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Härtetest im Steinbruch

Mehr neue Maschinen bei den Doosan Quarry Days

In dem Steinbruch Belice bei Prag in der Tschechischen Republik fanden die Doosan Quarry Days statt.

Belice (ABZ). – 400 Kunden aus ganz Europa besuchten kürzlich die Doosan Quarry Days im Steinbruch Belice bei Prag in der Tschechischen Republik, um 30 Maschinen von Doosan im Steinbruch auszuprobieren und sich von Produktexperten beraten zu lassen. Neueste Maschinen unter realen Arbeitsbedingungen praktisch zu testen wünschen sich Händler und Kunden. Die Quarry Days würden diese Wünsche erfüllen, erläutert Charlie Park, CEO von Doosan Infracore Europe. Zudem würden sie die Kundenbeziehungen stärken und den Händlern Vorteile vor Geschäftsabschlüssen bringen. Die Besucher der Doosan Quarry Days machten von dieser Möglichkeit rege Gebrauch und testeten Bagger, Radlader und knickgelenkte Muldenkipper, vom 2,6-Tonner bis zum 53-Tonner. Die Veranstaltung fand bereits zum sechsten Mal statt. In diesem Jahr fiel sie mit drei Tagen deutlich kürzer als in den Jahren zuvor. "Das liegt am bauma-Jahr", erläutert der Doosan-Pressebeauftragte Christian Ruppel. Auch NordBau und TiefbauLIVE würden zu der Verkürzung beitragen. In vorherigen Jahren erstreckte sich die Veranstaltung über zwei Wochen. Dafür präsentierte der Hersteller auf der Veranstaltung in diesem Jahr mehr neue Maschinen als jemals zuvor. Darunter waren mittelschwere Stufe 5-konforme Kettenbagger der Baureihe "-7", der knickgelenkte 30-Tonnen-Muldenkipper (ADT) vom Typ DA30-7, der 25-Tonnen-Umschlagbagger DX250WMH-5 sowie aus der Baureihe der Stufe 5-konformen Kompaktbagger die Modelle DX27z, DX35z, DX63-3 und DX85R-3.

Großes Interesse bestand unter anderem am neuen 30-Tonnen-Modell Doosan DX300LC-7. Er ist der erste mittelgroße Kettenbagger des Unternehmens, dessen Motor den Abgasnormen der Stufe 5 entspricht. Der Dieselmotor DL08 mit einer Leistung von 202 Kilowatt bei 1800 Umdrehungen pro Minute übertrifft den Angaben von Doosan zufolge zudem die Vorschriften der Stufe 5 ohne Abgasrückführung (EGR). Eine neue Lösung erhöht die während der Verbrennung verfügbare Luftmenge und die Prozesstemperatur und senkt die Menge der erzeugten Partikel stark. Zusammen mit einer DOC/ DPF+SCR-Nachbehandlungstechnologie sorge dies für sehr geringe Emissionen. Das neue "-7"-Modell baut auf der Konstruktion des Stufe 4-konformen Vorgängermodells auf, ist laut Doosan aber produktiver, rentabler und hat eine längere Betriebszeit. Außerdem sei die Maschine bedienerfreundlicher, da sie komfortabler für den Fahrer und besser zu manövrieren sei, so Doosan. Unternehmensangaben zufolge hat sie außerdem für diese Baggerklasse eine hohe Leistung und ist wirtschaftlich im Kraftstoffverbrauch, zuverlässig, vielseitig und langlebig.

Auch der neue Stufe 5-konforme knickgelenkte Muldenkipper DA30-7 wurde bei den Doosan Quarry Days gezeigt und stieß auf großes Interesse. Kunden fuhren immer wieder im Kreis über die Hügel des Steinbruchs, um die Maschine zu testen. Bei dem Muldenkipper wurden Frontrahmen- und Motorhaubenkomponenten der Lkw neu konstruiert. "Das spiegelt den effektiven Wirkungsgrad sowie die hohe Leistung und Robustheit der Doosan ADT-Baureihe wider", begründet das Unternehmen das neue Erscheinungsbild.

