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Großbaustelle

Effektiver Staub- und Lärmschutz am Innenstadtring

Scafom-rux, Gerüstbau

8 m hohe Schall- und Staubschutzwände wurden durch Krämer GB zum Schutz des Umfeldes entlang des Thomas-Wimmer-Rings montiert.

München (ABZ). – Besondere Projekte erfordern besondere Lösungen. Jüngste Statistiken besagen, dass München zu den aufstrebenden Adressen in Deutschland gehört. Bauland und Wohnraum sind knapp, Platz für neue Ideen Luxus und das vor allem im Herzen der Stadt. Am Thomas-Wimmer-Ring, nahe der Altstadt, wird daher eine Hochgarage durch eine moderne Tiefgarage mit 512 Stellplätzen ersetzt. Oberirdisch wird der Platz durch zwei neue Geschäfts- und Wohnhäuser sowie durch zusätzliche Grünanlagen nun effizienter gestaltet. Das Projekt "Tom & Hilde" steht für optimale Raumnutzung, bedarf allerdings am Altstadtring auch besonderer Schutzmaßnahmen für den Personenverkehr sowie für den bereits vorhandenen Wohnraum. Der Bauherr – Wöhr- und Bauer Parking – entschied sich für den Einsatz von temporären Schall- und Staubschutzwänden, um einen entsprechenden Schutz des Umfeldes während der Bohr- und Bauphase zu gewährleisten.

Das Gerüstbau-Unternehmen Krämer GmbH erhielt den Zuschlag und startete Anfang April mit der Montage der Schutzwände bzw. der Gerüstlösungen, für die dem Unternehmen 18 Tage Zeit blieben. Geschäftsführer Forian Krämer plante zur Sicherstellung der Anforderungen den Einsatz des neuen Schutzssystems Scaffguard des Hagener Anbieters Scafom-rux. Die Hardcover-Lösung Scaffguard ist unabhängig vom Gerüstsystem einsetzbar und besticht durch seine modulare Einfachheit. Basiskomponentensind horizontale Aluminiumschienen, die mit Plattenelementen in verschiedenen Ausführungen bestückt werden. Additiv kommen einige wenige Bauteile zum Einsatz, mit denen sich Lösungen zu den meisten Anforderungen schnell und einfach umsetzen lassen. Die effektiven Staub- und Schallschutz-Eigenschaften des Systems haben sich bei Abbrucharbeiten bereits vielfach bewährt. So ergeben zertifizierte Untersuchungen je nach Wahl der Plattenelemente eine Schallschluck-Kapazität von bis zu 22 dB bei einem Ablesewert von 500 Hertz. Die Staubdichtigkeit wird durch die Kombination der Bauteile sowie deren Formgebung gewährleistet.

Beim Tom & Hilde-Projekt in München setzte Florian Krämer im Wesentlichen das Modulgerüst Ringscaff als Traggerüst der Scaffguard-Schutzwände ein. Allerdings wurden aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und Erfordernisse drei verschiedene Ausführungs-Varianten notwendig. Für Ausführung 1 erstellte Krämer Gerüstbau drei Sektionen bestehend aus jeweils einer 8 m hohen Gerüstscheibe mit einer jeweiligen Gerüst-Tiefe von 3 m sowie einer Länge 35 m. Die Scheiben wurden entsprechend mit Scaffguard-Aluminium-Schienen sowie teilweise bedruckten Kunststoff-Elementen in Ausführung – klar – bestückt. Da es sich bei den Gerüstscheiben um freistehende Konstruktionen handelt, plante das achtköpfige Gerüst-Team um Florian Krämer jeweils 80 t Ballast. Die besondere Anforderung an diese Einheiten ist deren möglich Umstellung durch Kraneinsatz bei entsprechendem Baufortschritt.

Eine zweite Schutzwand-Ausführung wurde notwendig, da in Bereichen der Baustelle aufgrund der Geh- und Radwegbreite kein ausreichender Platz vorhanden war, um das Gerüst mit Standard-Bauteilen zu verbreitern. Über eine Länge von 90 m plante Florian Krämer in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Noack einen Stahlbau-Tunnel, wodurch der Passanten-Verkehr gesichert werden konnte. Lichte Breite und Höhe betragen 2 x 2,50m. Die einzelnen Stahlbau-Elemente wurden in den fundamentierten Gehbahnen verankert. Erneut kam Ringscaff-Modulgerüst als Traggerüst zum Einsatz. Dies wurde auf der Stahlkonstruktion aufgelagert und führte die Trag-Konstruktion bis in eine Höhe von 8 m fort. Um eine Kombination aus Modulgerüsten und der Stahl-Konstruktion zu ermöglichen, kamen 418 m HEB-Träger als Sonderanfertigung zum Einsatz. Über eine Länge von 70 m und einer Höhe von 4 m verläuft die Konstruktion der 3. Ausführung, die wiederum auf einer Kombination von HEB-Trägern mit Modulgerüsten basiert. Hierzu wurden Stahlbausteher aus HEB-Trägern auf Fundamente gespannt und mittels Standard-Gerüstteilen verbunden. Die notwendige Standsicherheit der Konstruktion wurde durch abgespannte HEB-Träger-Portale gewährleistet. Florian Krämer: "Unser Unternehmen ist auf Speziallösungen ausgerichtet. Das sind Aufgaben, die uns immer wieder neu begeistern. Dabei bestimmen die Anforderungen unserer Kunden unseren Weg. Diesem Anspruch werden wir auch in Zukunft gerecht werden." Dabei garantiert Krämer Gerüstbau den Planern maximale Sicherheit und Qualität und hat sich nicht zuletzt auch durch das aktuelle Tom & Hilde-Projekt einen Namen für innovative Lösungsansätze gemacht. In den nächsten zwei Jahren wird die moderne Scaffguard-Schutzwand ein Teil des Stadtbildes der Münchner Innenstadt sein. Danach ist München noch ein Stück attraktiver geworden.

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