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Gutachten über Baukosten-Anstieg

Energie-Vorschriften machen Baumaßnahmen kaum teurer

Berlin (dpa). – Die verschärften Energiespar-Vorschriften tragen einer Studie zufolge nur einen geringen Anteil am Baukosten-Anstieg der vergangenen Jahre. Ein Gutachten, das das Dresdner Institut für Technische Gebäudeausrüstung (ITG) für den Bundesverband Erneuerbare Energie erstellt hat, führt den Anstieg der Baukosten seit dem Jahr 2000 vor allem auf die allgemeine Preisentwicklung und auf die stark gestiegenen Grundstückspreise zurück. Mit der jüngsten Verschärfung der Energieeinsparverordnung 2016 waren bei Neubauten der zulässige Energiebedarf für Heizen und Warmwasser gesenkt sowie Anforderungen an die Wärmedämmung weiter erhöht worden. Die Bauwirtschaft beklagt, dass die Schaffung von preiswertem Wohnraum weiter erschwert werde. Nach Einschätzung der ITG-Studie gibt es aus wirtschaftlicher Sicht hingegen keinen Grund, das 2016 eingeführte Anforderungsniveau für neue Wohngebäude abzusenken. Die energiebedingten Mehrkosten beliefen sich beim Bau eines Einfamilienhauses zwischen 2,2 und 4,2 %, bei Mehrfamilienhäusern sogar nur zwischen 2,1 und 3,3 %.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 08/2018.

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