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Große Scherben bevorzugt

Glasrecycling erfordert ausgetüfteltes Maschinenkonzept

Recycling und Entsorgung

Alt gegen neu: Zwei Radlader 972K ersetzen die beiden Vorgänger 966H.

DORMAGEN (ABZ). - Zwei Millionen Tonnen Altglas werden jedes Jahr in Deutschland gesammelt. Sie wandern nicht auf den Müllberg. Denn Glas lässt sich fast voll-ständig immer wieder aufs Neue recyceln und somit in den Wirtschaftskreislauf zurückführen. Damit alte Glasflaschen eingeschmolzen werden können, werden sie von G.R.I. Glasrecycling mit Sitz in Dormagen aufbereitet. Den Umschlag von Altglas übernehmen seit kurzem zwei neue Cat-Radlader 972K.

"Wir arbeiten nicht mit Müll, sondern mit einem Rohstoff", stellt Achim Schloßmacher, Betriebsleiter bei G.R.I. Glasrecycling, klar. Dieser Unterschied hat umfassende Konsequenzen für den Betrieb, die Mitarbeiter, die Anlagen und die Baumaschinen. Abnehmer, insbesondere Kunden aus der Glas- und Hüttenindustrie, beproben das angelieferte Material, um sicherzugehen, dass im Glas keine Fremdkörper, Störstof-fe oder Verunreinigungen enthalten sind. Seit 1995 arbeitet das Unternehmen mit der Zeppelin Niederlassung Neuss zusammen. Daher kennt der Baumaschinenlieferant die Anforderungen von G.R.I. und weiß, welche Maschinenausstattung Sinn macht. Die Geräte-Auswahl und -Konfiguration ist nie eine Blitzentscheidung, sondern der Betriebsleiter wägt ab, prüft und berät zusammen mit dem Zeppelin Verkäufer Oliver Matzke, welche maschinentechnischen Features benötigt werden. Vor der Kaufentscheidung wurden von G.R.I. drei weitere Baumaschinenhersteller aufgefordert, dem Betrieb drei Tage lang Geräte zum Testen bereitzustellen. Jeder Fahrer sollte eine Bewertung der Maschinen abgeben im Hinblick auf Hubleistung, Wendigkeit, Übersichtlichkeit und Komfort. "Der Anspruch unserer Fahrer ist legitim. Wenn ich schon mehr Zeit auf der Maschine verbringe als auf dem Sofa im Wohnzimmer, soll es auch bequem sein", meint Schloßmacher.

Dann stand noch das Thema Joystick-Steuerung zur Diskussion. "Bei Cat wardie Kombination von Kabine und Maschinensteuerung unschlagbar. Daher war auch das Feedback positiv. Unter kaufmän-nischen und technischen Aspekten war dann der Fall glasklar", berichtet der Betriebsleiter.

Oliver Matzke hatte dem Betriebsleiter geraten, die Radlader eine Nummer größer zu wählen. Bislang waren zwei Maschinen vom Typ 966H im Einsatz. "Die Vorgängermaschinen haben sich bewährt. 14 000 zeigte der Betriebsstundenzähler an. In dieser Zeit standen lediglich Inspektionen an. Hin und wieder mussten wir mal einen Schlauch tauschen. Wir hoffen, dass unsere jüngsten Anschaffungen an die Leistung der H-Serie anknüpfen können. Sie gab auch den Ausschlag, Maschinen aus dem Zeppelin Lieferprogramm zu wählen", erklärt Schloßmacher.

Die Betriebsstunden der beiden Cat 966H beliefen sich auf 2400 pro Jahr. Grundsätzlich wird auf dem Betriebsgelände in Dormagen viel Material mit den Baumaschinen bewegt.

G.R.I. hat sich auch Gedanken zur Sicherheit gemacht, wenn die Radlader rückwärts fahren. Normalerweise warnt dann ein akustisches Signal. Doch darauf hat der Betrieb verzichtet. "Viele Fahrer tragen einen Gehörschutz, weil ein konstant hoher Geräuschpegel herrscht. Daher würde das akustische Signal nur untergehen", glaubt Schloßmacher.

Er hat in Abstimmung mit der Sicherheitsfachkraft einen anderen Lösungsweg gewählt: ein Rückfahrwarnlicht, das es locker mit jedem Polizeiblaulicht hinsichtlich der grellen Leuchtkraft aufnehmen kann und für Aufmerksamkeit sorgt, wenn wieder Nachschub für neue Glasflaschen in Umlauf gebracht wird.

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