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Gewerbesteuereinnahmen

Verband RSV weist auf Wichtigkeit der Sanierung des Abwassernetzes hin

Der Erhalt der Netze soll weiterhin Priorität haben, fordert der RSV.

Hamburg (ABZ). – Für ein weiterhin starkes Engagement der Netzbetreiber für die Sanierung hat sich der Rohrleitungssanierungsverband (RSV) ausgesprochen. In den Erhalt des Anlagevermögens Abwassernetz müsse weiter investiert werden, auch weil dies langfristig Kosten spare, forderte RSV-Vorstandsvorsitzender Andreas Haacker kürzlich in einer Pressemitteilung.

Bedenklich sei es, wenn für die Sanierung zweckgebundene Mittel dafür genutzt würden, das Wegbrechen von Gewerbesteuereinnahmen auszugleichen. "Sanierung ist Umweltschutz, und der sollte auf keinen Fall nach Kassenlage erfolgen", so Haacker. "Aus gutem Grund ist der systemrelevante Bereich der Abwasserentsorgung durch Gebühren und Beiträge finanziell gesichert." Haacker kündigt an, der Verband werde die Situation im Auge behalten und die Kommunikation mit den Netzbetreibern intensivieren.

Mehr denn je möchte der RSV dazu beitragen, den Zustand der Kanalinfrastruktur ins öffentliche Bewusstsein zu rücken: "Aktuell wird viel darüber diskutiert, bei der Bewältigung der Krise klimafreundliche und nachhaltige Projekte zu unterstützen. Gleichzeitig werden tagtäglich tausende Liter wertvolles Grundwasser in die Kanalisationen gespült, weil Kanäle nicht instand gehalten werden", so Haacker. Dabei gebe es Techniken, um dieses Problem mit vertretbarem Aufwand zu lösen. In regelmäßigen Videokonferenzen hatte der Verband in den vergangenen Wochen Netzbetreiber unter anderem aus Hamburg, Köln und Bremen zu Gast, die von aktuellen Sanierungsaktivitäten berichteten. Laufende Projekte sind den Berichten der Teilnehmer zufolge auch während der Corona-Krise weitergeführt oder wegen der vorteilhaften Verkehrssituation zum Teil sogar intensiviert worden.

Dass das Auftragsvolumen seitens kommunaler Eigenbetriebe aktuell teilweise steigt, beobachtet auch Alexander Jung vom Ingenieurbüro ISAS, das bundesweit Projekte im Bereich Kanalsanierung betreut.

"Der eine oder andere Netzbetreiber hofft darauf, im Zuge der aktuellen Entwicklung mögliche Preisvorteile mitzunehmen", so Jung. "Allerdings haben sich die Preise über viele Jahre ohnehin auf einem eher niedrigen Niveau bewegt, sodass hier eigentlich wenig Spielraum besteht." Insgesamt geht er angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation eher von einem gebremsten Auftragsvolumen aus.

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