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Geschlossener Wohnblock rund um grüne Oase

Traditioneller und innovativer Klinker-Einsatz

Im südlichen Teil von Terwijde ist das Loungekwartier mit 36 Wohnungen entlang der Hauptstraße Jazzsingel entstanden. Bei den soliden, geschlossenen Eckenelementen eignet sich das traditionelle Mauerwerk besonders gut.

Utrecht/Niederlande (ABZ). – Im nördlichen Teil von Leidsche Rijn in Utrecht liegt der moderne, dynamische und wasserreiche Stadtteil Terwijde. Breite Wasserläufe, Schilfgürtel, kleine Brücken und der weitläufige Waterwin Park bestimmen die Atmosphäre im Stadtteil. Der südliche Teil von Terwijde hat einen lebendigeren und urbaneren Charakter mit Einfamilienhäusern und Stadtwohnungen. Hier ist das Loungekwartier mit 36 Wohnungen entlang der Hauptstraße Jazzsingel entstanden. An den Fassaden zur Straßenseite war die Hagemeister-Sortierung "Gent" festgesetzt. Das Architekturbüro Heren 5 Architecten kombinierte hier traditionelle Mauerarbeiten mit Riemchen in vorgefertigten Fassadenelementen aus Beton. Architektonisch und städtebaulich springt die Spoorzone in Leidsche Rijn Terwijde einem unmittelbar ins Auge. Geschlossene Baublöcke, die als Puffer zwischen der stark befahrenen Bahnstrecke Utrecht – Den Haag und den Einfamilienhäusern in Leidsche Rijn platziert sind, bestimmen das Bild des Viertels. Die geschlossenen Baublöcke sind in zwei Reihen gruppiert, eingefasst in ein Raster aus Hauptstraßen (Jazzsingel und Louis Armstronglaan) und ruhigen Nebenstraßen. Mit einem "scenic walk" kommt noch eine Zone für Spaziergänger und Radfahrer hinzu, die hinten zwischen den beiden Reihen durchführt.

Alle Baublöcke in der Spoorzone haben eine robuste, verklinkerte Fassade. Für den von Heren 5 Architecten realisierten Wohnblock kamen Hagemeister-Klinker zum Einsatz. Mit der Objektsortierung "Gent" realisierte Projektarchitekt Jan Klomp abwechslungsreiche Fassadenflächen mit stehenden und liegenden Mauerverbänden, zurückliegenden und herausstechenden Fassadenelementen sowie dunkelroten Klinkerflächen neben helleren Partien mit vielen Farbnuancierungen. An der Fassade wurden Prefab-Elemente mit Riemchen verarbeitet. "Die reichhaltige Ornamentik, die Muster und Reliefs, die dadurch möglich wurden, verleihen allen Frontgiebeln eine besondere Ausstrahlung", erläutert Jan Klomp die max. Freiheit im Entwurf.

Im Loungekwartier wurde eine kohärente Komposition aus Blöcken umgesetzt. Entlang der breiten Jazzsingel übersetzten die Architekten dies in eine formelle Fassadeneinteilung. Jede Wohnung ist über drei Baulagen hinweg in dunkelrote Fassadenfelder eingefasst, die von hervorstehenden Pfeilern eingerahmt werden. Hinzu kommt ein heller Dachrand. In den helleren Fassadenpartien ist die Fußseite des "Gent" Klinkers zur Hälfte mit der dunkelroten Vorderseite des Steines gemischt worden. "Die Rückseite des Klinkers weist Spuren aus der Produktion auf.

Der Klinker bekommt dadurch eine rauere Textur. "Wir haben diese Fußseite als Sichtseite verwendet und mit der sauberen, dunkelroten Vorderseite vermischt", erklärt Jan Klomp. Passend zum ruhigeren Charakter der Seitenstraßen wurden die Wohnungen entlang der Miles Davisstraat und Sonny Rollinsstraat in den ersten zwei Baulagen mit einem roten Mauerwerk versehen und bekamen in der dritten Lage eine hellere Farbzusammenstellung. Der Baukrise geschuldet, ist aus den ursprünglich geplanten Wohnungen nun ein Block mit 36 Einfamilienhäusern entstanden. Innerhalb des städtebaulichen Schemas musste das Loungekwartier aber als robuster Baukörper umgesetzt werden. "Das verlangte nach soliden, geschlossenen Eckenelementen. Traditionelles Mauerwerk eignete sich hier angesichts der großen Fassadenflächen am besten", erklärt Jan Klomp.

An allen Fassaden des Loungekwartiers sind die dunkelgrauen Fugen tief ausgespart und im Nachhinein ausgefugt worden. Damit wird vermieden, dass entlang der Fassaden Unterschiede zwischen den Fugen der Prefab-Elemente und denen des traditionellen Mauerwerks entstehen können.

Das Loungekwartier bekam rundherum ein Klinkerpflaster, das wie ein Zierstreifen um den Baublock herumläuft und als "Margezone" den Übergang von privatem und öffentlichem Raum kennzeichnet. In den Fassaden integrierte Bänke sollen auf der Straße für mehr Kontakt unter den Bewohnern sorgen und zu gleicher Zeit Passanten davon abhalten, zu nah entlang der Fassade zu laufen.

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