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Gegen allgemeinen Wirtschaftstrend

Drehzahl auf Baustellen steigt weiter

Berlin (ABZ). – Die Bauwirtschaft in Deutschland entwickelt sich weiterhin gegen den allgemeinen Wirtschaftstrend. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes für das Bauhauptgewerbe zum Februar 2019 haben die Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten die geleisteten Stunden gegenüber dem Vorjahresmonat, bei gleicher Anzahl von Werktagen wie im Vorjahr, um 25 % erhöht. Die Branche konnte weitere Beschäftigte einstellen. Gegenüber dem Durchschnitt des Vorjahres stieg die Zahl der Beschäftigten bereits wieder um gut 10 000. Auch beim Umsatz konnte die Branche auf dieser Grundlage noch einmal kräftig zulegen. "Der Bauaufschwung in Deutschland geht weiter", erklärte Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB). "Die deutlichsten Impulse kommen dabei von den öffentlichen Auftraggebern.

Der Öffentliche Bau hat damit den Wohnungsbau als Konjunkturlokomotive abgelöst." Dem aktuellen Zahlenbild des HDB zufolge hätten die Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten für Februar (im Vergleich zu Februar 2018) ein Umsatzplus von nominal 16 % gemeldet (real: + 9,6 %), für die ersten zwei Monaten ergebe sich damit ein Plus von 13,2 % (real: + 6,8 %). Im Öffentlichen Bau sei der Umsatz im Februar sogar um nominal 20,9 %, von Januar bis Februar um 18,3 % gestiegen. Babiel: "Zu diesem Ergebnis hat insbesondere der Straßenbau beigetragen, der nach wie vor vom Investitionshochlauf des Bundes profitiert. Die Umsätze haben hier in den ersten zwei Monaten um 25,6 % zugelegt." Auch für die kommenden Monate sei man weiter optimistisch, die Aufträge lägen im Straßenbau um nominal 19,1 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Durchschnitt der Branche seien die Aufträge im Zeitraum von Januar bis Februar um nominal 12,7 %, im Februar um 8,2 % gestiegen (real: + 6,4 % bzw. + 2 %). Der vom Statistischen Bundesamt berechnete (preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigte) Rückgang des Auftragseingangs zum Vormonat von 2 % sei somit nach wie vor kein Anzeichen für eine Trendwende der Baukonjunktur, sondern nur Ergebnis des mittlerweile erreichten hohen Auftragsniveaus.

Auch beim Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zeigt man sich über die positive Entwicklung – insbesondere im personellen Bereich – erfreut. "Die Unternehmen haben die milde Witterung gut nutzen können, um Aufträge abzuarbeiten. Sie haben dazu weiter Personal eingestellt", erklärte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. "Das zeigt, die Unternehmen sehen die Auftragslage auch weiterhin als nachhaltig an." Parallel zu den Umsätzen habe auch die Preisentwicklung deutlich angezogen. Für Bauleistungen an Wohn- und Bürogebäuden lag diese in den ersten beiden Monaten dieses Jahr bei knapp 5 %, im Straßenbau bei über 7 %. Für Pakleppa ist das ein Zeichen dafür, dass es den Unternehmen angesichts der nachhaltigen Auftragslage besser gelinge, Kosten für Löhne und Material einzupreisen. So lagen bspw. die Preise für Bitumen im ersten Quartal 2019 um gut 11 % über dem Vorjahresvergleichswert. Zudem seien die Preissteigerungen auf deutlich erhöhte Mindest- und Facharbeiterlöhne zurückzuführen.

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