Gebäuderückbau

Klinikabbruch fand unter laufendem OP-Betrieb statt

Der Klinikabbau erforderte besondere Sorgfalt, da er im laufenden OP-Betrieb vonstattengehen musste.

Karlsbad-Langensteinbach (ABZ). – Besonderen Anforderungen stellten sich jetzt die Spezialisten der Oettinger Gruppe beim Abriss verschiedener Gebäudeteile eines 70 Jahre alten Klinikgebäudes in Karlsbad-Langensteinbach. Unter laufendem Krankenhausbetrieb, mit unmittelbar angrenzenden OP-Räumen wurden mehrere Gebäudekomplexe in engem Zeitfenster zunächst entkernt, anschließend eine PAK- und Asbestsanierung durchgeführt und dann die Gebäude maschinell rückgebaut. Nach den Rückbauarbeiten wurde eine Baugrube für die neuen Klinikgebäude erstellt sowie Teile des Kellers verfüllt. Mit dem Rückbau des ehemaligen Therapiezentrums, bestehend aus Turnhalle, Hallenbad und Sozialtrakt des SRH Klinikums Langensteinbach, begann die Firma bereits vor einigen Wochen. Insgesamt galt es, fast 30 000 m³ umbauten Raum rückzubauen, ca. 4000 t Beton und Bauschutt sowie 3000 t Aushub und Auffüllungen zu entsorgen. Bei der Entkernung waren mehr als 25 Personen zeitgleich im Einsatz, um die Einbauten fachgerecht zu demontieren und in den Rohbauzustand zu versetzen. Ein in dem Gebäude befindlicher Traforaum, an welchem die gesamte Stromversorgung des Krankenhauses hängt, wurde aufwändig geschützt, da dieser zwingend zu erhalten war.

Mittels Spezialfolie wurde der Raum abgedichtet, da der Starkregen und das Herbstwetter während der Rückbauarbeiten die Vorgänge bedeutend erschwerten. Die Sanierung umfasste sowohl PAK als auch Asbest, welchen von den Spezialisten gemäß geltender Vorschriften zurück gebaut wurden. Nach diesen vorbereitenden Maßnahmen setzten die Abbruchspezialisten auf Maschinenpower. Zum Einsatz kamen ein Cat 323 F, ein Cat 325 F, ein Hitachi ZX 350-5, ein Hitachi ZX 350-5 Longfront und ein Hitachi ZX 350-6 mit entsprechenden Abbruchwerkzeugen. Durch geschickte Arbeitsorganisation wurde das Zusammenspiel der Vielzahl von Maschinen organisiert. Diese waren jedoch notwendig, um den maschinellen Rückbau im vorgeschriebenen Zeitfenster zu realisieren.

Besonders zwei Rückbauschritte stachen durch ihre besonderen Anforderungen hervor. Es mussten insgesamt 800m² Fassadenplatten aus Spannbeton in einer Höhe von 8 m demontiert werden. Die Rückbauobjekte grenzten unmittelbar an Gebäude, die weiter in Betrieb waren, was den Rückbau zu einer Herausforderung machte. In die vorgehängten Fassadenplatten mit je 3,5 t Gewicht und einer Länge von 3,5 m wurden Schwerlastdübel eingeklebt und mit dem Hitachi ZX 350-6 abgehoben wurden.

Die nächsten Schwierigkeiten stellten die angrenzenden OP-Räume dar. Die hochempfindlichen Absauganlagen durften nicht mit dem Staub der Abbrucharbeiten kontaminiert werden. Um jegliche Beeinträchtigung ausschließen zu können, wurde das Abbruchkonzept auf verschiedenen Säulen verankert. Während der Arbeiten kam der Abbruchvorhang zum Einsatz, welcher mittels Schwerlastkran fixiert wurde und das Bestandsgebäude abschirmte. Zusätzlich war eine Bindeanlage notwendig, welche durch Befeuchtung eine Staubentwicklung verhinderte.

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