Gemeinschaftliches Bauvorhaben "Alte Weberei"

250 Fenster-Komplettsysteme für neues Quartier eingesetzt

Steinen (ABZ). – Im baden-württembergischen Steinen entsteht ein neues Wohnquartier auf einer ehemaligen Gewerbebrache. Auf einem etwa 4 ha großen Teilgrundstück erstellt die gemeindeeigene Wohnbaugesellschaft drei Mehrfamilienhäuser. Dabei kommen neben Betonfertigteilen auch die Fenster-Komplettsysteme Windowment von Beck+Heun zum Einsatz. Das vereinfacht das Schnittstellenmanagement und reduziert die Bauzeit: In nur eineinhalb Wochen errichten die Rohbauer ein komplettes Wohngeschoss inklusive Decken.
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Der geschlossene Rohbau trägt dazu bei, dass die Ausbaugewerke frühzeitiger anfangen können. Fotos: Beck+Heun/Sven-Erik Tornow

Eine Arbeitsgemeinschaft aus Düsseldorf und Köln, bestehend aus den Architekturbüros rheinflügel severin, office03 und hermanns landschaftsarchitektur, hat die Entwicklungsplanung des Grundstückes übernommen. Im neuen Quartier sollen Reihen- und Doppelhäuser ebenso umgesetzt werden wie Geschosswohnbauten. Das ehemalige Verwaltungsgebäude auf dem Areal soll Menschen mit einer Demenzerkrankung beherbergen und Raum für Mietwohnungen bieten, im Turbinenhäuschen ist eine Arztpraxis vorgesehen.

Gebaut wird im Auftrag der Kommunalen Wohnbaugesellschaft mbH Steinen. Die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung für das gemeindliche Bauvorhaben im Quartier "Alte Weberei" übernahm das Architekturbüro Männer. Dabei zeichnen Manfred Männer und sein Sohn Stephan Männer nicht nur für den Neubau der drei Mehrfamilienhäuser verantwortlich, sondern auch für die Sanierung und Modernisierung der beiden Bestandsbauten.

Der Baugrund stellte die Planer in mehrfacher Hinsicht vor besondere Herausforderungen. Denn das Grundstück liegt in einer mäßig aktiven Erdbebenregion. Zugleich ist es Wasserschutzgebiet. Dies hat Auswirkungen auf den durch die industrielle Nutzung möglicherweise kontaminierten Boden. Für beide Anforderungen fanden die Planer wirtschaftlich realisierbare Lösungen:

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Die Elemente können mit Kranen schnell und einfach an die vorgesehenen Stellen gehoben werden.

Ein in WU-Beton und auf einer selbsttragenden Bodenplatte mit vereinzelten Streifenfundamenten gegründetes Kellergeschoss verbindet alle drei Gebäude miteinander. Neben einer Tiefgarage für 53 Pkw bietet das Untergeschoss Platz für Wasch- und Kellerräume sowie Stellflächen für Fahrräder und Kinderwagen. Die Rohbauarbeiten wurden von dem Bauunternehmen Binder & Blum GmbH aus Schopfheim ausgeführt.

Seriell gebaut

Ab Oberkante Kellerdecke erstellten die Rohbauer die vier Folgegeschosse, drei Voll- und ein Staffelgeschoss, aus Betonfertigteilen. Die nach Ausführungsplänen gefertigten Doppelwandelemente wurden inklusive der Verrohrung und Leerdosen für die Elektrik angeliefert. Die Wandelemente werden just-in-time geliefert, per Kran an die richtige Stelle im Gebäude versetzt und mit Ortbeton verfüllt. Diese serielle Bauweise komme vor allem der Bauzeit zugute, da ein aufwändiges Ein- und Ausschalen entfällt. Normalerweise werden die Doppelwandelemente mit definierten Öffnungen für Fenster und Türen gefertigt. Stephan Männer arbeitet allerdings mit einer zeit- und kostensparenden Lösung: dem Fenster-Komplettsystem Windowment von Beck+Heun.

Windowment ist nach Angaben des Herstellers die konsequente Weiterentwicklung von Fenster-Komplettsystemen. Alle Komponenten sind in einem gedämmten Tragrahmen-Stahlprofil mit vorgefertigten Fensteranschlüssen integriert. Einzig Fenster und Rahmen setzt der Fensterhersteller oder Fensterbauer ein. Anschließend erfolgt die Bereitstellung auf der Baustelle oder an den Verarbeiter. Geliefert wird ein hochdämmendes und fugendichtes sowie baustellengerecht verpacktes Komplettelement. In der Praxis haben sich zwei Möglichkeiten bewährt: Im Zuge des Aufmauerns oder Aufstellens der Außenwände wird Windowment in die entstehende Wand integriert und mit eingemauert. Oder das System wird von oben in die freie Fensternische eingelassen, bevor der Sturz beziehungsweise die Geschoßdecke eingebaut werden. Für eine sichere Verbindung zum Mauerwerk/den Systemwänden sorgen einsteckbare Maueranker oder Schienen. Einsetzbar ist das Komplettsystem in Außenwänden mit Wandstärken von 300 bis 490 mm.

Schnell eingehoben

Unterstützt wird die Montage des Fenster-Komplettsystems durch geprüfte Kran-Hebepunkte. So können die Elemente schnell und einfach mit Kranen an die vorgesehenen Stellen im Rohbau gehoben werden. Durch die schnelle, einfache und kräfteschonende Montage von Windowment reduziere sich nicht nur der notwendige Aufwand, auch Schnittstellenprobleme würden effizient vermieden.

Nutzen und Vorteile des Systems von Beck+Heun hätten sich beim Neubau in Steinen schon schnell gezeigt. Auch der beauftragte Fensterbauer habe das Potential des Fenster-Komplettsystems sofort erkannt. In die auf Maß gefertigten Windowment-Komponenten hat er die bodentiefen Fenster und Hebe-Schiebe-Anlagen eingebaut und die Komplettsysteme zusätzlich mit baustellengeeigneten Schutzfolien gesichert. Anschließend wurden die fertigen Elemente direkt zur Baustelle transportiert, entladen und nach Bedarf eingebaut.

Bauzeit reduziert

Sobald die Außenwände aus Betonfertigteilen gesetzt und ausbetoniert waren, konnten auch die einzelnen Fensterelemente in die Nischen gesetzt werden. Zuvor verschraubten die Rohbauer zwei Schienen an den Seiten des Windowment-Einbauteils. Abgesetzt wurden die Fensterelemente auf per Laser eingemessenen Nivellierplättchen und einer Zementmörtelschicht. Nach dem lotrechten Ausrichten verschraubte das Team die Elemente über die seitlichen Schienen direkt in den Betonfertigteilwänden. Der Einsatz der neuen Windowment-Fenster-Komplettsysteme habe sich beim Neubau der drei Mehrfamilienhäuser im Neubaugebiet "Alte Weberei" in jedem Fall gerechnet. Nicht nur die Bauzeitoptimierung, sondern auch das vereinfachten Schnittstellenmanagement sprechen den Verantwortlichen zufolge für die Verwendung der Fenster-Komplettsysteme von Beck+Heun.

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