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Görlitz AG saniert nachhaltig

Aus alten Fenstern werden wieder neue

Die alten Fensterrahmen werden entfernt.

Koblenz (ABZ). – Als Spezialist für den deutschen Energiemarkt unterstützt die Görlitz AG in Koblenz viele Netz- und Messstellenbetreiber bei der Einführung intelligenter Lösungen, über die bspw. Stromverbrauch und -erzeugung zeitnah aufeinander abgestimmt werden können und treibt so die Energiewende mit voran. Beim Tausch der Fenster an der eigenen Zentrale hat das Unternehmen ebenfalls angestrebt, seine Energieeffizienz zu verbessern. Mit dem Einbau von mehr als 200 neuen hochwärmedämmenden Kunststofffenstern mit modernen Gealan-Profilen ist das gelungen. Das Gebäude wird energetisch fit gemacht und damit künftig CO2 eingespart.

Der Nachhaltigkeitsgedanke leitet Görlitz auch bei der Frage, was mit den ausgebauten Kunststofffenstern geschieht. Diese landen nicht in der Müllverbrennung, sondern werden recycelt. Das organisiert die Fenster-Recycling-Service Rewindo GmbH. Aus den alten Fenstern werde wieder PVC-Rohstoff gewonnen, der bei der Produktion von neuen Fenstern erneut eingesetzt werden könne und somit helfe, Treibhausgase zu vermeiden, erklärt der Geschäftsführer der Rewindo GmbH Michael Vetter. Nach Angaben des Unternehmens spart jede Tonne PVC-Recyclat, die in der Profilherstellung zum Einsatz kommt, im Vergleich zu Primär PVC rd. 1,87 t CO2. In neuen Fensterprofilen sei der wiedergewonnene Werkstoff als Recyclatkern zu finden, der außen mit PVC-Neumaterial ummantelt werde. Vorteile des Kunststofffensters wie Langlebigkeit, Stabilität, geringer Wartungsaufwand, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und hohe Recyclingfähigkeit blieben beim Recyclingprofil erhalten. "Wissenschaftliche Versuche haben ergeben, dass Kunststofffenster, deren Lebensdauer wenigstens 30–40 Jahre beträgt, ohne Qualitätsverlust mindestens siebenmal recycelt und wiederverwertet werden können. Die alten Fenster können also noch Jahrhunderte als Rohstoffreservoir dienen", so Vetter.

Angestoßen wurde die Idee zum Recycling von den Fensterspezialisten der Sesterhenn GmbH & Co. KG aus Mülheim Kärlich, die den Einbau vor Ort geplant und inkl. aller Nebenarbeiten während des laufenden Bürobetriebs durchgeführt haben. Bereits seit längerer Zeit nutzt das Unternehmen das Rewindo-Recyclingsystem aus Überzeugung, wie Geschäftsführer Johannes Sesterhenn erklärt. Schonung von Ressourcen sei dabei die Motivation. Die alten Fenster aus Koblenz übernimmt zunächst der Rewindo-Logistikpartner Biotrans GmbH aus Schwerte. Nach dem Abtransport werden sie dort für einen möglichst effizienten Recyclingprozess vorkonfektioniert. Dabei werden nach der Entglasung Metalle und weitere Stoffe vom Kunststoff getrennt und an Recycler für die Wiederaufbereitung weitergeben. Die weitaus größte Fraktion, das PVC-Material, wird vorgebrochen an die Recyclingexperten der VEKA Umwelttechnik GmbH in Hörselberg-Hainich geliefert, wo schließlich ein hochwertiges PVC-Granulat für die Produktion neuer Fenster hergestellt wird.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 27/2019.

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