Für Offshore-Einsatz

Lachsfarm nach Norwegen verschifft

Emden (ABZ). – Einen Auftrag mit einem besonders hohen Maß an Flexibilität erreichte die Niederlassung Riepe der Firma Nietiedt Gerüstbau GmbH im April 2020. Der Auftraggeber war eine Werft in Emden, deren Auftraggeber wiederum ein Lachsproduzent in Norwegen war.
Gerüstbau
Pro Ring wurden etwa 60.000 m³ Gerüst verbaut. Foto: Nietiedt

Es wurde der Bau von zwei runden Proto-Lachskäfigen vereinbart. Die Erstellung der Lachskäfige, die für den Hochseeeinsatz bestimmt sind, werden von Beginn an durch die Firma Nietiedt Gerüstbau begleitet.

Diese Offshore-Fischfarmen gelten als innovative Möglichkeit zum Aufbau der weltweiten Produktionsausweitung von Speisefisch. Auf hoher See wird die Umweltbelastung durch Futter- und Kotrückstände besser verteilt als bei der Fischzucht in Küstengewässern. Dafür müssen die Konstruktionen für die Lachszucht aber Wind und Wellen in arktischen Gewässern standhalten.

Für Arno Abken – Leiter der Nietiedt-Niederlassung in Riepe, war dieser Auftrag logistisch, materiell sowie personell durch den geforderten Schichtbetrieb des Auftraggebers eine herausfordernde Aufgabenstellung.

Die Käfige werden in einer Art Baukastenprinzip gefertigt. Hierbei werden vorgefertigte Bauteile, die sogenannte Blöcke, in einer Halle erstellt, die dann aufgrund der enormen Ausmaße unter freiem Himmel zusammengefügt werden. Unter Berücksichtigung der stark unterschiedlichen Größe dieser Bauteile mussten die Gerüstbauer die Einhausung dem Baufortschritt des Gesamtbauwerkes anpassen.

Zusätzlich erschwerend waren bei diesem Bauvorhaben die extremen pandemiebedingten Hygieneregeln, die auf dieser beengten Baustelle beim Zusammentreffen mehrerer Gewerke eingehalten werden mussten. Für den ostfriesischen Nietiedt-Routinier Arno Abken gab es noch mehr knifflige Herausforderungen zu lösen. Die Form des Bauteiles ist ein Halbring mit einer entsprechenden Rundung, der auch noch komplett verplant werden und mit einem Dach versehen werden musste. Ein Kassettendach auf einem halbrunden Bauteil, das ist schon eine wirkliche Aufgabe für das Team aus Ostfriesland gewesen.

Die Nietiedt-Truppe hat diese Aufgabe angenommen und souverän gelöst. Es wurden aus Planen-Material "Tortenstücke" auf Maß gefertigt und dann verbaut. Insgesamt wurden mit dieser bewährten Methode vier Halbringe hergestellt. Pro Ring wurden etwa 60.000 m³ Gerüst verbaut. Die fertigen Ringhälften, mit einem Gesamtdurchmesser von 80 m und einer Höhe von etwa 24 m, wurden dann nach Norwegen verschifft. Dort wurden sie dann miteinander vereint und diese außergewöhnliche "Hochzeit" konnte dank der klasse Leistung des Nietiedt-Teams termingerecht gefeiert werden.

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