GmbH aus Rottweil beauftragt. Als langjähriger Partner des Holzbaubetriebs Fluck sorgte Brüninghoff für die schnelle Umsetzung des Bauvorhabens.

Viel Raum für die Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen sowie die Herstellung von Bauelementen bietet die neu errichtete Halle. Sie gliedert sich in einen rd. 580 m² großen Lagerbereich, eine überdachte Verladezone sowie einen 2200 m² großen Produktionsbereich. In Letzterem sind der Maschinenabbund und die Dachelementierung untergebracht. Für die Primärkonstruktion der Halle wurden Betonfertigteilstützen in Verbindung mit Brettschichtholzbindern verwendet. Die Betonfertigteile stammen aus dem Werk von Brüninghoff in Heiden. Genauso wie die 14,5 m langen und 29,5 t schweren Stahlbeton-Abfangbinder. Die Brettschichtholz-Binder lieferte die Poppensieker und Derix GmbH & Co. KG in Westerkappeln. Das komplette Dach – auch das der Verwaltung – ist als Dachscheibe aus Brettstapelelementen realisiert worden. Eine bauseits eingebrachte Schüttung kommt hier dem Schallschutz zu Gute.

Der zweigeschossige Verwaltungsteil schließt unmittelbar an die Halle an und ist in den Gebäudekörper integriert. Er bietet Arbeitsplätze für Projektbetreuer und Planer, den Bereich Arbeitsvorbereitung sowie Umkleide- und Sozialräume. Im oberen Geschoss befindet sich zudem ein großzügiger Ausstellungsraum. Eine Besonderheit sind die Decken aus Holz-Kastenelementen mit Akustikfunktion. Sie tragen dazu bei, die Lautstärke und Geräuschübertragung innerhalb des Gebäudes zu reduzieren. Gleichzeitig verleiht die sichtbare holzeigene Struktur den Räumen eine angenehme und natürliche Atmosphäre. Allein in der Verwaltung wurden 56 m³ Konstruktionsvollholz und 31 m³ Brettschichtholz eingesetzt. Hinzu kommen 53 m³ Brettsperrholz im Bereich der Decken über den Aufenthaltsräumen und dem Lager.

Holzrahmentafeln mit eingebauter Holzrahmenkonstruktion für die Festverglasung bilden die Außenwand der Verwaltung. Der Wandaufbau besteht – von innen nach außen – aus 15 mm Gipsfaserplatten, 15 mm OSB, einem 200 mm ausgeflocktem Holzrahmen, 15 mm MDF-Platte und 80 mm Lattung. Außenseitig ist die Fassade mit einer 27 mm starken waagerechten und geölten Weißtannenschalung beplankt. Die Fassade der Produktionshalle wurde in konventioneller Sandwich-Bauweise mit 120 mm starken, grau-braun farbigen Isowand-Paneelen erstellt. Aufgrund der unterschiedlichen Materialien sind Verwaltung und Produktion damit klar gegliedert und die Gebäudebereiche bereits an der Fassade erkennbar.

Außergewöhnlich ist die Anordnung und Form der Fenster, die dem Gebäude einen besonderen Charakter verleihen. So verlaufen die Fensterlaibungen nicht lotrecht, sondern sind willkürlich in der Schrägen. "Eine Herausforderung war in diesem Zusammenhang die Abstimmung der Wandelemente mit dem Fensterbauer, da die Außenseite fertig beplankt wurde und die Anschlüsse an die Festverglasung dicht sein müssen", erklärt Martin Burger, verantwortlich für den Bereich Arbeitsvorbereitung bei Brüninghoff in der Niederlassung Villingen-Schwenningen. Zudem musste Wasser gegen die Fassade und von der Fassade laufend berücksichtigt werden. Eine weitere Schwierigkeit lag im Transport der bis zu 4 m hohen Elemente. Hierbei waren ein Tiefbett-Lkw und Sondergenehmigungen notwendig.

Nach einer Bauzeit von vier Monaten konnte Brüninghoff den veredelten Rohbau an Holzbau Fluck übergeben. Nicht zuletzt aufgrund der einfallsreichen Fassade und der Verwendung von Holz erweist sich das neue Gebäude als maßgeschneiderte Visitenkarte für den modernen Holzbaubetrieb.

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