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Gerüsthersteller auf der NordBau mit Bauunternehmen im Dialog

Layher-Gerüstlösungen erhöhen Effizienz und Arbeitssicherheit

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Dr. Kreller: "Damit Aufträge fristgerecht begonnen und effizient abgewickelt werden können, ist eine schnelle Materialverfügbarkeit ebenfalls unerlässlich. Dank flexibler Produktionskapazitäten und großer Lagerbestände können wir unseren Kunden eine hohe Lieferbereitschaft zusichern und jede geforderte Menge zuverlässig und termingerecht bereitstellen."

In den letzten Jahren sind die Anforderungen auf Baustellen immer weiter gestiegen. Kostendruck und Regelungen wie der Mindestlohn erfordern es Einsparpotentiale zu heben und Bauabläufe zu hinterfragen. Wie Gerüstbauer mit Layher-Systemen dazu beitragen können, will der Hersteller auf Messen wie der NordBau mit Bauunternehmen und Bauhandwerkern diskutieren. Darüber sprach in Güglingen-Eibensbach Rainer Oschütz, Chefredakteur der Allgemeinen Bauzeitung (ABZ), mit Dr. Helmut Kreller, Geschäftsführer der Wilhelm Layher GmbH & Co KG.

ABZ: In den vergangenen Jahren haben Sie einige neue Gerüst-Lösungen für Bauunternehmen entwickelt, jetzt sind Sie zum ersten Mal seit Jahren wieder als Aussteller auf der NordBau in Neumünster. Verstärken Sie Ihr Engagement in Zielrichtung Bau?

Dr. Kreller: Bauunternehmen sind schon immer eine wichtige Zielgruppe für uns bzw. unsere Gerüstbaukunden. In den letzten Jahren können wir jedoch feststellen, dass die Anforderungen auf Baustellen immer weiter steigen. Der anhaltende Kostendruck und Regelungen wie der Mindestlohn erfordern es bspw., Einsparpotentiale zu heben und Bauabläufe kritisch zu hinterfragen. Aber auch das Thema Arbeitssicherheit gewinnt für Bauunternehmen im Zuge der neuen Betriebssicherheitsverordnung immer mehr an Bedeutung. Gerüstbauer können mit den Layher-Systemen entscheidend dazu beitragen, die Effizienz und Arbeitssicherheit auf Baustellen zu erhöhen. Dies ist leider noch zu wenig bekannt. Auf Messen wie der NordBau möchten wir deshalb zu diesen Themen in einen intensiven Dialog mit Bauunternehmen und Bauhandwerkern treten.

ABZ: Können Sie das näher erläutern?

Dr. Kreller: Neben der eigentlichen Bautätigkeit gibt es auf Baustellen im Bereich Hoch-, Tief- und Ingenieurbau oder auch Brückenbau eine Vielzahl an Aufgaben zu lösen: von temporären Treppentürmen als Zugang zur Baugrube oder Kletterschalung über Graben- oder Kabelbrücken bis hin zu Betonier- und Bewehrungsgerüsten, Traggerüsten oder Einrichtungen für den Baustellenschutz. Oftmals kommen für diese Baustelleneinrichtungen immer noch projektbezogene und speziell angefertigte Konstruktionen aus Holz oder Stahl zum Einsatz, die sich in der Regel jedoch als wenig effizient erweisen. Sie können nach Projektende meist nicht mehr für andere Aufgaben eingesetzt werden, was sich – abgesehen von den Lohnkosten – zusätzlich als Aufwand niederschlägt. Eine wirtschaftliche und zugleich sichere Lösung ist dagegen unser modular aufgebautes AllroundGerüst. Mit nur einem System lassen sich sowohl klassische Arbeits- und Schutzgerüste schnell und optimal an die Gegebenheiten angepasst realisieren als auch alle vorhin genannten Aufgabenstellungen. Der Montagevorteil des AllroundGerüsts kann dabei die Wirtschaftlichkeit der Baustelle positiv beeinflussen. Und dies dank der Langlebigkeit unserer feuerverzinkten Produkte "Made in Germany" über viele Jahre.

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Wirksamer Baustellenschutz für wetterunabhängiges Arbeiten: Das Kederdach XL von Layher erlaubt nicht nur Dachbreiten von bis zu 40 m, sondern lässt sich auch als fahrbare Konstruktion montieren.

ABZ: Worin liegen die Vorteile für Bauunternehmer?

