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Gesteinskörnungen

Vorabsiebung erhöht die Qualität

Die Calanda Gruppe im Churer Rheintal setzt einen neuen Gesteinsbrecher vom Typ Giporec R 131 FDR GIGA DA ein.

Bonaduz/Schweiz (ABZ). – Die Calanda Gruppe im Churer Rheintal setzt seit Mai einen neuen Gesteinsbrecher vom Typ Giporec R 131 FDR GIGA DA ein. Die Anlage im Werk der Calanda Recycling in Bonaduz ist erstmals in der Schweiz mit einer Vorabsiebung von 3 m Sieblänge, einem treibstoffeffizienten Dieselmotor vom Typ Scania und einer Zweifach-Windsichtung ausgestattet worden.

Die Calanda Recycling AG Bonaduz ist auf dem Feld der Rückgewinnung und Entsorgung von Baustoffen tätig. Sie bereitet Bauschutt wieder zu Qualitäts-Recycling-Baustoffen für den Hoch- und Tiefbau auf. So wird der Baustoff-Kreislauf geschlossen und natürliche Ressourcen werden geschont. Für die Calanda Gruppe ist die Investition in eine neue Brechanlage systemrelevant. Denn die Anlage muss die Kunden und die eigenen Werke reibungslos mit RC-Baustoffen versorgen. Möglichst wenig Stunden dürfen ausfallen. Zur Produktionspalette gehören RC-Gesteinskörnungen aus Mischabbruch, Betonabbruch, Altbelag, Primärkoffer und Planiematerial.

Bei der Entscheidung für eine neue Brecheranlage standen für den Geschäftsführer der Calanda Gruppe Giancarlo Weingart und dem Spartenleiter Kies, Deponie und Recycling Marcel Degonda die Qualität der Produktion und eine im Vergleich zum Dieselverbrauch optimierte Leistung im Fokus. Die neue Maschine sollte eine sieben Jahre lang reibungslos eingesetzte Gipo-Anlage ersetzen. Diese alte Anlage lief 1000 bis 1300 Betriebsstunden im Jahr. Sie war noch in gutem Zustand, sollte aus ökologischen und ökonomischen Überlegungen aber früher als üblich ersetzt werden. Die guten Erfahrungen mit der Vorgängermaschine und die hohen Standards von Service, Reparaturdienst und Ersatzteilversorgung bei der Gipo bewogen den Schweizer Hersteller zu der Neubeschaffung.

Die Anlage wurde gemeinsam genau für den Einsatz und die Bedürfnisse konfiguriert. So kann durch die Vorsiebmaschine mit einer Sieblänge von 3 m und mit den im Überkornmaterial und im Unterdeck aufgebauten Windsichter die Qualität der aufbereiteten Gesteinskörnungen verbessert werden.

Die Giporec kann ohne zusätzliche Abstützungen betrieben werden und Herstellerangaben zufolge flexibel und mobil eingesetzt werden. Mit dem Antrieb durch den neusten Scania-Dieselmotor der Stufe V, Typ DC 16 mit 450 kW und Partikelfilter kann die vorgegebene Brecherleistung mit einem um rund 20 % reduzierten Treibstoffverbrauch realisiert werden. Durch eine gut aufgestellte Scania-Vertretung in Chur sind die Reaktionszeiten beim Service für Brecher und Motor kurz.

Die wesentlichen technischen Merkmale sind der neue energieoptimierte Brecher-Direktantrieb mit einem Scania-Dieselmotor Stufe V Typ DC16 mit 450 kW und der sehr robuste und leistungsfähige konzipierten Prallbrecher P 131 mit einem Prallmühle-Einlauf von 1270 x 920 mm und einem Rotordurchmesser von 1200 mm. Diese sehr leistungsstarke Gipo-Prallmühle mit einer Aufgabeleistung von bis zu 400 t/h bildet mit einer großen Nachsiebmaschine von 1500 x 5500 mm und dem Eisenaustrag mit Permanentmagnet in Längsrichtung das Herzstück der Anlage.

Der neue Brecher-Direktantrieb mit angeflanschtem Revox-Getriebe verbraucht Herstellerangaben zufolge wenig Treibstoff und ist sehr wirtschaftlich. Über ein Getriebe wird der Brecher direkt und verlustarm angetrieben. Mit der neuen Hydrauliklösung werden die Nebenantriebe wie Rinnen, Siebe und Förderbänder verbrauchsoptimiert angetrieben.

Durch die separate und große 2-Deck Vorabsiebung mit einer Sieblänge von 3 m werden verschleißintensives Feinmaterial, plattiges Korn und Verunreinigungen ausgeschieden, so dass die Qualität des Endproduktes steigt. Zudem steigt dadurch die Brechleistung, und es gibt weniger Verschleiß.

Der Brecheraustrag erfolgt mit Vibrations-Austragsrinne und Förderband mit einer Gurtbreite von 1400 mm. Dieses breite Austragsband verhindert Materialstauungen unter dem Rotor und an den Übergabestellen. Zudem kann die Materialschichthöhe verringert werden. Dies macht sich speziell im Recyclingbereich positiv bemerkbar, da Eisenteile auf diese Weise noch besser vom Überbandmagnetabscheider, der in Längsrichtung bei Übergabe vom Förderband Brecheraustrag auf die Siebmaschine angeordnet ist, erfasst und ausgetragen werden.

Das gebrochene Material wird von der großen 2-Deck Siebmaschine mit einer Siebfläche von 1500 x 5500 mm abgesiebt. Das Überkorn kann wahlweise seitlich ausgetragen oder in die Vibrations-Aufgaberinne zurückgeführt werden. Das Förderband für die Überkornrückführung kann 180° hydraulisch geschwenkt werden für die Funktion als Haldenband auf einer stabilen Drehkonsole.

Mit der integrierten Windsichtung (Leichtstoffausscheidung) im Überkornkornkreislauf und im Unterdeck werden Leichtstoffe wie Holz, Kunststoff und andere leichte Fremdmaterialien mittels einer speziellen Luftdüse aus dem Materialstrom ausgeblasen. Das Endprodukt ist daher reiner und qualitativ hochwertiger.

Das Materialflusskonzept vermeidet wie bei den anderen Gipo-Anlagen eine Verengung des Materialstromes. Die Systembreiten der Förderelemente "öffnen" sich in Materialflussrichtung.

Die Siebeinheit wird mittels Hydraulikzylinder ohne fremdes Hebegerät einfach an die Brechanlage an- und abgekuppelt. Die Siebbeläge können durch die gute Zugänglichkeit einfach und schnell gewechselt werden. Die Gipo-Anlagen seien generell sehr zuverlässig, langlebig, wirtschaftlich und leistungsstark, verspricht der Hersteller. Sie seien robust und kompakt gebaut, ihre Komponenten seien hochwertig. Die Anlagen könnten einfach bedient und gewartet werden. Bereits seit mehreren Jahren würden sie mit Dieselmotoren den neusten Abgasnormen ausgerüstet, womit sie dem aktuellsten Stand der Entwicklung auch für die Zukunft entsprechen würden. Gipo lege zudem großen Wert auf umweltfreundliche Maschinen.

Die Calanda Gruppe mit Sitz in Chur in der Südostschweiz ist als Baustoffproduzent in der Kiesproduktion, im Recycling, in der Entsorgung und dem Deponiewesen tätig.

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