Der neue Muldenkipper DA30-7 stieß auf großes Interesse. Kunden fuhren immer wieder im Kreis über die Hügel des Steinbruchs, um die Maschine zu testen.

Der DA30-7 löst das Stufe 4-konforme Vorgängermodell DA30-5 ab. Er hat eine Nutzlast von 28 Tonnen und wird vom einem Stufe 5-konformen 9-Liter-Dieselmotor vom Typ Scania DC09 mit 276 Kilowatt (380 PS) Leistung angetrieben. Er verfügt über eine neue Kabine, eine neue selbstnivellierende Vorderradaufhängung und ein neues Tandem-Heckachsenaggregat.

Seit Kurzen bietet Doosan auch Maschinen für den Materialumschlag an, da die Nachfrage nach diesen Maschinen sehr groß ist. Der neue Stufe 4-konforme 25-Tonnen-Umschlagbagger DX250WMH-5 zeigte daher ebenfalls im Steinbruch in Belice sein Können. Bei einer Vorführung auf den Doosan Quarry Days war das Interesse entsprechend groß. Produktmanager Stephane Dieu präsentierte, wie sich die Kabine hydraulisch hochfahren lässt. Von dort oben hat der Fahrer eine gute Rundumsicht auf Anbaugerät und Arbeitsbereich. Auch das Rückfahrkamera-Display ermöglicht eine gute Sicht. Der Umschlagbagger ist zum Beispiel für Materialsortier- und Umschlagsanwendungen in den Bereichen Feststoffabfall, Recycling, Abriss sowie Forstwirtschaft geeignet und basiert auf dem 21-Tonnen-Mobilbagger DX210W-5.

Doosan zeigte zudem die erweiterte Kompaktbaggerpalette des Unternehmens. Die neuen Stufe 5-konformen Modelle DX27z (2,7 Tonnen) und DX35z (3,5 Tonnen) ohne Hecküberhang (ZTS, "Zero Tail Swing") sind den Angaben von Doosan zufolge standfest, leichtgängig zu manövrieren und haben hohe Grabkräfte. Aufgrund ihres geringen Gewichts lassen sie sich einfach transportieren. Der DX27z biete auch mit optionalem schweren Gegengewicht beim Arbeiten in der Nähe von Mauern Bewegungsflexibilität und Rundum-Standfestigkeit, erläutert Doosan. Der DX35z sei kompakt, habe einen großen Arbeitsgruppen-Betriebsbereich und einen großen und komfortablen Arbeitsbereich für den Fahrer.

Marc Glesius, Produktmanager Radlader Europa, nutzte die Doosan Quarry Days, um Kunden von den Vorzügen des Radladers DL 420 CVT zu überzeugen.

Die Kompaktbaggermodelle DX63-3 und DX85R-3 sind laut Doosan in ihren Klassen auf hohe Leistung, Vielseitigkeit, Bedienerkomfort, Langlebigkeit, Instandhaltungs- und Wartungsfreundlichkeit ausgelegt. Der neue Stufe 5-konforme Acht-Tonnen-Doosan-Bagger DX85R-3 in Kurzheckbauweise (RTS) wird von einem Yanmar-Dieselmotor vom Typ 4TNV98C mit Common Rail-Direkteinspritzung Dieselmotor mit 44,3 Kilowatt Leistung bei einer Nenndrehzahl von 2100 Umdrehungen pro Minute angetrieben. Durch Abgasrückführung (EGR) und Dieselpartikelfilter (DPF) zur Nachbehandlung hält er die Abgasnorm der Stufe 5 ein. Die neue Stufe 5-konforme Ausführung des Sechs-Tonnen-Modells DX63-3 mit herkömmlichem Hecküberhang wird vom gleichen Yanmar-Dieselmotor vom Typ 4TNV98C angetrieben, der die Motorleistung im Vergleich zu den Vorgängermodellen um 22 Prozent erhöht.