Dr. Kreller: Aufgrund seiner vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten eignet sich das AllroundGerüst optimal für die Baustelle. Dieses modulare System hat sich beim Einsatz in Industrieanlagen unter rauen Bedingungen über Jahrzehnte bestens bewährt und ist in diesem Bereich heute führend. Durch die sukzessive Erweiterung des Allround-Systems um vorteilhafte Zusatzbauteile wurde die Möglichkeit geschaffen, im Gerüstbau nahezu ohne Rohre und Kupplungen auszukommen. Das steigert die Effizienz enorm. Wie bei Layher üblich haben wir selbstverständlich auch die Aufgabenstellungen auf Baustellen erneut genau betrachtet und einige Ergänzungsbauteile für diesen Einsatzzweck entwickelt. Herausgekommen sind unter anderem unser modularer Gerüsttreppenturm und die Allround Traggerüstrahmen TG 60, die sich in Verbindung mit Allround-Systemriegeln und -Systemdiagonalen über die schraubenlose Keilschlossverbindung schnell und einfach zu Traggerüsttürmen mit einer Stieltragfähigkeit von bis zu 6 t kombinieren lassen. Das Allround Traggerüst TG 60 ist zwischenzeitlich gut im Markt eingeführt und hat sich als äußerst effektiv erwiesen. Neben dem AllroundGerüst bieten wir aber auch weitere Produktgruppen wie das Kederdach XL oder das Protect-System mit einer Vielzahl von wirtschaftlichen Anwendungsmöglichkeiten. Wichtig dabei ist, dass alle Systeme miteinander kombinierbar sind und der Materialbestand auf dem Bauhof so regelmäßig zum Einsatz kommt und Geld verdient. Unsere Systeme entwickeln wir im Hinblick auf Effizienz und Sicherheit natürlich kontinuierlich weiter. Wenn man bedenkt, dass die Gerüstbaudienstleistung immer noch zu 80 % von den Lohn- und Logistikkosten bestimmt wird, kommt dabei gerade den Einflussfaktoren für die Montageleistung wie dem Teilegewicht eine hohe Bedeutung zu. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns schon seit einigen Jahren mit diesem Thema. Das erfolgreiche Ergebnis ist unsere neue Generation AllroundGerüst Lightweight. Durch den Einsatz von höherfestem Stahl konnten wir das Teilegewicht deutlich verringern – bei gleichbleibend hoher Tragfähigkeit. Die "leichtere" Montage per Hand wirkt sich dabei übrigens nicht nur auf die Aufbauschnelligkeit aus, sondern macht auch eine Montage per Kran überflüssig. Alle unsere Systeme können kranunabhängig auf- und abgebaut werden.

ABZ: Wenn sich ein Bauunternehmen nun für Ihr AllroundGerüst entscheidet, geben Sie Hilfestellung beim Ersteinsatz?

Dr. Kreller: Selbstverständlich machen wir auch hier für unsere Kunden gemäß unserer Firmenphilosophie "mehr möglich". Für die Planung stellen wir bspw. eine umfangreiche Technische Dokumentation zur Verfügung. Dazu gehören Zulassungen oder Typenberechnungen, Materialbedarfstabellen für die schnelle Vorplanung, Bemessungshilfen für Schalungsträger, detaillierte Aufbau- und Verwendungsanleitungen oder auch Planungssoftware. Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden mit einer umfassenden Beratung. Diese reicht von den Layher Seminaren zu verschiedensten Themen über die Anwendungs- und Baustellenberatung unseres Technischen Büros bis hin zu kundenindividuellen Schulungen. Speziell beim Ersteinsatz unserer Systeme erhalten Bauunternehmen auf Wunsch eine Einweisung durch erfahrene Layher Richtmeister. So werden Tipps zum effektiven Einsatz weitergegeben. Und wie bereits erwähnt arbeiten unsere erfahrenen Anwendungsingenieure auch Lösungsvorschläge für die Aufgabenstellungen unserer Kunden aus.

Bei der Montage von Gerüstkonstruktionen auf Baustellen findet angesichts der gestiegenen Anforderungen an Effizienz und Sicherheit bei Bauunternehmen derzeit ein Umdenken statt. Immer häufiger werden Gerüstbauunternehmen beauftragt, die entscheidend zur Effizienz auf der Baustelle beitragen können. Als Spezialisten bieten sie eine komplette technische Lösung inklusive Planung, Materialbereitstellung und wirtschaftlichem Auf- und Abbau. Qualifizierte und erfahrene Gerüstbauer montieren deutlich schneller als bspw. Subunternehmer ohne Gerüstbauerfahrung und können mit ihrem vorhandenen Layher Materialbestand – auch ergänzend zum Material der Baufirmen – viele weitere Aufgaben rund um die Baustelle lösen. Das Leistungsspektrum reicht vom klassischen Fassadengerüst über Treppentürme und Überbrückungen bis hin zu Betonier- und Bewehrungsgerüsten sowie Baustellenschutz. Dazu zählen temporäre Überdachungen ebenso wie Einhausungen. Bundesweit gibt es ein dichtes Netz an Layher Gerüstbaukunden. Auf Wunsch vermittelt Layher Bauunternehmern gerne den passenden Kontakt vor Ort.

