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Geplante EU-Renovierungswelle

Baugewerbe fordert mehr Anreize

Berlin (ABZ). – Die EU-Kommission hat in dieser Woche ihre Pläne für eine europaweite Renovierungswelle vorgestellt. Im Fokus steht vor allem der Gebäudesektor, der mit Hinblick auf die Klimaziele der EU bis 2050 dringend überholt werden muss. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) begrüßte die Pläne der EU, mahnte aber gleichzeitig dazu, diese nicht durch überzogene Auflagen selbst zu torpedieren.

„Es ist richtig, dass die EU-Kommission den Gebäudesektor ins Zentrum der Debatte um ein klimaneutrales Europa bis 2050 rückt“, erklärte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. „Eine höhere Sanierungsquote im Gebäudebestand wird einen wichtigen Beitrag leisten, damit Europa langfristig seine Klimaziele erreicht. Wir begrüßen daher, dass die Kommission mit weiteren Investitionsmitteln die Gebäudesanierung ankurbeln will.“

Gleichzeitig würden die besten Vorsätze ins Leere laufen, wenn sie sich nicht praktisch umsetzen lassen, mahnte Pakleppa. Die Anforderungen an die energetische Modernisierung von Gebäuden müssten daher praxistauglich und wirtschaftlich gerechtfertigt sein. Überzogene Auflagen würden die Nachfrage hemmen und wären damit kontraproduktiv. Pakleppa: „Hier ist die Kommission aufgefordert, sich bei der Entwicklung der Mindeststandards mit Augenmaß an der tatsächlichen Baupraxis zu orientieren. Zudem muss die Bereitstellung der Mittel auf die bereits bestehende Förderkulisse in den Mitgliedstaaten abgestimmt sein.“

Das Baugewerbe stehe als wichtiger Konjunkturmotor in der Corona-Krise bereit, die Renovierungswelle in Deutschland umzusetzen, betonte Pakleppa weiter. Die vielen mittelständischen Bauunternehmen hätten die Expertise und würden weiterhin ihre Kapazitäten ausbauen, damit die Sanierungsquote erheblich erhöht werden könne. Nun brauche es wirksame Anreize, die die Nachfrage nach Sanierungsleistungen steigern.

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