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Für Tempelbau

Zwei Kran-Modelle nach Indien geliefert

Terex Cranes, Krane und Seilmaschinen

Die zwei Terex CTT 331-16 Flat-Top-Turmdrehkrane werden beim 75-Mio.-Dollar-Bauprojekt für den "Tempel des Vedischen Planetariums" eingesetzt, das in der heiligen Stadt Mayapur im indischen Bundesstaat Westbengalen an den Ufern des Ganges Gestalt annimmt. Nach seiner Fertigstellung wird ToVP der weltweit größte vedische Tempel sein.

Mayapur/Indien (ABZ). – Terex Cranes hat zwei Terex CTT 331-16 Flat-Top-Turmdrehkrane an seinen Kunden Gammon India ausgeliefert – ein freistehendes Modell mit 92,6 m Hakenhöhe sowie ein Modell mit einer speziellen Verankerung, die eine Hakenhöhe von 120 m ermöglicht. Die Krane werden beim 75-Mio.-Dollar-Bauprojekt für den "Tempel des Vedischen Planetariums" (ToVP) eingesetzt, das in der heiligen Stadt Mayapur im indischen Bundesstaat Westbengalen an den Ufern des Ganges Gestalt annimmt. Nach seiner Fertigstellung wird ToVP der weltweit größte vedische Tempel sein.

Mit dem ambitionierten Projekt wird eine Repräsentanz der Internationalen Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein (ISKCON) oder Hare-Krishna-Bewegung geschaffen, die heute weltweit als spirituelle Tradition anerkannt ist. Der Tempel, der moderne Technologie mit antiker Wissenschaft, zeitloser Weisheit und lebendiger Kultur verbindet, verspricht ein beliebtes spirituelles Reiseziel zu werden.

Bis zur Vollendung des Tempels und besonders seiner 113 m hohen zentralen Hauptkuppel, die 2 m höher ist als die Londoner St.-Pauls-Kathedrale und 40 m höher als der Taj Mahal in Agra, werden die beiden Terex Krane noch ungefähr ein Jahr lang im Einsatz sein. In ebendieser Hauptkuppel befindet sich das Vedische Planetarium, in dem Besucher sich durch die verschiedenen Regionen der kosmischen Schöpfung führen lassen können. Ausgehend von den niederen Planeten reisen die Pilger durch die irdische Welt zu den höheren Planetensystemen, um anschließend die Grenzen des materiellen Universums hinter sich zu lassen. In der spirituellen Welt erfahren sie die verschiedenen Planeten, bis sie schließlich zum obersten Sitz des höchsten Gottes, Sri Krishna, gelangen.

Der Bau des ToVP unterliegt einigen Einschränkungen, die die Ausführung des Auftrags erschweren. Die größte Herausforderung besteht darin, dass die Krane nicht an der Gebäudestruktur verankert werden dürfen, sodass ein freistehender Kran und ein mit Erdankern in Fundamenten verspannter Kran benötigt wurden. Die Vorspannvorrichtung für den Haltekragen wurde von Gammon-Werksleiter Goverdhan Bhutada eigens konstruiert. Turmdrehkrane mit Haltekragen werden zumeist bei Bauten mit konvexen oder konkaven Konturen, bspw. Kühltürmen, eingesetzt, seltener jedoch bei regelmäßigen Gebäudeformen.

Aufgrund seiner freistehenden Höhe von 92,6 m, die mit nur einem Haltekragen auf 120 m verlängerbar ist, fiel die Wahl auf den Terex CTT 331-16 mit einem HD23 Turm. Da der Haltekragen sich in 70 m Höhe befindet, kann der Kran noch weitere 50 m klettern, bevor die maximale Betriebshöhe erreicht ist. Am Sockel des freistehenden Krans kommen vier mit 2,32 m etwas breitere, HD23 26.6 Turmsegmente zum Einsatz, auf die elf 2,28 m breite Segmente mit quadratischem Querschnitt aufsetzen. Die Segmente sind jeweils 6 m lang; das Gewicht der kleineren Abschnitte liegt mit Leitern, Plattformen und Montagevorrichtungen bei ca. 4,8 t.

Beide Krane verfügen über 70 m lange Ausleger mit einer Tragfähigkeit von je 3,5 t am Auslegerende. Der CTT-331-16 verfügt über eine maximale Auslegerlänge von 75 m und kann auf einem Radius von maximal 22,4 m bis zu 16 t heben. Auf der Baustelle bewegen die Krane Armierungseisen, Beton und Edelstahl-Schalungsplatten zur Ausformung des Kuppelgewölbes sowie zum Schluss die so genannte "Kalasha", die auf der Kuppel montiert wird.

Abgesehen von der fehlenden Gebäudeverankerung und der Notwendigkeit, Haltekragen und die Vorspannseile zu konstruieren, ist die Baustelle besonders schwer zugänglich, da sie an drei Seiten von Wasser umgeben ist: in Mayapur mündet der Fluss Jalangi in den Ganges. Viele der benötigten Materialien und Ausrüstungen müssen daher mit Booten herangeschafft werden – in dieser Region Indiens ein üblicher Transportmodus.

"Vor dem Hintergrund der besonderen Anforderungen und Einschränkungen war es uns mit der hervorragenden, fast 93 m freistehenden Höhe des Terex CTT 331 möglich, den Auftrag anzunehmen", sagt Lucia Canali, Application Engineering Manager, Tower Cranes. "Beide Krane arbeiten seit Projektbeginn störungsfrei, und wir gehen davon aus, dass der Auftrag termingerecht abgeschlossen werden kann."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 24/2016.

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