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Häuser vom Fließband

Unternehmen wollen in Serie bauen

Berlin (dpa). – In deutschen Städten könnten in den nächsten Jahren tausende Wohnungen aus vorgefertigten Modulen entstehen. Die Wohnungswirtschaft hat dazu Rahmenverträge für neue Baukonzepte geschlossen, damit große Vermieter schneller und günstiger bauen können. Die Hausteile aus Beton oder Holz werden auf dem Baugrundstück nur noch zusammengefügt. "Wir müssen es schaffen, dass neu gebaute Mietwohnungen auch ohne Förderung für die Mitte der Bevölkerung wieder bezahlbar werden", sagte Axel Gedaschko, der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, in Berlin.

Die Angebotspreise für die neuen Baukonzepte liegen zwischen 2000 und 3200 Euro/m² Wohnfläche und sind für fünf Jahre festgeschrieben. Nun müsse die Politik für ausreichend bezahlbare Grundstücke und für eine bundesweite Genehmigung der Bauten sorgen. "Ansonsten drohen lange Verfahren in den Bauämtern, die innovativen Bauvorhaben auszubremsen." Die Grünen kritisierten in der "Welt", die Bundesregierung kümmere sich zu wenig um bezahlbaren Wohnraum. In vielen Groß- und Universitätsstädten wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden, weil mehr Menschen in die Städte ziehen. Bau-Staatssekretär Gunther Adler verspricht sich von den Rahmenverträgen Auftrieb für das serielle und modulare Bauen.

Einige Hersteller arbeiten nach dem Prinzip auch beim Bau vom Flüchtlingsheimen. Vergleiche mit Plattenbauten der 1970er- und 1980er-Jahre lassen sie nicht gelten. Sie betonen, dass sie ihre Module nahezu komplett ausgebaut und in besserer Qualität lieferten.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 22/2018.

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