Gevelsberger Stefansbachtal-Viadukt

Ehemalige Bahnbrücke für Umbau zur Radbrücke eingerüstet

Grevelsberg (ABZ). – Im Zuge des immer notwendigeren Ausbaus der Radwegenetze bekommt auch das Stefansbachtal-Viadukt eine neue Daseinsberechtigung.

So hat der Landesbetrieb Straße NRW vor rund acht Jahren fast die komplette ehemalige Bahnstrecke Witten-Schwelm von der Deutschen Bahn übernommen, um daraus eine Fahrradhauptstraße vom Ruhrtal ins Bergische Land zu machen. Damit die Arbeiten auf der Brücke möglichst schnell vorankommen, rüsten Spezialgerüstbauer der Gemeinhardt Service GmbH das 122 m lange Bauwerk Stück für Stück ein.

"Eine Herausforderung für uns war die Spannweite der Pfeiler von 18,5 Metern, die wir aber sehr gerne angenommen und gelöst haben", informiert Mikà Stanarius, Projektleiter der Gemeinhardt Service GmbH. "Mit 75 Tonnen Gerüstmaterial konnten wir ausreichend Grundlage für die 16-Meter-Spannweite-Gerüste im Pfeilerbogen bilden. Momentan haben wir etwa zwei Drittel des Stefansbachtal-Viaduktes eingerüstet. Wenn die Bauarbeiten weiter voranschreiten, werden wir freiwerdendes Material für das letzte Drittel verwenden – und wahrscheinlich in vier Monaten mit der Baustelle fertig sein."

Claus Jacobi, Bürgermeister der Stadt Gevelsberg, freut sich schon auf die Fertigstellung des gesamten Projektes, auch wenn sie noch etwas dauern dürfte. "Das fertige Viadukt wird mehr Bürger aufs Fahrrad locken, wenn sie feststellen, dass sie so schneller an ihr Ziel kommen – ohne Stau und große Umwege. Außerdem ist das Viadukt jedem Gevelsberger bekannt und gehört hier einfach her. Durch die Konzeption als Hauptfahrradstraße wird sie schließlich auch unseren Tagestourismus stärken. Gevelsberg hat sich in den letzten Jahren als gastronomisches Zentrum des südlichen Ennepe-Ruhr-Kreises positiv entwickelt und die neue Fahrradstraße lädt dann ein zu uns. Seit die Bahnstrecke Anfang der 80er-Jahre stillgelegt wurde, wartet unsere Kommunalpolitik auf die Umsetzung der Rad-Straßen-Idee", so Jacobi.

"Unser Gebiet ist sehr bergig, also normalerweise nicht für den Radverkehr prädestiniert – da ist eine alte Bahnstrecke mit einer Steigung von 0,5 bis maximal 3 Prozent doch die ideale Lösung, vom Autoverkehr umsteigen zu lassen. Auch unsere Diensträder erfahren da sicherlich eine Renaissance", ergänzt Björn Remer, Gevelsberger Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Umwelt.

"Es ist schon löblich, sehen zu können, wie die Gemeinhardt-Service-Spezialgerüstbauer ihre Arbeit fachlich versiert angehen und ihre eigenen Ideen mit einbringen", erklärt Markus Spies, für die Baustelle zuständiger Polier der STH Hüttental GmbH. "Wenn alles funktioniert, wollen wir im nächsten Sommer mit unseren Arbeiten komplett fertig sein."

"2300 Quadratmeter Sandstrahlnetze, dichter als Staubschutznetze, werden wir insgesamt einsetzen, um Personen, die Umwelt und nicht zuletzt den Minigolfplatz vor Sandstrahlen zu schützen. Und wenn das von Passanten auch noch als Kunst ähnlich Christo angesehen wird, dann können wir doch nichts falsch gemacht haben", so Stanarius abschließend.

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