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Giftige Dämmstoffe

Grüne werfen Bundesregierung Ignoranz vor

BERLIN (dpa). - Die Grünen fordern mit Blick auf gefährliche Dämmstoffe in deutschen Häusern eine Überarbeitung der Förderrichtlinien für energetische Gebäudesanierungen. "Bauen und Ökologie stehen bei dieser Bundesregierung diametral im Widerspruch", sagte der bau- und wohnungspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Christian Kühn, der Deutschen Presse-Agentur. Er kritisierte die jahrelange Verwendung des giftigen Brandschutzmittels HBCD in Polystyrol-Dämmplatten. Daraus müsse der Bund lernen und nur Sanierungen mit Dämmstoffen aus ökologisch und gesundheitlich unbedenklichen Materialien fördern. Die Bundesregierung lehnt eine solche Unterscheidung ab. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion betont der Parlamentarische Bau-Staatssekretär Florian Pronold (SPD): "Die Förderung von Wärmedämmmaßnahmen erfolgt nicht baustoffspezifisch, sondern baustoffoffen". Zwar ist ein Steuerbonus für solche Gebäudesanierungen vorerst gestoppt worden, seit Jahren gibt es aber milliardenschwere Zuschuss- und Förderprogramme über die staatliche KfW-Bank. 2013 wurde ein weltweites HBCD-Herstellungsverbot beschlossen. Kühn sieht auch Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) in der Pflicht, es seien über 60 000 t HBCD in Fassaden deutscher Häuser verbaut worden.

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