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Grüne kritisieren Bevorzugung Bayerns bei Geld für Fernstraßen

Berlin (dpa). - Die Grünen werfen der CSU eine Bevorzugung ihres Stammlands Bayern bei Bundesmitteln für Autobahnen und Bundesstraßen vor. „Seitdem die CSU 2009 das Verkehrsministerium von der SPD übernommen hat, wird der Etat zielgerichtet für Bayern geplündert“, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Vor allem Mittelaufwüchse würden dorthin umgeleitet. Die Grünen verweisen auf eine Regierungsantwort, wonach der Freistaat 2016 rund 1,62 Mrd. Euro bekam, nachdem es 2010 knapp 1,1 Mrd. Euro waren - der größte Zuwachs unter allen Ländern. Die Bundesmittel schwanken jährlich. So bekam Bayern, das mit knapp 8600 km das längste Fernstraßennetz der Länder hat, 2009 zum Beispiel 1,24 Mrd. Euro. Insgesamt flossen zwischen 2010 und 2016 fast 8,6 Mrd. Euro in das CSU-regierte Land. Das bevölkerungsreichste Land Nordrhein-Westfalen, das 6700 km Fernstraßen hat, bekam ebenfalls mehr Geld: nach 995 Mio. Euro 2010 waren es im vergangenen Jahr 1,1 Mrd. Euro. Insgesamt entfielen auf NRW zwischen 2010 und 2016 rund 6,8 Mrd. Euro.

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