Von Doosan Smart Solutions konnten die Teilnehmer der Doosan Quarry Days in Belice neue Leica-, Trimble- und Xsite-Anbaukits für Mobil- und Kettenbagger von Doosan im Bereich von 14 bis 30 Tonnen sehen. "Man kann sehr leicht und sehr schnell arbeiten – und es geht einfacher", erläutert ein Vorführer die Vorteile des Trimble-Systems.

Marc Glesius, Produktmanager Radlader Europa, erläuterte den Kunden auf der Veranstaltung unter anderem, wie sie den Doosan-Radlader DL 420 CVT mit variablem Getriebe am besten fahren.

30 Maschinen konnten die Kunden auf den Doosan Quarry Days in Belice unter realen Bedingungen testen.

Dessen stufenloses Automatikgetriebe (CVT) kombiniert hydrostatische und mechanische Kraft: Vom hydrostatischen Antrieb bei niedriger Geschwindigkeit schaltet er bei steigender Geschwindigkeit automatisch auf das mechanische System um. Auch bei niedrigen Drehzahlen habe die Maschine einen hohen Wirkungsgrad, so das Unternehmen.

An diesen Antrieb müssen Kunden sich erst einmal gewöhnen, so die Erfahrung von Glesius: "Beim DL 420 CVT muss der Fahrer gut geschult werden." Man brauche viel Gefühl beim Gaspedal, so Glesius. Auch das Zuschalten des "Digging Mode" müsse man den Kunden nahe bringen. Einige Kunden seien beim Fahren daher zunächst skeptisch. "Aber man gewöhnt sich schnell dran", so Glesius. "Wenn ich mit dem Kunden fahre, sagt der nach einer Dreiviertelstunde ,der ist ja super!´"

Bei den Doosan Quarry Days konnte er auf diese Weise viele Interessenten von den Vorzügen des Modells überzeugen, zum Beispiel einen Fahrer aus Skandinavien, der zu lange mit dem Fuß auf der Bremse geblieben war. "Er hat sich dann gewundert, dass er keine Traktion hatte", sagt Glesius. Eine Reaktion der Kunden, die er bereits kenne. "Ich mache das mit dem Gaspedal, nicht mit der Bremse", erläutert er. Nachdem er dem Kunden aus Schweden die richtige Bedienung gezeigt hatte, sei dieser ganz begeistert gewesen. "Er wollte gar nicht wieder runter", erzählt Glesius. Er selbst ist von den Vorteilen des Modells überzeugt und glaubt sogar, in absehbarer Zeit werde es nur noch variable Getriebe geben. Durch die Kombination von hydrostatischer und mechanischer Kraft sei die Maschine sehr produktiv, gleichzeitig benötige sie wenig Kraftstoff. Bis zu 25 Prozent Kraftstoff könnten gespart werden. Zwar sei die Maschine etwas teurer, doch der Mehrpreis habe sich nach einem Jahr "reingespielt", so Glesius.

Produktmanager Stephane Dieu erläutert den 25-Tonnen-Umschlagbagger DX250WMH-5.

Auch den DL580-5 zeigte Glesius hier. Der Radlader konnte im Steinbruch seine Vorzüge gut ausspielen, denn er ist gerade für schwere Steinbrucheinsätze konzipiert, wie zum Beispiel, um Marmorblöcke anzuheben. Er hat modernes Doppelkreislauf-Achsenkühlsystem und robuste Strukturkomponenten sowie einen stabilen Stand bei einem Einsatzgewicht von 36 030 Kilogramm und höheren statischen Kipplasten von 29 700 beziehungsweise 26 200 Kilogramm (gerade/volle Drehung 40°). "Mit anderen Reifen ist er aber auch für Kies und Sand gut geeignet, da ich in zwei Zügen damit einen Lkw vollbekomme", sagt Glesius.

Charlie Park, CEO von Doosan Infracore Europe, erwartet für 2019 ein weiteres erfolgreiches Jahr in Sachen Umsatzwachstum. Wenn dem so ist, hat die Veranstaltung in Belice daran sicher einigen Anteil.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 41/2019.

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