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Funktionshalle errichtet

Mehr Raum für guten Wein geschaffen

Thermodur, Baustellen

Thermodur zeichnet sich für die Konstruktion und Wandmontage verantwortlich. Direkt vom Transportfahrzeug werden die großformatigen Wandelemente aus hochwertigem Leichtbeton auf Naturbimsbasis an das Tragwerk herangeschwebt und befestigt.

Neuwied (ABZ). – Anfang 2018 ging für die Brüder May ein Wunsch in Erfüllung. Ihre neue Massivhalle war zügig fertig gestellt worden und stellt nun dringend benötigte Flächen zur Verfügung. Nach der Fertigstellung resümierte Peter May: "So stellt man sich als Bauherr einen Neubau eigentlich vor. Zügig und unkompliziert, so wie geplant und besprochen. Das Trio, bestehend aus der Bauunternehmung Burgey, der Firma E.L.F. Hallen und Thermodur, ist eingespielt, das sah man und der Baufortschritt zeigte es auch". Geplant wurde der Neubau von dem Architekturbüro Bessai und Klapper aus Kindenheim. Besonders Frau Bessai kennt sich als Architektin mit den Wünschen von Winzern und den Besonderheiten der Thermodur-Elemente aus. Denn sie hat schon mehrere Kelterhallen und Weinlager entworfen und auch schon häufig das Thermodursystem empfohlen. Ihre Auftraggeber dokumentieren ihre Zufriedenheit auch damit, dass sie ihr Projekt als Referenzprojekt gerne zur Verfügung stellen.

Als Bauunternehmen zeichnete sich die Burgey Bau GmbH aus Göllheim verantwortlich. Das Stahltragwerk verantwortete die E.L.F Hallen- und Maschinenbau GmbH. Im Komplettpaket von Thermodur war die Statik, die Herstellung, der Transport und die Montage der Leichtbetonfertigteile, die Verfugung sowie das Finish inbegriffen.

Das Funktionsgebäude für das Weingut May sollte unter einem Dach mehrere Funktions- und Nutzungsbereiche beinhalten. Die ca. 85 m x 25 m große Halle ist aufgeteilt in den Kelterbereich mit integriertem Laborraum, das Wein- und Flaschenlager, die Weinverkostung, die Sozial- und Sanitärräume und einen umschlossenen Bereich für den Maschinenpark.

Die Thermodur-Wandelemente tragen den einzelnen Funktionsbereichen individuell Rechnung. Dort wo aufgrund von häufigen Reinigungsprozessen, meist mittels Dampfstrahlgeräten, eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht, wurden die Innenseiten der unteren Fertigteile werkseitig seitens Thermodur mit einem Zementputz beschichtet. Im Rahmen der Fassadenfertigstellung vor Ort wurden die Fugen geschlossen und der komplette Bereich mit einem wasserdichten Anstrich versiegelt.

In den Bereichen mit hoher Geräuschkulisse hat man die Innenwandseiten der Fassadenelemente mit einer offenporigen Bimsstruktur belassen, so dass die Geräusche max. absorbiert werden.

Zur Abgrenzung des Maschinenparks wurden die Leichtbetonelemente als feuerbeständige Trennwände in einer Wanddicke von 22,5 cm mit einer Feuerwiderstandsdauer von F90 eingebaut. Die sonstigen Trennwände aus Leichtbetonfertigteilen wurden in einer Wanddicke von 20 cm ausgeführt.

Bei den Fassadenelementen, die gegen die Außenluft und das wechselnde Klima schützen, wurden die Fassadenelemente mit einer Dicke von 37,5 cm mit integriertem Superdämmkern und einem Wärmedurchgangskoeffizienten U = 0,28 W/m²K gewählt. So werde ein Maximum an Wärmedämmung erzielt, was zu einem ganzjährig ausgewogenen Innenraumklima führe – im Winter kühle sich der Innenraum nicht so rasch ab und im Sommer heize sich der Innenraum nicht so schnell auf.

Die massiven Leichtbetonfertigteile für die Innenwände wie auch für die der Fassade haben noch einen ganz besonderen Vorteil, den der Wärmespeicherung. Dies trägt für ein gleichbleibendes Innenraumklima, bzw. eine sich nur langsam ändernden Innentemperatur, bei.

Diese Eigenschaft ist "massiven" Baustoffen, wie den Leichtbetonfertigteilen vorbehalten, die bedingt durch ihr Wärmespeichervermögen Wärme in sich aufnehmen und bei kühlerer Umgebungsluft wieder an die Umgebungsluft abgeben können. Aufgrund des Wärmespeichervermögens und der Wärmedämmung der Leichtbetonfertigteilelemente vollzieht sich dieser Prozess langsam und unter hoher Abschwächung der Wärmeintensität (Temperaturdifferenz). Diese Verzögerung wird als Phasenverschiebung bezeichnet. Die Besonderheit wissen Winzer, Obst- und Gemüsebauern und auch sonstige landwirtschaftliche Betriebe bis hin zu Abfüllbetrieben und Lebensmittellagerbetreiber sehr zu schätzen.

Thermodur vereint Witterungs- und Wärmeschutz, Sommer wie Winter, Luftschallschutz und die Schallabsorption in einem Element.

Die großformatigen Leichtbetonwandelemente auf Naturbimsbasis können dazu eine rundum verbesserte Gesamt-Ökobilanz vorweisen. Der Primär-energieaufwand für Abbau und Aufbereitung von Naturbims ist mit ca. 0,24 MJ/kg als absolut gering eingestuft. Thermodur nutzt die einzigartigen Eigenschaften des Naturbimses, die mit der erteilten EPD amtlich bestätigt sind. Die hohe Umweltverträglichkeit der Fassadenelemente zeigt sich auch durch die DGNB-Mitgliedschaft von Thermodur.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 11/2018.

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