Anzeige

Gemeinsame Erklärung des BMI und DGNB

Ganzheitlich planen und bauen

Gemeinsame Erklärung auf der Expo Real (v. l.): Gunther Adler (Staatssekretär BMI), Barbara Ettinger-Brinckmann (Präsidentin Bundesarchitektenkammer), Dr. Christine Lemaitre (Geschäftsführender Vorstand DGNB e. V.), Prof. Alexander Rudolphi (DGNB Präsident), Johannes Kreißig (Geschäftsführender Vorstand DGNB e. V.).

Berlin (ABZ). – Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e. V. und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) haben eine gemeinsame Erklärung zur Qualität von Bewertungssystemen des nachhaltigen Bauens verfasst. DGNB Präsident Prof. Alexander Rudolphi und Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, haben diese am 9. Oktober im Rahmen der Expo Real in München unterzeichnet. Mit den in der Erklärung formulierten Grundsätzen einer deutschen Methodik der Nachhaltigkeitsbewertung wollen beide Institutionen für eine ganzheitliche und lebenszyklusorientierte Planungs- und Baupraxis werben, die einen aktiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leistet.

Bauen made in Germany genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Das gilt im Hinblick auf die planerische Kompetenz, die technische Qualität genauso wie den baukulturellen Wert. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das Thema Nachhaltigkeit ein, das mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der gebauten Umwelt von entscheidender Bedeutung ist. Das BMI und die DGNB arbeiten auf diesem Gebiet bereits seit mehr als zehn Jahren eng zusammen. Das jetzt veröffentliche Grundsatzpapier fasst die wichtigsten Parameter des nachhaltigen Bauens und der dazugehörigen Bewertungsmethodik zusammen.

Es stellt heraus, warum eine konsequente Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes genauso wichtig ist wie ein performanceorientierter Ansatz, der Wirkungen bewertet und damit Innovation fördert, anstatt konkrete Maßnahmen vorzugeben. Auch die Schaffung einer transparenten Ausgangslage für einen optimalen Gebäudebetrieb und spätere Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen ist nach dem Verständnis von DGNB und BMI eine zentrale Motivation für nachhaltiges Bauen. Nicht zuletzt geht es immer auch um Zukunftssicherheit und Risikominimierung, weshalb eine konsequente Orientierung an den EU-weiten Grundsätzen und Normen elementar ist. "Uns geht es darum, dass nachweislich zukunftsfähige, umwelt- und sozialverträgliche Gebäude gebaut werden", sagte DGNB Präsident Prof. Alexander Rudolphi im Rahmen der Unterzeichnung. "Dies geht nur, wenn man die komplexen Zusammenhänge im Bauen nicht negiert, sondern als Chance begreift. Es geht darum, über die Auseinandersetzung mit den vorhandenen Zielkonflikten die für das jeweilige Gebäude richtigen Entscheidungen zu treffen. In diesem Sinne hat nachhaltiges Bauen auch das Potenzial, einen großen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten."

"Nachhaltige Gebäude schonen über die Nutzungsphase die Umwelt und das Klima, sind wirtschaftlich effizient, schaffen ein gesundes Wohnklima und müssen gesellschaftlich wie städtebaulich gleichermaßen überzeugen", sagte Staatssekretär Gunther Adler. "Effiziente Gebäudekonzepte gepaart mit dem Mut, auch neue und innovative Baustoffe einzusetzen, ist gefragter denn je. Zentrale Herausforderung wird es dabei sein, bezahlbaren und kostengünstigen Wohnungsbau mit nachhaltigen Konzepten intelligent zu verknüpfen. Hier gibt es bereits eine Vielzahl von sehr durchdachten und guten Beispielen".

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=540++541&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 42/2018.

Anzeige

Weitere Artikel