Hagedorn baut 20 Windanlagen zurück

Mit frischem Wind in Richtung Energiewende

Seit Februar 2022 ist Hagedorn damit beauftragt, im Windpark Karstädt-Waterloo 20 Windenergieanlagen zurückzubauen. Gleichzeitig findet ein Repowering von 7 neuen leistungsstarken Vestas Anlagen V-162 statt.
Hagedorn Rückbau Abbrucharbeiten
Im Windpark Karstädt-Waterloo werden seit Februar dieses Jahres insgesamt 20 Windanlagen zurückgebaut und ein Repowering von sieben leistungsstarken Anlagen findet statt. Foto: Hagedorn

Der Gütersloher Familienbetrieb hat in den letzten Jahren große Kompetenzen beim Rückbau von Windenergieanlagen aufgebaut und seit 2012 mehrere hundert Anlagen zurückgebaut und recycelt.

Seit Februar dieses Jahres ist Hagedorn damit beauftragt, im Windpark Karstädt-Waterloo insgesamt 20 Windenergieanlagen vom Typ Nordex N60 zurückzubauen. Gleichzeitig findet hier ein Repowering von sieben neuen leistungsstarken Vestas Anlagen V-162 statt. "Repowering stellt die wirkungsvollste Maßnahme dar, um Windstrom effektiv zuzubauen. Neue Anlagen können bis zu neun Mal mehr Energie erzeugen als alte. Hinzu kommt, dass bewährte Standorte weiter sinnvoll genutzt werden und weniger neue Flächen versiegelt werden müssen", betont Frank Kreimer, Geschäftsführer der Hagedorn Service GmbH. Das setze allerdings voraus, dass in den kommenden Jahren unzählige veraltete Anlagen zurückgebaut werden. Doch das Repowering stockt.

Ökostromerzeuger profitieren

"Weil der Strom gerade zu so hohen Preisen gehandelt wird wie noch nie, profitieren Ökostromerzeuger wie die Betreiber alter Windparks. Auslaufende Betriebsgenehmigungen werden heute um fünf oder zehn Jahre verlängert – und das halte ich für kurzsichtig", so Kreimer. Die Politik müsse das Repowering voranbringen, denn von einem kontinuierlichen Repowering, sagt er, würde die ganze Energiewende profitieren. Kommt es dazu, erwartet die Branche eine große Welle beim Rückbau alter Windkraftanlagen. Weil die Facharbeiter fehlen und die Kranverfügbarkeit begrenzt ist, könne das zum Problem werden. Doch die Hagedorn Gruppe ist vorbereitet. Das Projekt in Karstädt-Waterloo ist beispielhaft für die Arbeit des Teams.

Breitgefächertes Angebot

Angeboten wird das gesamte Spektrum – von der Demontage über die fachgerechte Entsorgung und das Recycling, den Rück- oder Neubau von Zuwegungen bis zur Weitervermarktung. Auch der Service und die Wartung von Windkraftanlagen gehört zum Leistungsportfolio des Unternehmens. Seit letztem Jahr hatte Hagedorn durch den Zuwachs einer eigenen Windservice-Abteilung, dem Windservice Nord aus Bremen, sowie dem Großzugang des rheinländischen Kranunternehmens Wasel seine Kompetenzen weiter ausgebaut.

Am Markt kann sich das Familienunternehmen nun breiter und stärker aufstellen. "Dass wir alles aus einer Hand anbieten, bietet unserem Kunden enorme Vorteile", sagt Kreimer. Arbeit gibt es in den kommenden Jahren genug. Durch das Auslaufen der EEG-Förderung müssen bis 2025 mehr als 8.000 Anlagen zurückgebaut werden – nun werden es noch mehr.

Herausfordernde Aufgabe für die Zukunft

Die Branche rüstet sich daher dafür, in naher Zukunft unzählige ausgediente Anlagen abzubauen, zu recyceln und neue Anlagen zu errichten. Die Ansprüche an den Rückbau sind vielfältig: Windenergieanlagen sollen zügig, günstig und umweltfreundlich zurückgebaut werden. Allerdings ist der Rückbau sehr aufwendig. Bis zu vier Wochen kann es dauern, eine einzige Anlage fachgerecht zurückzubauen.

Windenergieanlagen bestehen aus großen Mengen verschiedener Baustoffe, die möglichst zurück in die Wertschöpfungskette geführt werden sollen. Aus den demontierten Anlagen können etwa 97 % der Komponenten recycelt und wiederverwertet werden. Dabei machen Stahl und Beton mit gut 60 beziehungsweise 30 % die größte Masse aus.

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