ABZ: Sie sprechen von Baustelleneffizienz. Stellen temporäre Überdachungen oder Einhausungen nicht eher einen Aufwand für Baustellen dar?

Dr. Kreller: Im Gegenteil. Wir haben mit unseren Schutz-Systemen – wie der Name schon sagt – Systemlösungen im Programm, die sich dank leichter Bauteile und schraubenlosen Verbindungstechniken schnell montieren lassen. Einmal montiert tragen das Protect-System als Baustelleneinhausung sowie das Kassettendach und Kederdach XL nicht nur zum Schutz von Bauobjekt und Bauhandwerker oder der Umwelt bei, sondern beschleunigen auch den Bauablauf. Bauunterbrechungen infolge widriger Witterungsverhältnisse werden verhindert – egal ob bei Regen, Wind, Schnee oder extrem heißen und kalten Temperaturen. Für die Auftraggeber ist ein wirksamer Wetter- und Staubschutz unter Umständen ebenfalls von entscheidender Bedeutung, da der Betrieb – z. B. in Produktionshallen – sicher geschützt weitergehen kann. Das Design der Layher Lösungen ist außerdem ideal für Wohngebiete, Innenstädte oder Bereiche mit hohem Publikumsverkehr, also überall dort, wo Optik eine wichtige Rolle spielt. Bauunternehmen können sich mit ansprechenden Baustellen deutlich vom Wettbewerb abgrenzen.

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Ein "Allrounder" im Einsatz: das flexible AllroundGerüst von Layher als temporärer Aufstieg und – dank des Ergänzungsbauteils Allround Brückenträger – als freigespannte Überbrückung. Das Protect-System sorgt zudem für wirkungsvollen Schutz vor herabfallenden Objekten.

ABZ: Wo sehen Sie im Hinblick auf Baustelleneffizienz noch Potential?

Dr. Kreller: Potential sehen wir nach wie vor beim Thema Logistik. Wie bereits erwähnt sind die Logistikkosten bei Transport und Lagerung bei der Gerüstbaudienstleistung ein maßgeblicher Faktor. Dazu zählen alle Aufgabenstellungen rund um Beschaffung, Lagerung, Transport und Umschlag auf der Baustelle. Zeiten, die sich summieren. Diese Vorgänge gilt es deshalb so zu optimieren, dass sie zeit- und kostensparend durchgeführt werden können. Um Transportkapazitäten besser auszunützen und den Materialtransport – beim Transport vom Lkw zur Einsatzstelle wie bei der Gerüstmontage selbst – zu erleichtern, ist die Reduzierung des Teilegewichts wie bei unserem AllroundGerüst Lightweight ein wichtiger Schritt. Stapelbare Paletten als Transporteinheit erleichtern und beschleunigen in diesem Zusammenhang den Be- und Entladeprozess und bringen durch eine platzsparende Materiallagerung und hohe Übersichtlichkeit auch entscheidende Vorteile bei Lagerung, Materialzugriff, Transport, Montage und Inventur. Mit einer Ladekapazität von 44 Rahmen ermöglicht z. B. auch unsere neue Rahmenpalette für das Allround Traggerüst TG 60 eine bessere Auslastung vorhandener Lagerfläche und von Transportkapazitäten.

ABZ: Sie erwähnten auch das Thema Beschaffung. Gehört dazu das Thema Materialverfügbarkeit?

Dr. Kreller: Damit Aufträge fristgerecht begonnen und effizient abgewickelt werden können, ist eine schnelle Materialverfügbarkeit ebenfalls unerlässlich. Dank flexibler Produktionskapazitäten und großer Lagerbestände können wir unseren Kunden eine hohe Lieferbereitschaft zusichern und jede geforderte Menge zuverlässig und termingerecht bereitstellen. Unser Logistikkonzept bietet hier verschiedene Möglichkeiten. Für den sofortigen Bedarf sind an unseren bundesweit 31 Service- Stützpunkten mit gut sortierten Materiallagern alle gängigen Serienartikel jederzeit vorrätig. Alternativ können Kunden ihr Material direkt bei uns bestellen und es sich ins Lager oder – "just-in-time" – auf die Baustellen liefern lassen. Effizienz wird bei uns in allen Bereichen großgeschrieben.

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