Großschulung bei Gemeinhardt Gerüstbau

Sicher und gesund durch den Baustellenalltag

Gemeinhardt Gerüstbau Service, Fortbildung und Seminare, Baustellensicherung, Gerüstbau

An zwei spannenden und informativen Tagen widmete sich die diesjährige Großschulung der Firma Gemeinhardt Gerüstbau vor allem dem Thema Höhenrettung.

ROßWEIN (ABZ). - Wie schont man seine Wirbelsäule bei der Arbeit? Wie wird eine Schutzausrüstung korrekt angelegt? Was ist bei einer Fahrzeugpanne zu tun? Und wie rettet man einen Kollegen, der vom Gerüst stürzt und bewusstlos in seinem Sicherheitsgeschirr hängt? Diese und andere brisante Fragen rund um die Themen Sicherheit und Gesundheitsprävention beantworteten Fachleute verschiedener Disziplinen bei der jährlichen Großschulung der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH. Das mehrfach zertifizierte Unternehmen (SCC**, AMS-Bau, ASSGerüstbau, CASA-Bauen) sorgt zwar kontinuierlich für die Fortbildung seiner Mitarbeiter. Doch diesmal standen ganz besondere Brennpunkte auf der Tagesordnung. Darunter eben das für die Branche so wichtige wie spektakuläre Thema Höhenrettung.

Jede Kolonne der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH aus Roßwein (mit Niederlassungen in Braunschweig und Frankfurt am Main) ist mit einem Höhenrettungsgerät ausgestattet. Nicht zuletzt dank kontinuierlicher Schulungen ist noch keines von ihnen auf der Baustelle zum Einsatz gekommen – dafür umso intensiver bei den regelmäßigen Übungen. Für alle Mitarbeiter ist es wichtig zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Jeder Handgriff muss sitzen, wenn es darauf ankommt, einen Kollegen aus großer Höhe zu bergen. Auch diesmal wurde die Funktion der Rettungsgeräte Schritt für Schritt durchgegangen. Zunächst in der Theorie – das praktische Training sollte noch folgen.

Weniger dramatisch, aber ebenso dringlich dann die Themen des Folgetages: Gemeinhardt Gerüstbau kann für seine Schulungen auf eine Reihe von langjährig bewährten Fachleuten zurückgreifen. So erläuterte Steuerberaterin Ramona Winter von der Kanzlei Gonze und Schüttler inDöbeln, wie das Finanzamt einem Unternehmen bei der Sicherheits- und Gesundheitsprävention entgegenkommt. Auch jeder einzelne Mitarbeiter kann dabei so manchen Euro von der Steuer absetzen – sofern einige Regeln beachtet werden, die Ramona Winter anschaulich erläuterte.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt: die Sicherheitsvorschriften. Sie einzuhalten schützt nicht nur vor Unfällen, sondern hilft auch, rechtliche Fallstricke zu umgehen. Frank Verheyen von der UVE GmbH Berlin sensibilisierte die Mitarbeiter, ihre Vorschriften immer genauestens zu befolgen. An zahlreichen Beispielen erläuterte er, wer im Fall der Fälle haftet und welche Pflichten übertragen werden.

Es muss nicht immer gleich ein Unfall sein, der die Mitarbeiter in Gefahr bringt. Schon der normale Arbeitsalltag am Bau ist eine Herausforderung für die Gesundheit. Welchen Belastungen vor allem die Wirbelsäule eines Gerüstbauers ausgesetzt ist und wie man Schäden vorbeugen kann, das erklärte ein Vertreter des Reha-Zen-trums Roßwein mit Hilfe eines Modells des Wirbelsäulenskeletts.

Doch bei aller Vorsorge: Im Extremfall nützt auch die beste Rückenschule nichts. Allerdings kann dann die richtige Ausrüstung vor dem Schlimmsten bewahren. Die Bauleiter Dirk May und Robert Gebhardt zeigten den Mitarbeitern, wie wichtig es ist, die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) zu tragen und wie sie richtig angewendet wird.

Dass in puncto Baustellensicherheit auch der Auftraggeber in der Pflicht ist, darüber klärte Ingolf Stuber (Standortleiter der Braunschweiger Niederlassung) auf. Interessant auch zu erfahren, dass von einem geprüften Gerüstbau-Kolonnenführer und einem Gerüstbauer mehr verlangt wird, als nur Gerüste zu montieren.

Der Gesetzgeber fordert von ihnen auch das korrekte Ausstellen von Bescheinigungen sowie andere Verwaltungsaufgaben. Insbesondere die genaue Baustellendokumentation legte Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Kanzlei Kulitzscher & Ettelt, Döbeln) den Teilnehmern ans Herz ebenso wie die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes.

Nach leckeren Steaks und Rostern zu Mittag dann ein weiteres, eher erfreuliches Thema: Geschäftsführer Walter Stuber und Buchhalterin Frau Sehl erläuterten den bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH gezahlten Gesundheitsbonus, den Lohnzettel und das Arbeitszeitkonto.

Sicheres Verhalten – das ist letztendlich auch beim Umgang mit Fahrzeugen ein wichtiger Aspekt. Geschäftsführer Dirk Eckart erklärte zunächst, was man bei einer Autopanne tun sollte.

Der externe Sicherheitsfachkraft Uwe Bichler ließ eine Unterweisung zum Führen eines Gabelstaplers und zur Ladungssicherung folgen – und informierte die Sicherheitsbeauftragten des Unternehmens über wichtige Neuerungen. In diesem Zusammenhang wurden auch alle Sicherheitspässe der Mitarbeiter überprüft und auf den neuesten Stand gebracht.

Und nach der reichhaltigen Portion Höhenrettungs-Know-how vom Vortag ging es zum Abschluss an die Praxis: An zwei aufgebauten Gerüsttürmen wurde das richtige Abseilen eines Verunglückten geübt. Ein aufregendes und lehrreiches Erlebnis für alle. Zwei spannende, informative Tage, die nachwirken.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=316++160++368&no_cache=1

Unbegrenzter Zugriff auf alle Online-Inhalte:

Lernen Sie ABZPLUS kennen

Als PLUS Abonnent genießen Sie unbegrenzten Zugriff auf das Online-Portal der Allgemeine Bauzeitung ABZ mit allen Artikeln der Print- und Onlineversion!

Optimiert für Desktop-PCs und als Mobilversion.

Jetzt mehr erfahren

ABZ ePaper

Weitere Artikel