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Gipfelstürmer

Windräder auf 1600 Metern Höhe montiert

Terex Cranes, Baustellen, Krane und Seilmaschinen, Logistik

Für die Montage von Windkraftanlagen musste der Krandienstleister Prangl einen Terex AC 1000 All-Terrain-Kran auf 1600 m Höhe bringen.

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Zweibrücken (ABZ). – Für die Montage von großen Windkraftanlagen ist der Terex AC 1000 All-Terrain-Kran geradezu prädestiniert. Doch bei diesem Projekt sah sich das Team des österreichischen Krandienstleisters Prangl schon vor dem Hub mit einer nicht zu unterschätzenden Herausforderung konfrontiert – denn der 9-Achser musste erst einmal "auf Höhe gebracht" werden, da die Windpark-Baustelle des Auftraggebers Enercon auf dem rund 1600 m hohen Bergrücken des Pretul in der Steiermark lag.

Bereits die Wegebeschreibung ließ erahnen, dass der Aufstieg zur Baustelle keine Spazierfahrt werden würde: 1600 Höhenmeter, Steigungen von bis zu 18 % und das Ganze über schmale und größtenteils unbefestigte Straßen, gespickt mit steilen Kuppen, tiefen Senken und engen Serpentinen. Trotz dieser widrigen Umstände hatte das Prangl-Team für den Aufstieg des AC 1000 Krans auf den Berg nicht mehr als zwei, maximal zweieinhalb Stunden eingeplant. Und das, obwohl es sich um den Ersteinsatz dieses Krans bei Prangl handelte. Doch Peter Glier, Prangl-Baustellenleiter, zeigte sich optimistisch: "Der AC 1000 ist auch für so etwas ausgelegt, der kommt da hinauf."

Die Zuversicht des Prangl Baustellenleiters in die Leistungsfähigkeit des Krans war nicht unbegründet: "Unser 9-achsiger AC 1000 Kran ist durch sein ausgefeiltes Antriebskonzept, bei dem alle Achsen unterschiedlich lenkbar sind, selbst für extreme Wegstrecken bestens gerüstet. Hinzukommt, dass alle Achsen individuell einfedern können, so dass er auch größere Kuppen und Senken überwinden kann", erklärt Terex Sales Manager, Robert Puchner, der bei der Einsatz-Premiere seines Kunden Prangl mit einem weiteren Kollegen zur Unterstützung vor Ort war. Auch das sorgte für Zuversicht bei Prangl: "Wir wissen, dass wir uns auf den Terex Service hundertprozentig verlassen können – die haben immer eine Lösung parat."

Von der Geländegängigkeit und der Steigfähigkeit des AC 1000 Krans zeigte sich vor allem Kranfahrer Heinz Schuller begeistert, der den Kran im Tross mit zehn Begleitfahrzeugen innerhalb eines Tages zur Baustelle brachte: "Bereits bei der Anfahrt über die Autobahn überzeugte der neue Kran trotz seiner Größe mit einem äußerst wenigen Fahrverhalten und einem hervorragenden Geradeauslauf. Und auch die Federung ist optimal abgestimmt." Wirklich beweisen musste sich der Kran jedoch erst auf den letzten Kilometern – bei der Bergfahrt im Gebirge. Neben den zahlreichen Senken und Kuppen erwiesen sich die Serpentinen als besondere Herausforderung: Zwei Passagen waren so eng, dass sie sich nur rückwärts bewältigen ließen. Hierbei griff das bergfahrende Prangl-Team auf eine bewährte Technik zurück: "Wir planen an den entsprechenden Streckenabschnitten Stiegstraßen ein, in die wir mit dem Kran vorwärts einfahren und dann rückwärts wieder hinaus", erklärt Peter Glier, der diesen "Trick" bereits mehrfach mit seinem Team bei schwierigen Bergfahrten angewandt hat.

Spannend wurde es dann noch einmal kurz vor dem Ziel: Das letzte Stück der Wegstrecke war so steil, dass die Prangl-Mannschaft vorsichtshalber einen Lkw als Zugmaschine vor den Kran spannte. "Von der Motorleistung des AC 1000 wäre das nicht notwendig gewesen. Es bestand jedoch die Gefahr, dass die Räder wegen der extremen Steigung durchdrehen würden", nennt Peter Glier bei der Gipfelankunft den Grund für diese Vorsichtsmaßnahme. Oben angekommen, zieht auch Kranfahrer Heinz Schuller ein positives Resümee: "Der AC 1000 hat sich bestens bewährt. Selbst kritische Situationen wie Anfahren an steilen Bergpassagen auf unbefestigtem Grund hat er dank seines hervorragenden Getriebes problemlos gemeistert."

Die eigentlichen Hübe waren für das Prangl-Team und ihren Kran dann nur noch reine Routine: Nach zwei Aufbautagen mit zwei Mitarbeitern war der Kran hubbereit.

Dank seiner hohen Hubleistung und Hubhöhe erwies er sich dann auch bei den anstehenden Aufgaben als optimales Arbeitsgerät: Sämtliche Stahlsektionen, Maschinenhäuser und Rotorblätter mit Maximalgewichten von 58 t in einem Arbeitsradius von 21 m problemlos auf die erforderliche Höhe von bis zu 78 m hob. Insgesamt drei Monate sind für den Arbeitseinsatz zum Aufbau der 14 Windkraftanlagen auf dem Pretul geplant. Angesichts der schwierigen Wetterlagen mit Wind und häufigen Gewittern im Hochgebirge ein ehrgeiziger Zeitplan – nur ein Kran, der schnell von einem Einsatzort zum nächsten bewegt werden kann, ist hier geeignet.

Aber auch hierbei hatte das Prangl-Team eine Stärke des AC 1000 Krans mit eingeplant: Aufgrund seiner durchdachten Konstruktion lässt sich der Kran mit geringem Aufwand besonders zeitsparend umstellen und sorgt so für einen zügigen Projektverlauf.

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