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Gastronomie am Haken

Dinieren mit Ausblick in 30 Metern Höhe

Das etwas andere Restaurant: Wer das Angebot nutzte, musste schwindelfrei sein.

Gräfelfing (ABZ). – Die "Revolution Tour 2018" der Bora Lüftungstechnik GmbH bescherte dem Kran- und Schwerlastexperten Schmidbauer die außergewöhnlichsten Hübe des Jahres 2018. An spannenden Hotspots in 23 europäischen Großstädten beförderte die Schmidbauer-Gruppe Kunden und Handelspartner von Bora in einem "Glaskubus mit Küche" in luftige Höhen. Und dies sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinn. Denn der Stahlglascontainer wurde nicht nur von einem Kran in 30 m Höhe gehievt, die Bora-Gäste wurden damit auch Teil eines kulinarischen Events der Extraklasse. Die Besonderheit der Schmidbauer-Einsätze bestand darin, dass kein Material sondern Personen gehoben wurden, was wiederum komplett andere – und zwar wesentlich höhere – Sicherheitsvorkehrungen erforderte als beim üblichen Materialhub.

Seit 2007 entwickelt und vertreibt die Bora Lüftungstechnik GmbH Kochfeldabzugssysteme, die dank einer patentierten Technik den Dunst nach unten abziehen. Im Rahmen ihrer Marketing-Kampagne tourte ein Bora Cooking-Truck – ein gläserner Container in Form eines Kubus – quer durch Europa. Der 20 m² große Container bot 16 Personen Platz, die Wände waren komplett aus Panzerglas und im Innenraum des Containers befand sich eine moderne Küche mit Speiseraum und dem innovativen Abzugssystem der Firma Bora.

Der Cooking-Truck gastierte in verschiedenen Großstädten und verwandelte sich dort in eine Eventlocation der Extraklasse: Denn ein Kran aus dem Schmidbauer-Fuhrpark hievte ihn für etwa 45 Min. in etwa 30 m Höhe und bot damit den Gästen atemberaubende Panoramen. Während des Hubs kredenzte ein Gourmet-Koch den Bora Gästen gesundes Fingerfood und schmackhafte Snacks.

An allen 23 Locations der Europa-Tour zeichnete Schmidbauer für den Kranservice und den Hub der Container verantwortlich. Aufgrund der außergewöhnlichen Sicherheitsanforderungen für Personenhübe kooperierte der verantwortliche Projektleiter der Schmidbauer GmbH, Robert Jäger, der alle Kraneinsätze im Rahmen der "Bora Revolution Tour 2018" disponierte, mit Peter Unsöld, seit 35 Jahren Sicherheitsingenieur und ausgewiesener Experte für Kranprüfungen. Unsöld hat den langwierigen Genehmigungsprozess bei Bora begleitet und war maßgeblich an der Ermöglichung des Projektes beteiligt.

Unsöld erklärt die Besonderheiten des Einsatzes: "Der Container wurde eigens für die Events der Bora GmbH konstruiert und wiegt doppelt so viel wie ein herkömmlicher Lkw-Container. Das Gewicht resultiert aus der Verwendung von hochwertigerem Material, das hier verarbeitet werden musste: So bestehen die Außenwände des Containers bspw. aus Panzerglas, auch die Verschweißungen und Verschraubungen müssen stabiler und belastbarer sein als gewöhnliche Verschraubungen für Materialhübe. Und oben an der Lastabnahme wurde eine spezielle Sicherheitskonstruktion angebracht."

Auch der Kran selbst muss bei einem Hub mit Personen höhere Anforderungen erfüllen und sein Aufbau ist deutlich anspruchsvoller als bei einem regulären "Standard-Einsatz". Robert Jäger plant mit seinem Team jeden Einsatz detailliert durch: "U. a. muss der Kran über ein Notfallkonzept verfügen, ein Sicherheitsbereich muss vorhanden sein, das Gerät wird jedes Mal nur in Gegenwart unseres Sicherheitsbeauftragten aufgebaut und anschließend noch mal umfassend geprüft, wir haben immer einen zweiten Kranfahrer für den Notfall vor Ort, etc. Sicherheit hat hier also noch höhere Priorität als bei Materialhüben", so Jäger.

Die Schmidbauer-Gruppe, die mit 25 Niederlassungen in Deutschland und Europa vertreten ist, setzt 200-t-Telekrane für die Glascontainer-Hübe ein. Sachverständiger Unsöld hatte seinem Kunden Bora die Kran- und Schwerlastexperten der Schmidbauer-Gruppe als Projektpartner empfohlen – gleich aus mehreren Gründen: Zum einen verfüge Schmidbauer über das notwendige Equipment für die Einsätze, sei zudem auf internationalem Terrain bekannt und vertreten und biete vor allem aber die Kompetenz und den individuellen Service für derart außergewöhnliche Projekte.

"Alle Kranhübe der Bora Revolution Tour 2018 mussten bspw. individuell versichert werden: Für die Schmidbauer-Kollegen im Münchner Stammhaus hieß das eine Menge an bürokratischem und organisatorischem Zusatzaufwand" erläutert Unsöld. "Ein Kranexperte mit umfassender Erfahrung, guten Kontakten und viel fachlichem Know-how war also ein entscheidender Faktor für das Gelingen des Projekts".

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 10/2019.

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