Gesund wohnen dank Schallschutz

Geschossbauziegel sorgt für Ruhe

Die Schallschutz-Messungen in der Frankfurter Zeppelinallee zeigen: Das 42 cm dicke Mauerwerk aus "Unipor Coriso"-Ziegeln ermöglicht mit den gewählten Fenstertypen eine Luftschalldämmung von 47 dB.

Frankfurt am Main (ABZ). – Für den baulichen Schallschutz ist ein optimales Zusammenspiel aus hochwertigen Baustoffen und guter Planung unerlässlich. Nur auf diese Weise wird gezielter Lärmschutz nach außen und innen realisierbar – ein wichtiger Aspekt, vor allem in Sachen Wohngesundheit. Massives Mauerwerk bietet dank seiner bauphysikalischen Eigenschaften zuverlässigen Schutz vor Lärm- und Geräuschquellen: Dabei setzt bspw. der massive Baustoff Ziegel den Schallwellen ein Hindernis entgegen, das sie auf ein Minimum reduziert. Damit entsprechen Bauwerke aus modernen Mauerziegeln – wie etwa dem "Unipor WS10 Coriso" – allen heutigen hohen Qualitäts- und Komfortstandards. So auch bei einer Stadtvilla in Frankfurt am Main, die bei aktuellen bauakustischen Messungen alle Erwartungen übertraf.

Immer mehr des bundesweit benötigten Wohnraums entsteht in Metropolen und Ballungszentren. Das bedeutet Nähe zur Nachbarwohnung und daher häufig hohe Anforderungen an den baulichen Schallschutz. Doch nicht nur die Ruhe vor dem Nachbarn, sondern auch ein guter Schutz vor Verkehrslärm ist besonders bei straßennahen Objekten entscheidend für hohen Wohnkomfort. Dass das Bauen mit mineralisch gefüllten Mauerziegeln sowohl idealen Wärme- als auch Schallschutz ermöglicht, beweist eine exklusive Stadtvilla in Frankfurt-Bockenheim. Die nach Fertigstellung durchgeführten bauakustischen Messungen übertreffen hier sogar die zuvor prognostizierten Werte deutlich: Dank des Einsatzes massiver, gefüllter Unipor-Mauerziegel und einer durchdachten Bauplanung bietet das mehrgeschossige Wohnobjekt erhöhten Schallschutz und trotz Straßennähe eine ruhige Wohnatmosphäre. Als Basis für den Schallschutz gelten die bauordnungsrechtlichen Anforderungen der DIN 4109, die nicht unterschritten werden dürfen. Wünscht der Bauherr höhere Schallschutzwerte, können diese mit dem Bauträger vereinbart werden – geregelt nach Beiblatt 2 der DIN 4109 oder der VDI-Richtlinie 4100. Erhöhte Ansprüche lassen sich jedoch nur mit anspruchsvoller Planung und den richtigen Baustoffen sicher umsetzen. Dämmstoffgefüllte "Coriso"-Mauerziegel der Unipor-Gruppe (München) bieten hier nicht nur die ideale Unterstützung für den Schallschutz, sondern überzeugen zugleich mit besonders hoher Energieeffizienz. So auch der "WS10 Coriso"-Mauerziegel, der extra für den energiesparenden und lärmsensiblen Mehrfamilien-Wohnungsbau konzipiert wurde. "Dieser Geschossbauziegel vereint guten Wärmeschutz mit einer effektiven Schalldämmung und erlaubt somit die Errichtung von energieeffizienten Gebäuden in lärmsensiblem Umfeld", erklärt Unipor-Geschäftsführer Dr. Thomas Fehlhaber.

Hochwärmedämmende Mauerziegel eignen sich für anspruchsvolle Schallschutzziele – auch wenn Schall- und Wärmeschutz oftmals in Konkurrenz zueinander stehen. Denn je größer die flächenbezogene Masse eines Baustoffes, desto besser ist sein Schallschutz: Schwere Bauteile lassen sich von auftreffenden Schallwellen nicht so leicht in Schwingung versetzen und dämpfen somit Lärm und Geräusche. Moderne Mauerziegel verfügen dank ihres optimierten Lochbildes zwar über verbesserten Wärmeschutz, dabei sinkt aber zugleich die Rohdichte und somit auch die flächenbezogene Masse. Hier kann jedoch der integrierte Coriso-Dämmstoffkern Abhilfe schaffen: Die Verfüllung der Lochkammern mit mineralischem Kern verbessert den Schallschutz, indem er den Schall aufnimmt und abschwächt. Mit der richtigen Planung lassen sich daher auch mit wärmedämmendem monolithischem Mauerwerk ambitionierte Schallschutzziele sicher erreichen.

Das zeigt sich nun in der lärmsensiblen Frankfurter Zeppelinallee. Neben den Ansprüchen nach DIN 4109 sollte die freistehende Villa auch die erhöh-te Schallschutzstufe II nach VDI 4100: 2007-08 erfüllen. Bei der Prognose des erforderlichen Lärmschutzes der Außenwände ergaben sich je nach Fassadenausrichtung für den Luftschallschutz geforderte Werte von 30, 35 und 40 dB nach DIN 4109, Tabelle 8. Die abschließenden Vor-Ort-Messungen zeigten, dass das 42 cm dicke Coriso-Mauerwerk mit den gewählten Fenstertypen die geforderte Luftschalldämmung mit 47 dB mehr als erfüllt.

Die Qualität des Ziegelmauerwerks bewies sich ebenfalls bei den Messungen zum Nachweis des erhöhten Schallschutzes im Gebäude: Die Prognose des Luftschallschutzes bei der vertikalen Schalllängsleitung betrug selbst bei ungünstiger Übertragungssituation 57 dB. Dieser Nachweis wurde nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung Z-23.22-1787 durchgeführt. Bereits seit mehreren Jahren nimmt diese die im Juli 2016 im Weißdruck veröffentlichte DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" in Teilen vorweg. Der mit dem Bauherren nach VDI-Richtlinie 4100:2007-08 Schallschutzstufe II vereinbarte Schallschutz von 57 dB wurde in der Überprüfung mit gemessenen Werten von letztlich 58 bis 62 dB deutlich übertroffen.

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