Anzeige

Für Menschen mit geistiger Behinderung

Wasserdichte Sporträume im Untergeschoss realisiert

ABG, Dämmstoffe, Tiefbau

Die ABG-Dichtungsbahn ist im Sohlen- und Schalungsbereich verlegt.

HAMBURG (ABZ). - Die Grundstücksgesellschaft Op´n Hainholt baut in Hamburg-Sülldorf ein neues Wohngruppenhaus, um Menschen mit geistiger Behinderung zu betreuen. Damit die neuen Sport- und Ausstellungsräume im Untergeschoss absolut wasserdicht sind und ein diesen Ansprüchen geschuldetes Raumklima bieten, beauftragte die Grundstücksgesellschaft die Hamburger Abdichtungen, Boden- und Gewässerschutz GmbH (ABG) das neue Gebäude mit dem patentierten ABG-Kellerdicht-System abzudichten. Denn der Boden des Grundstücks ist stark lehmhaltig; Wasser kann kaum versickern.

Franziskus e. V. ist eine anthroposophische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit geistiger Behinderung, in deren Mittelpunkt die geistige Individualität des Menschen mit besonderem Hilfebedarf steht. Auf dem Gelände in Hamburg-Sülldorf leben und arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung. Betreuer und Betreute gestalten gemeinsam den Alltag – ganz im Sinne des Menschenbildes Rudolf Steiners. Jetzt baut der Förderverein Franziskus e. V. gemeinsam mit der Benno und Inge Behrens-Stiftung ein neues Gemeinschaftshaus. Das viergeschossige Gebäude mit einer Grundfläche von 400 m² wird elf Wohnungen und eine Tagesförderstätte umfassen und Lebens- und Arbeitsraum für zwölf Menschen werden. Im Untergeschoss werden ein Sportareal, ein Ausstellungsraum, ein Pflegebad mit Ruheraum, Lagerräume für Textilien und ein Aufenthaltsraum für den Hausmeister geplant. Per Fahrstuhl wird der Keller barrierefrei mit den anderen Stockwerken verbunden. "Das Untergeschoss wird ein wichtiger, gleichberechtigter Bestandteil des neuen Hauses", erläutert der bauleitende Architekt Thomas Grünberg. "Bereits mit Beginn unserer Planung war es allen Beteiligten wichtig, dass die hochwertige Kellernutzung ein besonderes Raumklima erfordert", so Grünberg.

Doch die Bodenverhältnisse auf dem Hamburger Grundstück Op`Hainholt 81 stellten sich als problematisch heraus. Der lehmhaltige Boden ist stark wasserundurchlässig, das bedeutet, "aufstauendes Sickerwasser" oder "von außen drückendes Wasser" (DIN 18195 Teil 5-6) findet keinen Weg, um zu versickern. Es würde sich an den Kellerwänden stauen, mit der Gefahr, dass diese über kurz oder lang feucht werden. Doch ein feuchter Keller bietet eben kein angenehmes Klima, in dem Menschen täglich wohnen und arbeiten möchten. Eine wasserdichte Lösung durch die Experten der ABG Abdichtungen, Boden- und Gewässerschutz GmbH musste her: das ABG-Kellerdicht-System. Thomas Grünberg besuchte extra den Musterkeller der Firma auf Fehmarn.

"Das System stammt aus dem Tankstellen- und Deponiebau, wo es darauf ankommt, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Und was so dicht ist, dass nichts mehr nach außen dringt, hält auch zuverlässig Wasser aus dem Boden davon ab, die Kellerwand zu durchdringen", erklärt ABG-Geschäftsführer Kolja Winkler. Die ABG-Dichtungsbahn aus sehr widerstandsfähigem Polyethylen hoher Dichte (PEHD) hält Wasser aus dem umgebenden Erdreich von der Kellerwand fern. Alle Einzelteile der Bahn werden thermisch miteinander verschweißt, damit kein Tropfen Wasser zur Kellerwand vordringen kann. Die ABG-Atmungsfixbahn liegt zwischen Dichtungsbahn und Hauswand. Auf einzigartige Weise sorgt sie für eine Hinterlüftung der Kellerwände und dafür, dass anfallendes Kondenswasser kontrolliert abgeführt wird – analog zum zweischaligen Mauerwerk. Auch für die Lichtschacht-Problematik hat ABG eine eigene Lösung entwickelt. Der ABG-Kellerlichtschacht wird mit dem ABG-Kellerdicht-System thermisch verschweißt und ist dadurch 100 %ig flüssigkeitsdicht bis Gelände Oberkante. In Sülldorf wird er für viel Tageslicht in den Sport- und Ausstellungsräumen sorgen.

"Wir haben uns auch für das ABG-Kellerdicht-System entschieden, da es den Einsatz von wärmedämmendem Ziegelmauerwerk im Untergeschoss des Neubaus ermöglicht und somit den künftigen Bewohnern eine weit über das Übliche hinausgehende Kellernutzung erlaubt ", erklärt Thomas Grünberg. Baut man mit einem herkömmlichen Abdichtungssystem, wie z. B. der Weißen Wanne, ist es schon beim Lastfall "aufstauendes Sickerwasser" ausgeschlossen, das Untergeschoss wie den Rest des Hauses aus Wärmedämmsteinen zu errichten. Die Anfälligkeit der Steine gegenüber der Bodenfeuchtigkeit ist ohne eine 100 %ige dichte Abdichtung einfach zu groß. Kolja Winkler: "Um eine Dämmeigenschaft zu erreichen, wie sie bspw. 30 cm Porenbeton und 10 cm Dämmung aufweisen, bräuchte ein WU-Keller 25 bis 30 cm Dämmung, weil Beton nahezu keine Dämmeigenschaften hat. Und ein atmungsaktiver Wandaufbau für ein behagliches Raumklima wäre dann noch lange nicht erreicht, sondern lediglich ein schwitzender Baukörper." Im Wohngruppenhaus in Hamburg-Sülldorf freut man sich schon auf die Fertigstellung im Herbst 2015. Thomas Grünberg erwartet ein absolut wasserdichtes Untergeschoss mit einem behaglichen Raumklima: "Schließlich möchten wir, dass sich alle Bewohner wohlfühlen."

ABZ-Stellenmarkt

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=188++347&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 21/2015.

Anzeige

Weitere Artikel