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Ganzheitlicher Ausbau

Komplettes Dachgeschoss mit Holzfaserdämmplatten modernisiert

Die sorptionsfähige Einblasdämmung aus Holzfasern kann Tauwasser speichern und durch Diffusion geregelt wieder abgeben.

Witznau (ABZ). – In einem denkmalgeschützten Gebäude in Witznau bietet das Gesundheitszentrum Witvital Kurse und ganzheitliche Therapien an. Die renovierten Behandlungsräume für Genesung und Vitalisierung des Körpers liegen auf den beiden unteren Etagen des ehemaligen Gasthofes. Im ausgebauten Dachgeschoss ist unter sichtbarem Gebälk und holverschalten Dachschrägen nun zusätzlich ein eindrucksvoller Saal entstanden, der Menschen auf dem Weg zu innerer Ruhe und freiem Atmen einen sozialen und kulturellen Erholungsraum bieten kann. Es lag daher nahe, die erforderliche Innendämmung der vertikalen Außenwandbereiche mir einem bauphysikalisch sicheren und nachhaltigen Innendämm-System auszuführen, welches den umweltbewussten Bauherren ein hohes Maß an ökologischer und gesundheitlicher Verträglichkeit garantiert. Dementsprechend erfolgte auch die Dämmung der geneigten Dachflächen und der Böden mit umweltgerechten Holzfaserdämmstoffen von Gutex – als Einblasdämmstoff mit Plattenwaren.

Moderne Innendämmung mit ausgereiften Systemkomponenten ist heute bei fachgerechtem Einbau eine sichere und ökologische Alternative zur Außendämmung der Gebäudehülle. Das Gutex Intevio Innendämmsystem ist laut Hersteller sehr effizient, schon mit geringen Dämmtiefen von ca. 60 mm lasse sich ein enormes Einsatzpotential erzielen. In vielen Fällen kommt nur eine Innendämmung für energetische Ertüchtigung in Frage. Dies ist der Fall, wenn etwa wie in Witznau das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Fassade im Original erhalten bleiben soll, Anbauten nachträglich ertüchtigt oder bestimmte Grenzabstände eingehalten werden müssen. Auch bei der Modernisierung von Bauten im Bestand mit architektonisch prägnanten Fassaden, die in ein Ensemble eingebunden sind, ist die Innendämmung oft die einzige Variante. Sie bietet sich ebenfalls an, wenn Renovierung und Dämmung sukzessive, im Zuge eines Mieterwechsels, erfolgen soll. Auch bei Fachwerkhäusern mit sichtbarer Ausfachung, bei Lehmbauten oder Holzhäusern, insgesamt bei Bauten mit hohen ökologischen Anforderungen, ist ein durchdachtes Innendämmsystem aus Holzfaserplatten mit einem genau darauf abgestimmten Unter- und Oberputz, z. B. aus Kalk oder Lehm, gefragt. Diese Systemkomponenten passen ideal zusammen und bieten ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Behaglichkeit und Wohnwert.

Ungeeignete Dämmstoffe dichten Wände zu stark ab, so dass der für ein behagliches Raumklima erforderliche Feuchtetransport nicht mehr stattfinden kann und trotz Lüften bauliche Mängel drohen. Eine Innendämmung mit druckfesten, homogenen Holzfaserplatten erfüllt dagegen hohe Ansprüche an eine feuchtemanagende Schicht. Das ausgereifte und RAL-zertifizierte Innendämmsystem Intevio des Herstellers Gutex, das in Kombination mit dem weber.therm-Putzsystem ausgeführt wird, kann laut Unternehmen anfallende Feuchtigkeit ausgezeichnet aufnehmen und weitertransportieren, es biete sehr gute Voraussetzungen für ein "kondensattolerierendes" Innendämmsystem, so Gutex. Dabei könne allein die Holzfaserdämmplatte Gutex Thermoroom bis zu 20 % des Eigengewichts an Feuchte aufnehmen und geregelt wieder abgeben, ohne dass die Dämmwirkung beeinträchtigt werde.

Beim gesamten Dachausbau wurde mit Holzfaserprodukten von Gutex Wert auf eine ganzheitliche, ökologische Lösung gelegt.

Beim Gesundheitszentrum Witvital im Schwarzwald kam mit Intevio erstmals ein RAL-zertifiziertes Innendämmsystem zum Einsatz. Die RAL-Güteüberwachung umfasst die Herstellung, Qualität, Systemverträglichkeit und -eignung aller zum System gehörigen Produkte. Die Zertifizierung hat u. a. zum Ziel, die in weiten Kreisen immer noch vorhandene Angst vor den hohen bauphysikalischen Anforderungen und Schadenspotentialen einer Innendämmung zu nehmen. Mit dem langjährig erfahrenen Gipser- und Stuckateurbetrieb Harald Amann aus Grafenhausen stand ein RAL-qualifizierter Fachbetrieb zur Verfügung, der die strengen RAL-Güte- und Prüfbestimmungen bezüglich der Innendämmung nach den anerkannten Regeln der Technik auszuführen vermochte. Denn neben der Dachsanierung, bei der die Dämmung durch die Zimmerei und Holzwerkstatt Matthias Ebi aus Nöggenschwiel mittels Platten und Einblasdämmung von Gutex erfolgte, sollten beim Dachausbau auch die gemauerten Giebel des Krüppelwalmdachs und der Kniestock von innen gedämmt werden. Die Verarbeiter mussten viele Ecken, Verwinkelungen und unterschiedliche Untergründe angleichen und anpassen. Im Rahmen der einzuhaltenden bauphysikalischen Nachweisgrenzen kamen Platten mit 60 mm Dämmstoffdicke zum Einsatz.

Trotz der anspruchsvollen Baustelle bot das durchdachte Innendämmsystem beim Ausbau besondere Vorteile. Der ausführende Betrieb konnte auf ein Montagegerüst für die Wanddämmung verzichten und witterungsunabhängig arbeiten. Nach Analyse des Untergrunds wurde dieser vorbereitet und die entsprechenden Holzfaserdämmplatten Gutex Thermoroom, die insgesamt in sechs Dicken von 20 bis 100 mm verfügbar sind, einfach mit Klebe- und Spachtelputz vollflächig verklebt. Vor Ort ließen sich die 1200 x 500 mm großen, handlichen Dämmplatten leicht mit üblichem Werkzeug, wie Stich-, Kreis, oder Alligatorsäge zuschneiden und mit hoher Maßgenauigkeit befestigen.

Abgesehen vom Raumgewinn und der optischen Verbesserung im Dach war für die Bauherren auch das energetische Ergebnis relevant. Bei einem erreichten U-Wert von rd. 0,5 W/m²K geht im Vergleich zum Ausgangszustand nur noch ein Drittel der Wärmeenergie durch die Außenwände verloren. So entfaltet sich auch bei temporärer Nutzung, bei Ausstellungen oder Konzerten im großen Saal rasch eine wohlige Atmosphäre.

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